Warum der Weinheimer Pianist Stephan Bried WIRKLICH in der Fußgängerzone Musik gemacht hat
Am Mittwochnachmittag baut Stephan Bried in der Fußgängerzone ein Keyboard auf und musiziert. Warum? Das hat er WNOZ verraten. Ums Geld ging es ihm jedenfalls nicht.
Was tut ein etablierter Pianist und leidenschaftlicher Musiker, wenn er Lust auf einen Nachmittag Straßenmusik hat - die Ehefrau aber ein Veto einlegt? Weil die Weinheimer Klatschbasen denken könnten, er hätte Geldsorgen. Der Weinheimer Pianist Stephan Bried hat sich elegant aus der Affaire gezogen. Und zwar so:
Am Mittwochnachmittag stellte er sein Keyboard vor der Commerzbank auf und spielte drauflos. Links neben seinem Instrument stand natürlich, was ein Straßenmusikant so aufstellt: ein Köfferchen, in das die Passanten Kleingeld werfen konnten. Verziert war der "Hut" mit einem Schild "Für einen Segeltörn mit meiner Frau in Dänemark", daneben zwei Fotos, das Bried und seine Frau auf einem Segelboot zeigt.
Im Gespräch mit WNOZ verriet Bried augenzwinkernd und natürlich nicht ganz ernst gemeint: "Eigentlich hatte ich einfach nur Lust, mal wieder Straßenmusik zu machen. Meine Frau war dagegen, nicht, dass es heißt, wir hätten finanzielle Sorgen. Also dachte ich mir: Wenn von einem Segeltörn die Rede ist, dann zeigt das ja schon, dass wir nicht knapp bei Kasse sind."
Da Bried in Weinheim sehr bekannt ist, sein Studio für Klavierunterricht liegt ja auch am Dürreplatz, kam er aber sowieso nicht viel zum Spielen. Viele Bekannte kamen vorbei und hielten ein Pläuschchen. Ob die Ausbeute für einen Segeltörn reicht? Man wird sehen. Ansonsten muss er eben noch einmal spielen.