Weinheim: Brennender Gully und zugeparkte Straße
Die Weinheimer Brandschützer werden zu einem brennenden Gully alarmiert. Auf dem Rückweg entdecken sie ein weiteres Probblem.
Weinheim. Einsatzkräfte der Weinheimer Feuerwehr sind am Sonntagabend gegen 18 Uhr in die Kurze Straße zu einem brennenden Gully ausgerückt. Wie die Brandschützer mitteilten, konnte der kleine Brand glücklicherweise schnell gelöscht werden. Nach ersten Erkenntnissen war vermutlich ein Knallkörper die Ursache.
Obwohl dies auf den ersten Blick harmlos erscheinen mag, verbergen sich erhebliche Risiken hinter solchen Aktionen. In der Kanalisation können dadurch leicht entzündliche Faulgase entstehen, unter anderem Methan. Gelangt anschließend eine Zündquelle in den Gully, kann es zu einer Verpuffung oder im schlimmsten Fall zu einer Explosion kommen. Hier blieb es bei einem begrenzten Schaden. Zudem ist Böllern außerhalb der SIlvesternacht nicht erlaubt und kann gefährliche Folgen haben.
Problem in der Wilhelmstraße
Nach dem Einsatz wurde allerdings ein weiteres Problem deutlich. In der Wilhelmstraße war die Durchfahrt für Einsatzfahrzeuge stark eingeschränkt. Mehrere Fahrzeuge parkten so, dass das Löschfahrzeug nur mit großem Aufwand und viel Fingerspitzengefühl passieren konnte. Für den Einsatz in der Kurzen Straße hatte das keine direkten Auswirkungen, da sich das Fahrzeug bereits auf der Rückfahrt befand. In einer akuten Notlage sieht die Lage aber anders aus. Feuerwehr und Rettungsdienst benötigen für Löschfahrzeuge und Rettungswagen eine freie Durchfahrtsbreite von mindestens drei Metern. Wird diese unterschritten, geht wertvolle Zeit verloren. Im schlimmsten Fall kommen die Einsatzfahrzeuge gar nicht mehr weiter.
Die Polizei Weinheim war ebenfalls vor Ort und nahm den Sachverhalt auf. (sig)