Leichtes Erdbeben an der Bergstraße und im Odenwald zu spüren
Ausgerechnet am bundesweiten Warntag bebt plötzlich die Erde: Um 17.27 Uhr schlagen nicht nur die Seismographen aus. In einigen Orten wackeln kurzzeitig die Wände. Was bisher bekannt ist.
Bergstraße/Odenwald. „Was war das denn? Hat eben ganz schön gerumpelt bei uns!“ Nachrichten wie diese verbreiteten sich am Donnerstagnachmittag in Windeseile über die Sozialen Netzwerke. Meldungen kamen aus Gorxheimertal, aus Weinheim, Mannheim und - vor allem - aus Worms. Denn tatsächlich meldete unter anderem das baden-württembergische Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, dass es um 17.27 Uhr ein Erdbeben der Stärke 3,4 (Magnitude auf der Richter‑Skala) gegeben habe. Das Epizentrum habe sich demnach bei Worms befunden.
Auch die Warn-Apps Katwarn und Nina haben in einigen Orten ausgelöst. Gemeldet wurde dort ein "schwaches Erdbeben" der Stärke 3,4, verbunden mit dem Hinweis: „Das Erdbeben war vermutlich im Umkreis von circa 20 km um das Epizentrum spürbar."
Schäden wurden bislang nicht bekannt. Erdbeben mit einer Stärke zwischen 3 und 4 werden auf der Richter-Skala als „sehr leicht“ eingestuft. Oft sind sie zwar für Menschen spürbar, aber richten sehr selten Schäden an. Das gilt auch für Beben zwischen 4 und 5 („leicht“); dann können sich allerdings Gegenstände im Zimmer schonmal bewegen und Erschütterungsgeräusche zu hören sein. Erst ab Stärke 5 („mittelstark“ bis 6) auf der Richter-Skala wird es richtig unangenehm.
Kurios: Ausgerechnet am Donnerstag fand ja auch der bundesweite Warntag statt, weshalb um 11 Uhr die Sirenen heulten und auf die Handys Warntöne geschickt wurden.