Erdaushub

Deswegen wurde an der Weschnitz in Weinheim gebaggert

Mancher Leser rätselte, um was für eine Maßnahme es sich hier handelte. Unsere Redaktion hat beim Regierungspräsidium nachgefragt.

Der Bagger war auf Höhe der Peterskirche an der Weinheimer Weschnitz am Werk. Foto: Thomas Rittelmann
Der Bagger war auf Höhe der Peterskirche an der Weinheimer Weschnitz am Werk.

Weinheim. Manch einer hat sich bestimmt schon gewundert über den Bagger, der dieser Tage fleißig entlang der Weinheimer Weschnitz buddelte. Aber was hatte es mit der Maßnahme auf der Höhe der Peterskirche auf sich?

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Wie aus den Angaben von Charlotte Erdmann, Sprecherin beim Regierungspräsidium (RP) Karlsruhe, hervorgeht, gibt es keinen Grund zur Sorge. Derzeit werden im Auftrag des RP die Sohle sowie der Geschiebefang der Weschnitz im Bereich des Pegels Weinheim geräumt. "Aufgrund des hohen Geschiebetransports in der Weschnitz sind die Arbeiten erforderlich", so die Sprecherin.

Geschiebetransport? Unter dem Begriff versteht man die Masse an Bodensatz, die in einem gewissen Zeitraum von einem Gewässer fortgetragen oder -gerissen wird. Die Maßnahme sei notwendig, um Pegel Weinheim im Falle höherer Wasserstände einen möglichst unbeeinflussten Pegelwasserstand messen zu können.

"Sie finden in diesem großen Umfang zum ersten Mal seit Umbau und Inbetriebnahme des neuen Pegels an der Weschnitz Ende 2022 statt", erklärt Erdmann. Und sie könne nur bei niedrigen Wasserständen und außerhalb der Laichzeiten der Fische ausgeführt werden. Die Maßnahme sei im Rahmen der wasserrechtlichen Erlaubnis für den Pegelumbau genehmigt und im Vorfeld mit der Fischereibehörde des Regierungspräsidiums Karlsruhe sowie dem Fischpächter an der Weschnitz abgestimmt worden.

Seit Mittwoch sind sie auch schon abgeschlossen. Die vorläufigen Kosten beliefen sich dabei auf insgesamt rund 43.000 Euro brutto. Darin enthalten sind die Sedimenträumung mit Beprobung und Materialabfuhr sowie die vor Beginn der Arbeiten erforderliche Befischung der Weschnitz.