Mobilität

Laudenbach: Neue Carsharing-Station am Bahnhof

Die Firma Deer erweitert das Angebot in Laudenbach mit einer neuen E-Ladesäule und Carsharing-Station am Bahnhof. Damit nicht genug: Die Stadtwerke Weinheim planen an fünf weiteren Standorten Ladesäulen.

Großer Bahnhof für neue Deer-Lade- und E-Carsharing-Station am Bahnhof. Diese wurde gestern eingeweiht. Foto: Katrin Oeldorf
Großer Bahnhof für neue Deer-Lade- und E-Carsharing-Station am Bahnhof. Diese wurde gestern eingeweiht.

Laudenbach. Jetzt sind es schon zwei Standorte, die die Firma Deer in Laudenbach mit einer E-Ladesäule und einem E-Carsharing ausgestattet hat. Gestern am späten Vormittag wurde das neue Angebot auf dem Bahnhof-Vorplatz eingeweiht. Und es sollen in diesem Jahr noch mehr werden, wie Bürgermeister Benjamin Köpfle ankündigte.

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E-Autos konnten schon ein paar Wochen auch am Bahnhof geladen werden. Das elektrisch betriebene Sharing-Fahrzeug brachte gestern Lea Blesl mit, Werkstudentin in der Marketingabteilung der Firma Deer. Das Unternehmen aus Calw unterhält in Süddeutschland aktuell mehr als 1100 Ladepunkte und über 400 E-Carsharing-Angebote, Tendenz steigend.

Weitere Angebote in diesem Jahr

Vor zwei Jahren wurde ein Standort am Rathaus eingeweiht, jetzt fand die im vergangenen Jahr abgeschlossene Neugestaltung des Rathausvorplatzes mit dem neuen Angebot den letzten Schliff und wird seinem Anspruch als Mobilitätszentrale vollauf gerecht. Bürgermeister Köpfle wies im Beisein einiger Kommunalpolitiker darauf hin, dass der zweite Standort seit Langem geplant war. Das Angebot am Rathaus werde sehr gut angenommen – Grund zu der Annahme, dass auch die neue Station am Bahnhof ihre Nutzer finden wird. Köpfle legte noch einen drauf. Denn die E-Lademöglichkeiten sollen in Laudenbach kräftig erweitert werden. Die Gemeinde habe dazu mit den Stadtwerken Weinheim einen Vertrag abgeschlossen. Das Unternehmen wolle demnach noch in diesem Jahr eine weitere E-Ladesäule am Bahnhof sowie auf dem Parkplatz unterhalb des Friedhofes, an der B 3 gegenüber der evangelischen Kirche, am Südring und an der Bergstraßenhalle aufstellen. Damit würden die E-Lademöglichkeiten vor Ort deutlich ausgebaut. Der Kommune stelle die Flächen dafür bereit, es entstünden ihr dafür aber keine Kosten.

An den E-Ladesäulen kann mit Kreditkarte oder Kundenkarte bezahlt werden. Foto: Katrin Oeldorf
An den E-Ladesäulen kann mit Kreditkarte oder Kundenkarte bezahlt werden.

Zurück zum neuen Angebot der Firma Deer. Auf der Ostseite des Bahnhofsvorplatzes stehen zwei Parkplätze dafür bereit. Auf dem einen können E-Fahrzeuge mit Strom betankt werden. Das geht im Grunde mit der Kreditkarte, günstiger ist jedoch die Nutzung der Kundenkarte. Gestern kostete die Kilowattstunde als registrierter Deer-Kunde 53 Cent, ansonsten ist der E-Sprit zehn Cent teurer. E-Auto-Fahrer wissen das: Ein bisschen Geduld braucht man schon, bis der Akku geladen ist. Der MG Electric, der am Bahnhof als Carsharing-Auto auf Nutzer wartet, wurde gestern kurz vor elf Uhr an die Leine gelegt und sollte laut Anzeige um 15.39 Uhr „vollgetankt“ sein.

Carsharing-Tarife

Carsharing-Nutzer finden übrigens immer ein geladenes Fahrzeug vor. Der Vornutzer kann es nämlich nur dann abgeben, wenn er es zuvor an die Ladesäule angeschlossen hat. Das muss aber nicht unbedingt am gleichen Standort sein, an dem er es entliehen hat. Das Fahrzeug kann an jeder beliebigen Carsharing-Station von Deer abgegeben werden. Der Strom kostet beim Carsharing nichts. Abgerechnet wird pro Stunde mit 9,90 Euro, pro Tag mit 69,90 Euro oder pro Wochenende (Freitag, 17 Uhr, bis Sonntag, 21 Uhr) mit 109,90 Uhr). Deer-Stationen gibt es auch an den Flughäfen Frankfurt, Stuttgart und Baden-Baden. Dort wird aber ein Aufpreis von 30 Euro berechnet, weil das Unternehmen hier die Stellplätze erwerben musste, wie Lea Blesl erklärte. Gebucht wird über die App.

Die Deer-Mitarbeiterin hatte auch ein grünes Schild mit der Aufschrift ihrer Firma mitgebracht, das in Kürze noch am Bahnhof angebracht werden soll. Ein erster Versuch scheiterte gestern. Der Mast war für die Schelle zu dick.