OB Just: Es war eine friedvolle Kerwe
Eigentlich dient der Strohhut beim traditionellen Bürgermeisterrundgang als Erkennungszeichen, um sich im Getümmel am Kerwemontag nicht aus den Augen zu verlieren. Doch diesmal nutzten die Bürgermeister, Behördenleiter und Bankvorstände die Kopfbedeckung vor allem als Fächer – so schwül war es diesmal.
Da kam die erste Haltestelle wie gerufen. Bei „Eiszeit“ am Marktplatz durfte sich jeder eine Kugel Eis wünschen. Oberbürgermeister Manuel Just entschied sich für Stracciatella, sein Vorgänger Heiner Bernhard für Nuss, dessen Vorgänger Uwe Kleefoot für Pistazie – sie sind ja auch sonst sehr verschieden. Weit kam der Tross danach nicht. Denn Alberto Ferrarese vom La Cantina ließ nicht nur ein Kaltgetränk reichen, sondern überraschte die Gäste mit einem Sänger, der „O sole mio“ anstimmte und dabei sämtliche Lärmgrenzen ausreizte. Auf dieses Thema war OB Just auch bei seiner kurzen Rede auf dem Rathausbalkon eingegangen. „Unser Lärmkonzept ist aufgegangen“, freute er sich über viele positive Rückmeldungen.
Dass darüber hinaus die Polizei nur drei gravierende Vorfälle während der Kerwe verzeichnete, sei bei mehr als 40 000 Besuchern nicht selbstverständlich. „Es war eine friedvolle und sehr gelungene Kerwe“, zog Just ein positives Fazit. Dass er die Bürgermeisterkollegen anschließend zunächst ins „Ego“ lotste, war auch ein Dankeschön an die Straußwirte im Gerberbachviertel, die das Lärmkonzept mitgetragen und umgesetzt haben. Natürlich durfte anschließend ein Besuch im Kerwehaus und beim Riesenrad nicht fehlen, ehe es zum Abschluss der Tour ins Café Florian ging. pro