Weltkriegsgranate in Heddesheim auf Feld gesprengt
Gefährliche Situation: Ein Supermarkt, eine Drogerie sowie drei Wohnhäuser mussten evakuiert werden.
Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage wurde in Heddesheim eine Panzersprenggranate kontrolliert gesprengt. Das Geschoss wurde auf einem Acker nördlich von Heddesheim entdeckt. Bereits am Sonntagvormittag wurde der Polizei in Ladenburg von einem Sondengänger der Fund der Panzergranate gemeldet. Der Sondengänger war bereits am Sonntag kurz nach 10 Uhr mit seinem Metallsuchgerät im Gewann Becherbruch unterwegs. Die Granate wurde zunächst gesichert und markiert.
Das Besondere am Fundort war die Lage der Granate: Sie befand sich direkt unter einer Hochspannungsleitung und in der Nähe einer Gasleitung. Daher konnte sie nicht unmittelbar an Ort und Stelle gesprengt werden.
"Sehr gefährliche Situation"
Stattdessen musste Alexander Geiselhart vom Kampfmittelbeseitigungsdienst die Granate etwa 40 Meter weit zu einem sicheren Sprengplatz tragen. "Die Situation war für uns besonders gefährlich, da die Granate mit einem vorgespannten Zünder ausgestattet war. Es war unklar, in welchem Zustand sich der Zünder befand", erklärte Geiselhart.
Zur Sicherheit wurde ein Sperrbereich von 150 Metern eingerichtet. Ein Supermarkt, eine Drogerie sowie drei Wohnhäuser mussten evakuiert werden. Außerdem wurden die K4236 und mehrere Feldwege im Umfeld des Fundorts gesperrt. Um 12.06 Uhr konnte die Panzersprenggranate erfolgreich gesprengt werden, und alle Sperrungen wurden daraufhin aufgehoben.