Weinheim

Weinheimer Windeckplatz: Statt des Aufzugs fährt nun ein Bus

Außer Betrieb: Der Aufzug am Windeckplatz ist mal wieder nicht funktionstüchtig. Diesmal jedoch für mehrere Monate. Jetzt hat die Stadt einen Plan B aus dem Ärmel geschüttelt.

Außer Betrieb: Der Aufzug am Windeckplatz ist für mehrere Monate nicht funktionstüchtig. Foto: Verena Müller
Außer Betrieb: Der Aufzug am Windeckplatz ist für mehrere Monate nicht funktionstüchtig.

Nanu, was ist denn schon wieder mit dem Aufzug am Windeckplatz los? Der Fahrstuhl, der die Weinheimer Fußgängerzone mit der Schlossbergterrasse verbindet, macht einen fiesen Eindruck. Ein Bauzaun steht vor dessen Eingang, der mit einer Holzplatte und -Brettern vernagelt ist. Hier scheint demnächst niemand die Treppe zu umgehen.

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Beim Rathaus nachgefragt

Eine Anfrage beim Rathaus bestätigt diese Befürchtung: "Der Personenaufzug bleibt bis auf Weiteres außer Betrieb", erklärt Sprecher Roland Kern. Bei einem Rettungseinsatz habe die Feuerwehr die Tür aufbrechen müssen; eine neue Tür werde aber erst nach mehrmonatiger Lieferzeit montiert werden können, wie die Fahrstuhl-Firma jetzt der Stadt mitgeteilt habe.

Die Wichtigkeit der barrierefreien Verbindung zwischen der Fußgängerzone und der Schlossbergterrasse sei der Stadt bewusst. "Übrigens für Bewohner auf beiden Seiten der Grundelbachstraße. Denn viele ältere Menschen erledigen ihre täglichen Einkäufe beim REWE-Markt." Die Stadt habe die im Moment beste Lösung gesucht – und gefunden!

Für ältere Mitbürger

Die Antwort ist ein Gemeinschaftsprojekt zwischen Stadt und Lebenshilfe. Ab Montag, 20. November, richtet die Lebenshilfe im Auftrag der Stadt einen täglichen Shuttle-Bus-Verkehr zwischen der Straße am Schlossberg (am Seniorenheim Sankt Barbara) und der Fußgängerzone ein. „Wir haben etliche Bewohner, die eingeschränkt mobil sind und gerne zum Einkaufen und für Erledigungen in die Stadt gehen, das gibt ihrem Leben auch Struktur und Inhalt“, erklärte Heimleiterin Mevla Pektas.

Testpiloten bei einer Probefahrt waren Udo Wolf, Leiter des Weinheimer Tiefbauamtes, seine Mitarbeiterin Jessica Funder, Mark Lucht von der Verkehrsbehörde im Bürger- und Ordnungsamt, Anna Dreißigacker, die bei der Stadt für das Thema „Demografischer Wandel“ zuständig ist sowie Mevla Pektas vom Seniorenheim. Foto: Stadt Weinheim
Testpiloten bei einer Probefahrt waren Udo Wolf, Leiter des Weinheimer Tiefbauamtes, seine Mitarbeiterin Jessica Funder, Mark Lucht von der Verkehrsbehörde im Bürger- und Ordnungsamt, Anna Dreißigacker, die bei der Stadt für das Thema „Demografischer Wandel“ zuständig ist sowie Mevla Pektas vom Seniorenheim.

Der Seniorenbus hält in etwa vor dem Eingang der Weinheim Galerie in der Hauptstraße. Das hat den Vorteil, dass die Kleinbusse ohne zu wenden wieder am Dürreplatz auf die Hauptstraße fahren können. Dort können Passagiere aussteigen - aber auch einsteigen -, um in umgekehrter Richtung zurück zum Pflegeheim und zum Supermarkt mitgenommen zu werden. Der Pendelbus wird ab dem 20. November dann bis auf Weiteres täglich von Montag bis Freitag zwischen 10 Uhr und 12 Uhr permanent einen Rundkurs zwischen den drei Haltepunkten fahren. Das heißt, es gibt keinen festen Fahrplan.

Im Zehn- bis Fünfzehn-Minutentakt

Die Strecke macht es aber möglich, dass der Bus an den jeweiligen Stationen etwa alle zehn bis 15 Minuten ankommt, um Leute mitzunehmen oder abzusetzen. Die Busse sind groß genug, um auch Rollatoren und andere Gehhilfen verstauen zu können. Die Fahrer der Lebenshilfe sind beim Ein- und Aussteigen behilflich. Die Busfahrten sind für die Passagiere kostenlos. Einfach hingehen und einsteigen!