Verkehr

Weschnitztalbahn kollidiert bei Reisen mit Lkw

Glück im Unglück hatten heute Morgen alle Beteiligten, die in den Zusammenstoß am Bahnübergang in Richtung Mörlenbach involviert waren. Die Bahnstrecke bleibt wohl vorerst gesperrt.

Der Unfall ereignete sich am unbeschrankten Bahnübergang in Richtung Mörlenbach, direkt neben der Landstraße nach Mumbach. Foto: Stefan Jünger
Der Unfall ereignete sich am unbeschrankten Bahnübergang in Richtung Mörlenbach, direkt neben der Landstraße nach Mumbach.

Viele Schutzengel waren heute Morgen am Bahnübergang in Richtung Mörlenbach unterwegs, als es zu einem Unfall zwischen einem Lkw und der Weschnitztalbahn kam. Wie Feuerwehr und Bundespolizei bestätigten, wurden die Einsatzkräfte über den Zusammenstoß gegen 8.38 Uhr informiert.

WNOZ WhatsApp-Kanal

Die Weinheimer Nachrichten und Odenwälder Zeitung auf WhatsApp! Aktuelle Nachrichten aus deiner Region. Die Top-Themen jeden Mittag frisch auf dem WhatsApp-Kanal.

Impressum

Vor Ort stellten die Feuerwehren aus Birkenau, Reisen und Nieder-Liebersbach fest, dass sich der Lkw-Fahrer aus dem Fahrzeug bereits selbst befreit hatte. Nach Angaben des Birkenauer Einsatzleiters Florian Schneider hatte er eine Platzwunde erlitten und wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Glücklicherweise befanden sich während des Zusammenpralls nur zwei Fahrgäste im Zug. Sie und der Lokführer blieben unverletzt, wie ein Sprecher der Bundespolizei bestätigte.

Schienen und Gleisbett beschädigt

Aktuell laufen die Aufräumarbeiten an dem unbeschrankten Bahnübergang, der sich direkt am Ortsausgang in Richtung Mumbach befindet. Mittlerweile wurde der schwer beschädigte Zug zurückgesetzt und dabei festgestellt, dass aus dem Lkw Betriebsstoffe auslaufen. Die Feuerwehr kümmerte sich darum, während die Mitarbeiter der Deutschen Bahn ein weiteres Problem bemerkten: Durch den Unfall wurden die Schienen und das Gleisbett tatsächlich so sehr beschädigt, dass die Strecke vorerst gesperrt bleiben wird. Wann und wie schnell die Beschädigungen behoben werden können, ist noch unklar. Seit 10 Uhr gibt es einen Schienenersatzverkehr, der kurzfristig organisiert wurde.

Das ging glimpflich aus: Nur der Lkw-Fahrer wurde leicht verletzt, da er sich eine Platzwunde am Kopf zuzog. Foto: Feuerwehr Reisen
Das ging glimpflich aus: Nur der Lkw-Fahrer wurde leicht verletzt, da er sich eine Platzwunde am Kopf zuzog.

Wie es zu dem Zusammenstoß kam, ist einem Sprecher der Bundespolizei zufolge Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Es werde unter anderem geklärt, wie schnell der Zug an dieser Stelle war - erlaubt seien 60 Kilometer pro Stunde - und weshalb der Lkw auf den Gleisen stand. Es war auch ein Polizeihubschrauber vor Ort, um Luftaufnahmen von der Unfallstelle zu machen.