Weinheim

Schüler helfen beim Sportfest im Bodelschwingh-Heim

Eine Abordnung der Friedrich-Realschule unterstützte die Senioren bei Olympischen Spielen der besonderen Art. Was die Jungen und Mädchen dabei gelernt haben.

Der 13-jährige Omar betreute die Station "Olympia". Dort mussten die Senioren Säckchen zielgenau in Hula-hoop-Ringe werden. Foto: Fritz Kopetzky
Der 13-jährige Omar betreute die Station "Olympia". Dort mussten die Senioren Säckchen zielgenau in Hula-hoop-Ringe werden.

Beim diesjährigen Sportfest im Bodelschwingh-Heim Weinheim hatten die 83 Teilnehmer tatkräftige Unterstützung: 37 Mädchen und Jungen der Klassen 7a und 7b der Friedrich-Realschule standen als Schiedsrichter und Wettkampfhelfer bereit. Harleen zum Beispiel, die Irmgard Dustmann dabei half, kleine gelbe Plastikentchen mit einem Kescher aus einem Planschbecken zu fischen.

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Die Schule nutzt bereit seit einigen Jahren einen solchen Tag wie das Sportfest, um den Schülerinnen und Schülern erste praktische Erfahrungen im sozialen Bereich zu vermitteln, heißt es in einer Pressemitteilung. Und natürlich profitieren auch die Bewohner des Bodelschwingh-Heimes von der Hilfe der Teenager bei Ringwurf, Korbball, dem Glückswurf, Kegeln oder dem Tastspiel. Anna Andres genoss das Sportfest ganz besonders, denn die 93-Jährige wurde von ihrem Enkel Max betreut. „Ich freue mich sehr, dass Max heute da ist“, sagte sie strahlend. Durch ihre Krankheit habe er sie lange nicht besuchen können. Und auch Max fand den Tag im Seniorenheim gut.

Den Vormittag über betreute Max seine Großmutter Anna Andres, hier beim Tastspiel. Foto: Fritz Kopetzky
Den Vormittag über betreute Max seine Großmutter Anna Andres, hier beim Tastspiel.

Die Teilnahme der Schüler sei für beide Seiten ein Gewinn, bestätigen die Geschäftsführer des Bodelschwingh-Heimes. „Die jungen Menschen tun den Senioren gut, sie erleben einen Vormittag mit viel Bewegung, aber auch neuen Kontakten“, sagt Jolanthe Schielek. „Und die Schülerinnen und Schüler verlieren schnell ihre Scheu, wenn sie die Bewohner erleben und mit ihnen ins Gespräch kommen“, ergänzt Christian Rupp. Und Hilfe für beide Seiten gab es natürlich auch von den Alltagsbegleitern des Bodelschwingh-Heimes.

Mit Konzentration zur höchsten Punktzahl an der „Schrägen Kugel“: Elisabeth Jöst wird begleitet von Bettina Strasheim, Leiterin der Alltagbegleiter. Foto: Fritz Kopetzky
Mit Konzentration zur höchsten Punktzahl an der „Schrägen Kugel“: Elisabeth Jöst wird begleitet von Bettina Strasheim, Leiterin der Alltagbegleiter.

Bei der Siegerehrung, die der Erste Bürgermeister, Dr. Torsten Fetzner, musikalisch umrahmte, gab es für alle Teilnehmer eine Urkunde und für die Sieger einen Pokal sowie Eis und ein Fitnessdrink.

Für die Statistik: Bei der Wertung hatten drei Bewohnerinnen „die Nase vorn“: Siegerin des Sportfestes wurde Margot Vilain vor Ingrid Schilling und Helene Gaugler. In der Einzelwertung im Betreuten Wohnen belegte Heidrun Weiler den ersten Platz vor Jürgen Weiler und Waltraud Bär. Damit lag das Haus in der Hauptstraße vor dem in der Geierbergstraße und erhielt den Wanderpokal. Bei der Wertung der einzelnen Wohnbereiche übernahm der Wohnbereich C1 vor A2 und E die Führung. Die älteste Teilnehmerin war 97 Jahre alt, die jüngste 79 Jahre. „Weder Sport noch Spaß kennen ein Alter, das hat sich heute wieder gezeigt", brachten beide Geschäftsführer die Erlebnisse des Tages auf den Punkt. ist