Schlosspark-Illumination nach Kerwegewitter abgesagt
Ein Gewitter mit Starkregen hat am Samstagmittag das Weinheimer Kerweprogramm durcheinandergewirbelt. Wieder einmal trifft es auch die Schlosspark-Illumination.
Ein heftiges Gewitter mit Starkregen hat am Samstag das Programm für die Weinheimer Kerwe durcheinandergewirbelt. Schnell wurde klar, dass Open-Air-Veranstaltungen wie das Kinderfest der Weinheimer "Blüten", das für 14.30 Uhr geplant war, und das anschließende Kasperletheater des Vereins Holzwurm keinen Sinn ergeben. Schweren Herzens sagten die Vereine beide Veranstaltungen ab.
Kurz vor dem Gewitter hatte sich die Jugendfeuerwehr schon im Schlosspark eingefunden, um den Lichterglanz aus tausend Lampions aufzubauen. Doch binnen weniger Minuten stand die Schlossparkwiese unter Wasser. Da blieb dem Vorsitzenden des Kerwe- und Heimatvereins "Alt Weinheim", Peter Gerard, nichts anderes übrig, als die für den Abend geplante Schlosspark-Illumination wieder einmal abzusagen. 2022 lag es an der Trockenheit, 2023 am Regen. "Wir versuchen es 2024 wieder", wollte Gerard trotzdem nicht aufgeben, auch wenn die Brezel als Kerwesymbol dem Verein anscheinend kein Glück bringt.
Gleich nebenan haderten im Schlosshof auch die Verantwortlichen der TSG Weinheim mit dem Wetter. Denn eigentlich sollte dort um 14 Uhr der Seniorennachmittag beginnen. Doch wegen des starken Regens fanden sich vergleichsweise wenige Mitglieder ein und suchten unter den Schirmen Schutz. "Da kann man nichts machen", bedauerte Vorsitzender Volker Jacob. Schließlich gibt es dieses Treffen schon seit 40 Jahren - früher am Marktplatz, seit zehn Jahren im Schlosshof, wo die TSG gemeinsam mit dem MGV Sängervereinigung Germania Weinheim die Straußwirtschaft betreibt. Ein dickes Kompliment machte Jacob den vielen ehrenamtlichen Helfern, die über vier Tage hinweg den Kerwebetrieb gewährleisten.
Mit der Kerwerutsche ins Gerberbachviertel
Schneller getrocknet war da die Kerwerutsche in der Höllenstaffel, die in diesem Jahr von der Hockeyabteilung des AC Weinheim betreut wird. Für 30 Cent kann man ins Gerberbachviertel sausen. Viele Gäste zahlten freiwillig auch gerne etwas mehr. Schließlich ist der Erlös aus dem Betrieb der Kerwerutsche für einen Herzenswunsch der Hockeyspieler bestimmt: Sie sammeln Geld für den Bau eines Großfeldes. Da ist jede Spende willkommen.
Wo ist der Handwerkermarkt?
Vermisst wurde dagegen von vielen Kerwegästen der Handwerkermarkt im Grundelbachviertel, der vor Corona ein echtes Alleinstellungsmerkmal der Kerwe war. Schon 2022 hatte die Stadt auf diesen Anziehungspunkt verzichtet, weil man Bedenken hatte wegen der vielen Stände und Menschenmassen – Stichwort „Rettungsweg“. Der Versuch, die Standbetreiber beim Weinheimer Herbst zu integrieren, floppte damals allerdings. Vielleicht findet sich ja 2024 ein neuer Standort bei der Kerwe. pro
Hinweis: Der Text wurde um 16 Uhr und um 16.50 Uhr ergänzt.