„Gefangen“ auf der Weinheimer Windeck
Kurios: Der Pächter der Burg übersieht zwei Gäste und schließt ab. Was dann geschah.
Unfreiwillig zum „Burgherren“ und zum „Burgfräulein“ wurden zwei Besucher am Mittwoch auf der Windeck. Eigentlich hätte der Kiosk bis 17 Uhr geöffnet haben sollen. Weil sich das Wetter an diesem Tag aber sehr wechselhaft zeigte, schloss der Pächter die Burg bereits gegen 16 Uhr ab. Und verließ sie, ohne jedoch zu bemerken, dass sich noch zwei Besucher am Bergfried aufhielten und den Blick hinunter auf die Stadt genossen.
Polizei verständigt
Als die beiden die Windeck um kurz nach 16 Uhr verlassen wollten, war das massive Eingangstor zu – und sie selbst damit eingesperrt. Da sich auf der Festnetz-Nummer des Pächters nur der Anrufbeantworter meldete, baten die beiden „Gefangenen“ die Polizei, ihrer Rolle als Freund und Helfer gerecht zu werden. Erfolgreich, denn nach rund einer Stunde des Wartens öffnete sich das Tor von außen.
Empfangen wurden die unfreiwilligen Burgherren auf Zeit von einem „unwirschen Wirt“, wie sie der Polizei nach ihrer „Befreiung“ abschließend zu Protokoll gaben.
„Wir haben die Gäste bei der Kontrolle schlichtweg übersehen“, erklärte Pächter Rolf Pflästerer auf Nachfrage unserer Redaktion entschuldigend und fügte hinzu: „Das war sicher keine Absicht.“ Er zeigte sich verwundert, dass die Besucher das schwere Tor nicht selbst hatten ins Schloss fallen hören.
„Ritterliche“ Entschuldigung
Durch eine „ritterliche“ Entschuldigung der Chefin und eine Flasche Rotwein als Entschädigung konnte der Burgfrieden aber schnell wieder hergestellt werden.