Mannheim

Vier Demonstrationen am Samstag in Mannheimer Innenstadt

Neben dem zweiten Jahrestag des Ukraine-Kriegs steht erneut der Nahost-Konflikt im Mittelpunkt. Dabei überschneiden sich unter anderem eine pro-palästinensische und eine pro-israelische Versammlung zeitlich

Um 11.30 Uhr gibt es auf dem Paradeplatz zunächst eine Kundgebung zum Ukraine-Krieg. Foto: Thomas Tröster
Um 11.30 Uhr gibt es auf dem Paradeplatz zunächst eine Kundgebung zum Ukraine-Krieg.

Gleich vier Kundgebungen und Demonstrationen sind für diesen Samstag in den Quadraten angemeldet. Neben dem zweiten Jahrestag des Überfalls Russlands auf die Ukraine steht dabei wieder der Krieg in Nahost im Mittelpunkt. So ist es neben einer pro-palästinensischen Demonstration auch eine Solidaritätskundgebung für Israel angekündigt. Wie auch schon in den vergangenen Wochen verweist eine Sprecherin der Polizei darauf, dass Versammlungen in diesem Zusammenhang in Mannheim bislang „weitestgehend störungsfrei“ verlaufen sind. Auch lägen derzeit keine „konkreten Hinweise auf Gefährdungen oder Störungen“ vor.

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Um 11.30 Uhr gibt es auf dem Paradeplatz zunächst eine Kundgebung zum Ukraine-Krieg. Die Organisatoren rufen „statt Waffenlieferungen und Eskalation“ zu „Deeskalation, Abrüstung und Demilitarisierung auf beiden Seiten“ auf. Angemeldet ist die Kundgebung laut einer Sprecherin der Versammlungsbehörde bis 13.30 Uhr.

Nicht nur in Mannheim soll am Samstag demonstriert werden

Von 13.30 Uhr an rufen pro-palästinensische Gruppen zu einem Demonstrationszug durch die Innenstadt auf. Unter dem Motto „Stoppt die Besatzung - stoppt den Genozid“ fordern die Veranstalter unter anderem ein freies Palästina und ein Ende der Bombardierung Gazas. Die Demonstration beginnt am Alten Meßplatz und verläuft über die Kurpfalzbrücke, die Breite Straße und die Planken über den Friedrichsring, die Fressgasse, die Breite Straße/Kurpfalzstraße bis zum Ehrenhof des Schlosses. Angemeldet ist die Demonstration bis 17.30 Uhr. Auch in anderen Städten im Südwesten soll am Samstag unter diesem Motto demonstriert werden.

Währenddessen beginnt um 14.30 Uhr eine „Solidaritätskundgebung für Israel“ auf dem Paradeplatz. Die Organisatoren solidarisieren sich „uneingeschränkt mit Israel und der israelischen Bevölkerung. Das Existenzrecht und das Selbstverteidigungsrecht Israels sind für uns unantastbar. Israel hat jedes Recht, sich zu verteidigen und seine Bürger zu schützen“.

Die Versammlung soll auf der zum Stadthaus liegenden Seite des Paradeplatzes stattfinden - während der pro-palästinensische Demonstrationszug auf der Plankenseite entlang verläuft. Die Polizei werde mit „starken Kräften“ vor Ort sein, teilt die Sprecherin mit.

Demos in Mannheim: Umleitungen im Nahverkehr

Um 16.30 Uhr soll indes eine Menschenkette vom Paradeplatz zum Marktplatz die Solidarität mit der Ukraine ausdrücken, teilt die Sprecherin der Versammlungsbehörde mit. Laut Veranstalter sollen dazu Taschenlampen oder LED-Kerzen mitgebracht oder Lampen von Smartphones genutzt werden. An die Menschenkette schließt sich um 17 Uhr eine Kundgebung auf dem Marktplatz an, zu der unter anderem Oberbürgermeister Christian Specht (CDU) und der evangelische Dekan Ralph Hartmann erwartet werden.

Die RNV teilt unterdessen mit, dass es zwischen 13.30 und 17.30 Uhr im Bereich der Planken und der Breiten Straße zu Umleitungen der Bahnlinien 1, 2, 3, 4/4A, 5, 6/6A und 7 sowie der Buslinien 53 und 61 kommt.

Man gedenke nicht nur den Opfern der Terrorattacke der Hamas vom 7. Oktober 2023, sondern „auch der unschuldigen zivilen Opfer im Gazastreifen, darunter auch Frauen und Kinder und wir appellieren an alle Verantwortlichen, die Zivilbevölkerung bestmöglich zu schützen“, heißt es weiter. „Die Hamas könnte den Krieg sofort beenden, indem die Geiseln freigelassen und die Waffen niedergelegt werden.“ Angemeldet ist die Kundgebung bis 15.30 Uhr.