Weinheim: Neue Buslinie verbessert Erreichbarkeit von Ritschweier
Die neue Linie 636 bindet den Weinheimer Ortsteil Ritschweier erstmals direkt an die Bahn an. Start ist bereits am kommenden Wochenende.
Weinheim. Mit dem Wechsel zum Sommerfahrplan am 15. Juni nimmt die neue Linie 636 ihren Betrieb in Weinheim auf. Wie der Verkehrsverbund Rhein-Neckar mitteilte, verbindet die Ringlinie Großsachsen, Hohensachsen, Ritschweier sowie die Haltestellen Lützelsachsen Bergstraße (OEG) und den DB-Bahnhof Lützelsachsen. Damit wird Ritschweier zum ersten Mal direkt mit der Schiene verbunden sein.
Die Kleinbuslinie fährt montags bis freitags von 6 bis 19 Uhr und samstags von 7 bis 17 Uhr im Stundentakt. Durch den regulären Verkehr ist daher samstags kein Vorbestellen vom Ruftaxi mehr nötig. Der Ruftaxi-Fahrplan wird entsprechend angepasst.
Umstellung auf Kleinbus noch dieses Jahr geplant
Aufgrund der aktuell schlechten Verfügbarkeit von Kleinbussen wird die Linie 636 zunächst mit normalen Solofahrzeugen bedient. Die Umstellung auf den neuen Kleinbus soll aber noch in diesem Jahr erfolgen.
Auch Landrat Stefan Dallinger begrüßt das neue Angebot: „Mit der neuen Linie 636 verbessern wir die Mobilität im ländlichen Raum spürbar.“ Es sei ein starkes Signal für die Ortsteile und ein Beleg für die enge Zusammenarbeit zwischen Landkreis, Kommunen und Verkehrsverbund. Besonders Ritschweier profitiere künftig von einer besseren Erreichbarkeit – und das auch am Wochenende.
Neben der neuen Linie erfolgt auch bei den Linien 632 und 632 A eine gezielte Anpassung. Sie verkehren künftig bis Hohensachsen Anetplatz anstelle von Ritschweier. Durch die reduzierte Fahrzeit kann einerseits der Bahnhof in Laudenbach am nördlichen Linienende bedient werden, andererseits profitiert die Betriebsstabilität der beiden Linie.
Abgestimmte Umstiege und mehr Zuverlässigkeit
Das Nahverkehrsangebot um Weinheim wird durch das neue Konzept nicht nur erweitert, sondern auch besser aufeinander abgestimmt. Die Linie 636 ist auf die Abfahrtszeiten der RNV-Linie 5 ausgelegt und erlaubt kurze Umstiege zu den Linien 632/632 A sowie zur OEG und zum Regionalverkehr Richtung Mannheim, Heidelberg und Frankfurt. Die bisher bestehenden Schulfahrten der Linie 635 bleiben vollständig erhalten.
„Die Linie 636 ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort maßgeschneiderte Lösungen für die Mobilitätswünsche der Bürgerinnen und Bürger entwickeln“, so VRN-Geschäftsführer Dr. Michael Winnes über die Bedeutung der Neuerung. Mit dem Angebot werde der öffentliche Nahverkehr für die Menschen in Ritschweier und Umgebung attraktiver und zukunftsfähiger – und das ganz im Sinne einer nachhaltigen Mobilitätsentwicklung. (sig)