Weinheim: Gebühren für Kinderbetreuung sollen kräftig steigen
Verwaltung schlägt höhere Betreuungsgebühren vor. Gesamtelternbeirat appelliert an Weinheimer Stadträte, die Erhöhung abzulehnen.
Weinheim. Der Weinheimer Gesamtelternbeirat (GEB) der Kindertageseinrichtungen hat in einer Stellungnahme an die Stadträte appelliert, die von der Verwaltung vorgeschlagene Erhöhung der Betreuungsgebühren abzulehnen. Das Thema steht am Mittwoch, 9. April, auf der Tagesordnung des Gemeinderates, der sich um 18 Uhr zur öffentlichen Sitzung im Rathaus (Schloss, Eingang D) trifft.
Laut Sitzungsvorlage sollen die Betreuungsgebühren ab dem 1. September 2025 um sieben Prozent steigen. Bei der Ferienbetreuung wären es sogar zehn Prozent. Dagegen regte sich bereits Widerstand im Kinder- und Jugendbeirat, der sich Ende März gegen die vorgeschlagene Gebührenhöhe aussprach.
Der GEB hat ausgerechnet, was das für eine Familie mit einem Kind in der Krippe und einem im Kindergarten bedeuten würde: Die Familie müsste monatlich 514 Euro (verlängerte Öffnungszeit) beziehungsweise 795 Euro (für Ganztagsbetreuung) zahlen. Hinzu kämen noch Verpflegungskosten von 60 bis 80 Euro. „Das ist weder familienfreundlich, noch leistet es einen Beitrag zur Gleichstellung“, heißt es in der Stellungnahme des GEB. Es sei auch nicht akzeptabel, eine höhere Kostendeckungsrate anzustreben, um auf Kosten von Familien Haushaltslöcher zu stopfen.