Erste Bewerber für Schulleitung an der DBS Weinheim
Für die seit Ende November vakante Schulleiterstelle an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule gibt es erste Interessenten.
Wie das Regierungspräsidium (RP) in Karlsruhe erklärte, gibt es mehrere Anfragen. „Außerdem steht das zuständige Referat 75 des Regierungspräsidiums Karlsruhe mit möglichen Bewerbern in Kontakt“, so RP-Sprecherin Irene Feilhauer.
Schnelle Resonanz
Dabei sei die Stelle erst in der Januarausgabe des Amtsblattes Kultus und Unterricht ausgeschrieben worden. Die Frist für die Bewerbungen endet bereits übermorgen, könne laut Feilhauer jedoch je nach Lage verlängert werden. Die schnelle Resonanz scheint im Kontrast zum vergangenen Besetzungsverfahren zu stehen, bei dem sich die ehemalige DBS-Schulleiterin Demet Üstünel-Hartbauer erfolgreich durchgesetzt hatte. Wie Dagmar Ruder-Aichelin, Leiterin des Referats für Allgemeinbildende Gymnasien, in der Vergangenheit erklärte, habe das Regierungspräsidium damals Schwierigkeiten gehabt, die Stelle zu besetzen. Das führte dazu, dass die DBS mehrere Jahre ohne offiziellen Schulleiter war. In dieser Zeit übernahm Andrea Volz die kommissarische Führung an der Schule. Auch seitdem Üstünel-Hartbauer im November von dem Posten zurücktrat, hat Andrea Volz diese Position inne. Dabei, so RP-Sprecherin Feilhauer, wird sie vom Regierungspräsidium „intensiv begleitet“.
Grund für den Rücktritt?
Grund für den Rücktritt der ehemaligen Schulleiterin, die den Posten ein Jahr nach ihrem Antritt aufgab, war ein belastetes Verhältnis zu großen Teilen von Schülern, Lehrern und Eltern. Vertreter des Regierungspräsidiums sind kurz darauf nach Weinheim für eine Pressekonferenz gekommen. Dagmar Ruder-Aichelin erläuterte damals, dass es „viele, viele Kleinigkeiten“ gewesen seien, die zu dieser Situation geführt hätten. „Es gab nicht das eine konkrete Datum, den einen konkreten Anlass, bei dem wir sagen können: Hier hat sich etwas entzündet.“
Dass die Querelen in den Fokus der Öffentlichkeit rückten, dafür gab es jedoch sehr wohl einen konkreten Anlass. Bei einer Demonstration protestierten zahlreiche Schüler gegen das Schassen des langjährigen und beliebten Vertrauenslehrers Peter Plattmann. Die Schuld für seine Abordnung sahen sie bei der Leiterin. Er hatte das RP zuvor mit der gesammelten Kritik an ihr konfrontiert. Personalleiter Dr. Martin Steffens beteuerte jedoch, dass dies mitnichten der Grund für die Entscheidung gewesen sei.
Wer am Ende entscheidet
Plattmann arbeitet heute an einem anderen Gymnasium im Rhein-Neckar-Kreis. Wie auch die ehemalige Schulleiterin Üstünel-Hartbauer äußerte er sich nie zu der Angelegenheit.
Über die Neubesetzung der Schulleiterstelle wird schlussendlich ein Gremium entscheiden, das aus Schulverwaltung, Schulkonferenz und Schulträger besteht. Dagmar Ruder-Aichelin erklärte im November, dass es dem RP darauf ankommt, dass der neue Schulleiter bereits Führungserfahrung besitzt: sei es die Leitung einer Abteilung oder die (stellvertretende) Leitung einer Schule.