Laudenbach: Zwei ASP-Fälle festgestellt
Auf Laudenbacher Gemarkung wurden zwei tote Wildschweine gefunden, bei denen die Afrikanische Schweinepest nachgewiesen wurde.
Laudenbach. Bislang war die Region noch weitgehend verschont von der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Doch das ändert sich aktuell. Denn gestern wurde die Krankheit bei zwei toten Tieren nachgewiesen, wie der Rhein-Neckar-Kreis mitteilt.
Von einem Tier waren nur Knochen erhalten, die das Friedrich-Loeffler-Institut als nationales Referenzlabor positiv auf das Virus getestet hatte. Das andere Opfer war ein erlegter Frischling – beide Fälle auf Laudenbacher Gemarkung. Doreen Kuss, Dezernentin für Ordnung und Gesundheit, spricht in dem Zusammenhang von einem „extrem dynamischen Seuchengeschehen“, verspricht aber, auf weitere Fälle vorbereitet zu sein. Seuchenbekämpfungsmaßnahmen vor Ort sollen ausgebaut, die eingerichteten Sperrzonen nicht verändert werden: „Die Regelungen in den betroffenen Gebieten bleiben weiter unverändert bestehen.“ Im August wurde erstmals ASP bei einem Wildschwein in der Nähe von Hemsbach festgestellt.
Nach wie vor gelten die Sperrzonen. In der Zone I sind Jäger zur verstärkten Jagd auf Wildschweine aufgerufen, müssen erlegte Tiere besonders kennzeichnen und beproben lassen. In Zone II gilt Leinenpflicht für Hunde, man darf sich nur auf befestigten Strecken oder Rad-, Reit- und Wanderwegen aufhalten, nicht aber Schnitzeljagden oder Geocaching veranstalten; grillen darf man nur auf Plätzen, die maximal 100 Meter von Ortschaften entfernt sind. In dieser Zone liegen Laudenbach, Hemsbach, Weinheim, Heddesheim, Hirschberg, Ilvesheim, Ladenburg, Schriesheim, Wilhelmsfeld, Heiligkreuzsteinach, Dossenheim und Edingen-Neckarhausen.