Hemsbach

Schon wieder! Platz für Jugendliche in Hemsbach verwüstet

Die Stadt Hemsbach ist sauer und hat Anzeige erstattet. Nur noch ein einziges Mal soll das Mobiliar ersetzt werden. Kosten: 4000 Euro.

Erneut haben Vandalen auf dem Platz für Jugendliche gewütet. Die Stadt schätzt den Schaden auf 4000 Euro. Foto: Stadt Hemsbach
Erneut haben Vandalen auf dem Platz für Jugendliche gewütet. Die Stadt schätzt den Schaden auf 4000 Euro.

Es ist nicht das erste Mal, dass Vandalen auf dem Platz für Jugendliche wüten, aber noch nie war es so schlimm: eine aus dem Fundament gerissene Panoramaliege, zerstörte Sitzbänke, Schmierereien im und am Unterstand. Der Schaden summiert sich auf mindestens 4000 Euro. Aufgefallen ist es einmal mehr den Mitarbeitern des Bauhofs, und zwar bereits am Vormittag des Dienstags, 30. Juli. Die Stadt Hemsbach hat Anzeige gegen unbekannt erstattet und hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung. Allerdings rechnet man sich bei der Verwaltung wenig Chancen aus, den oder die Täter dingfest zu machen. Der Platz liegt ziemlich abgelegen nördlich der Reitanlage an der Bahntrasse auf dem Gelände der ehemaligen Hundezwingeranlage.

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Unterstand abgefackelt

Der Platz für Jugendliche wurde im Frühjahr letzten Jahres eingeweiht. Bereits vier Monate später wurden Teile des Holzmobiliars im Unterstand im wahrsten Wortsinn abgefackelt. Den Jugendgemeinderat und die Mitarbeiter des Bauhofs traf diese und trifft die neueste Schandtat besonders hart, denn sie haben viel Arbeit, Zeit und Herzblut in die Ausstattung gesteckt.

Keine Kavaliersdelikte, sondern Straftaten

Auch Bürgermeister Kirchner findet deutliche Worte: „Das sind keine Kavaliersdelikte, sondern Straftaten, und das ist definitiv nicht mehr hinnehmbar!“ Neben dem finanziellen ist auch der immaterielle Schaden beträchtlich. „Es ist erschreckend zu sehen, dass Dinge, die eigentlich Freude bereiten sollen, nicht wertgeschätzt werden“, bedauert der Rathauschef, „erst recht, wenn man bedenkt, wie viel Engagement in Planung und Umsetzung des Platzes investiert wurde.“

Spuren der Verwüstung

Die Stadt will jetzt ein letztes Mal das Mobiliar stellen und die Spuren der Verwüstung beseitigen. Sollte es zu weiteren Fällen von mutwilliger Zerstörung kommen, soll das Mobiliar nicht mehr ersetzt werden, kündigte Kirchner an. „Wir werden auf der einen Seite die Kontrollen intensivieren, hoffen aber auch auf die Vernunft der Jugendlichen, nicht das zu zerstören, was eigens für sie errichtet wurde“, so Bürgermeister Kirchner.