„TCL ist wie ein Tante-Emma-Laden“
Am Samstag feierte der Tennisclub Lützelsachsen (TCL) sein 50-jähriges Bestehen auf der schmucken Anlage in der Waidallee mit einem großen Fest, an das sich die Mitglieder noch lange erinnern werden. Das lag nicht nur an dem abwechslungsreichen Programm und dem fleißigen Helferteam, sondern auch am Wiedersehen mit vielen langjährigen Weggefährten des Vereins, der sich heute mehr denn je als Familienclub versteht.
Das zeigte sich schon am Nachmittag bei der „Kindertennis-Olympiade“, die Clubtrainer Armin Cehic mit Unterstützung einiger Nachwuchstalente anbot. Die Jüngsten hatten sichtlich Spaß an den verschiedenen Stationen, bei denen der Umgang mit dem Tennisball natürlich besonders im Fokus stand.
Insgesamt 76 Kinder und Jugendliche sind Mitglied im TCL; davon nehmen mehr als 60 am regelmäßigen Training teil, berichtete TCL-Vorsitzender Jan Seher, der zusammen mit dem Zweiten Vorsitzenden Matthias Schwarz am frühen Abend die Gäste offiziell begrüßte. Neben Weinheims Oberbürgermeister Manuel Just, Lützelsachsens Ortsvorsteherin Doris Falter und Marion Walz vom Amt für Bildung und Sport begrüßte er auf der Anlage gleich vier ehemalige TCL-Vorsitzende – Rolf Koberstein, Thomas Bökenfeld, Bastian Unger und Dieter Seher – und sogar sechs Gründungsmitglieder: Ingrid und Karl Gleiser, Etta und Ulrich Vielhaber sowie Jutta und Heinz Seitz.
61 Mitglieder bei der Gründung
Kurz ließ Jan Seher die Geschichte des Vereins Revue passieren, der 1973 von 61 Mitgliedern aus der Taufe gehoben wurde. Spielte man im ersten Jahr noch auf den „Birkenmeier-Plätzen“ (heute TC 82 Weinheim), so konnten bereits 1974 drei eigene Plätze in der Waidallee eingeweiht werden. Lange vor dem deutschlandweiten Tennisboom, den Boris Becker und Steffi Graf Mitte der 1980er-Jahre auslösten, musste der TCL schon damals vorübergehend einen Aufnahmestopp verhängen. 1982 kamen zwei weitere Tennisplätze hinzu; 1986 wurde das Clubhaus eingeweiht und 1990 erweitert. Bis heute wird es von den Mitgliedern selbst bewirtschaftet.
Aber Seher erinnerte auch an sportliche Höhepunkte wie den Aufstieg der Herrenmannschaft in die Verbandsliga (2001) sowie an so manche Tradition – wie beispielsweise Karl Gleisers Räucherfische zum Saisonstart. Sein Fazit: „Der TCL ist wie ein Tante-Emma-Laden – klein, fein, familiär und liebevoll.“
„Spiel, Satz und Sieg für den TCL“
Das war an diesem Tag besonders zu spüren, wie Oberbürgermeister Just mit Blick auf das 50-köpfige Helferteam anerkennend feststellte. Dass der TCL auch eine kleine Boule-Anlage und einen Grillplatz hat, mache deutlich, dass die Geselligkeit beim TCL hoch im Kurs steht. Dass der Verein mit aktuell 220 Mitgliedern auch finanziell gesund ist, zeige die beachtliche Entwicklung der vergangenen Jahre und das große ehrenamtliche Engagement, meinte Just und fügte abschließend hinzu: „Spiel, Satz und Sieg für den TC Lützelsachsen.“
Nach dem offiziellen Teil übernahm die Band „Roof On Fire“ die Regie des Jubiläumsfestes, das damit endgültig zur Party wurde. Bis tief in die Nacht wurde getanzt und geplaudert, auf gute alte Zeiten und eine erfolgreiche Zukunft für den Familienclub angestoßen. pro