Viktor-Dulger-Bad

Weinheim-Hohensachsen bekommt das „modernste Hallenbad der Region“ 

Die Sanierungsarbeiten des Hohensachsener Viktor-Dulger-Bads werden teurer als gedacht. Ab wann Kinder im bald „modernsten Schwimmbad der Region“ wieder schwimmen lernen können.

Ortsvorsteherin Monika Springer und die beiden Projektleiter der Firma Fritz, Fawzi Scheib und Maximilian Reichle (von links), freuen sich über die Fortschritte bei der Sanierung des Viktor-Dulger-Bads. Foto: Fritz Kopetzky
Ortsvorsteherin Monika Springer und die beiden Projektleiter der Firma Fritz, Fawzi Scheib und Maximilian Reichle (von links), freuen sich über die Fortschritte bei der Sanierung des Viktor-Dulger-Bads.

Weinheim. Seit September 2024 laufen die Sanierungsarbeiten am Viktor-Dulger-Bad im Weinheimer Ortsteil Hohensachsen auf Hochtouren. Nun steht fest, wann das Projekt abgeschlossen sein soll und Badegäste endlich wieder ins Wasser dürfen: Wenn alles nach Plan verläuft – und aktuell sieht es danach aus –, wird das Hallenbad im Oktober wieder seine Türen öffnen. Seit dem 8. Juli 2024 ist es für die Sanierung geschlossen.

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Hier können Kinder aus Weinheim bald wieder schwimmen lernen. Foto: Fritz Kopetzky
Hier können Kinder aus Weinheim bald wieder schwimmen lernen.

„Wir liegen voll im Zeitplan“, betont Fawzi Scheib von der Fritz Planung GmbH aus Bad Urach, dem Unternehmen, das die planerische Gesamtkoordination übernimmt. Die Sanierung des Bades kostet rund 8,5 Millionen Euro. Nach 50 Jahren kontinuierlicher Reparaturen und Fassadenerneuerungen gab der Gemeinderat am 13. Dezember 2023 grünes Licht für die umfassende Modernisierung. Ursprünglich war in einer Machbarkeitsstudie von Sanierungskosten in Höhe von etwa sechs Millionen Euro die Rede. „Damals wurde jedoch der Anschluss der technischen Sanierung der angrenzenden Sporthalle sowie die Umstellung auf eine energieeffiziente Versorgung nicht berücksichtigt“, erklärt Peter Zschippig von der Hochbauabteilung der Stadt die Kostensteigerung.

„Modernstes Schwimmbad der Region“

Nach Abschluss der Arbeiten wird das Viktor-Dulger-Bad nach Einschätzung der Planer das „modernste Schwimmbad der Region“ sein. Zahlreiche technische und bauliche Neuerungen tragen dazu bei: Die Badewasser- und Lüftungstechnik wird komplett erneuert, während die Wärmeerzeugung künftig über Wärmepumpen erfolgt. Ergänzt wird dieses System durch eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 100 kWp, die im Sommer das gesamte Bad sowie die angrenzende Turnhalle mit Strom versorgen kann. Zusätzliche Energieeinsparungen werden durch den Einbau effizienter LED-Beleuchtung erzielt. Auch die Barrierefreiheit wurde umfassend berücksichtigt – sowohl im neugestalteten Umkleidebereich als auch bei den sanitären Anlagen und dem Beckenzugang. Trotz der vollständigen Auskleidung mit Edelstahl bleibt die ursprüngliche Beckentiefe von 4,80 Metern erhalten. Den Auftrag für diese Spezialarbeiten erhielt ein Unternehmen aus Österreich. Die Vergabe der Bauleistungen ist weit fortgeschritten: Nach Angaben der Architekten sind bereits 90 Prozent der Aufträge vergeben, was eine hohe Kostensicherheit gewährleistet. Darüber hinaus können Fördermittel in sechsstelliger Höhe beantragt werden. Bezuschusst werden unter anderem die energieeffiziente LED-Beleuchtung, eine moderne Raumluftanlage sowie die energetische Optimierung des Gebäudes nach dem Effizienzhaus-70-Standard, das rund 30 Prozent weniger Energie verbraucht als ein vergleichbarer Neubau nach aktuellem Gebäudeenergiegesetz.

Im Hohensachsener Viktor-Dulger-Bad laufen derzeit die Rückbauarbeiten auf Hochtouren. Foto: Michael Callies
Im Hohensachsener Viktor-Dulger-Bad laufen derzeit die Rückbauarbeiten auf Hochtouren.

Das Bad, für dessen Sanierung sich viele Familien in Hohensachsen engagierten, dient zahlreichen Schulen der Ortsteile als Schwimmstätte. Der Betreiberverein Aquafun hat sich in den vergangenen Jahren einen erstklassigen Ruf erworben. Gemeinsam mit Ortsvorsteherin Monika Springer ist im Oktober ein großes Einweihungsfest geplant. Bis dahin dauert es noch etwas, doch schon jetzt lässt sich abschätzen, wann die rund 625.000 Liter Wasser – das entspricht etwa 3.700 gut gefüllten Badewannen – ins Becken fließen werden.