Handball

Nach dem Krimi gegen Oppenweiler will Leutershausen nachlegen

Die SGL gastiert am Samstagabend bei Zweitliga-Absteiger Wölfe Würzburg. Das Momentum liegt zwar aufseiten der Heisemer, doch der Respekt voreinander ist groß.

Kreisläufer Niklas Krämer ist krank und wird die Reise nach Würzburg am Samstag wohl gar nicht erst antreten. Foto: Marco Schilling
Kreisläufer Niklas Krämer ist krank und wird die Reise nach Würzburg am Samstag wohl gar nicht erst antreten.

Die Energie und die Motivation aus dem spektakulären 31:27-Heimsieg gegen den HC Oppenweiler/Backnang nach Würzburg mitnehmen – das wäre die Idealvorstellung von Thorsten Schmid, Trainer von Handball-Drittligist SG Leutershausen, vor dem Duell beim Tabellenachten am Samstagabend, 10. Februar (19.30 Uhr).

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Denn einfach wird das Auswärtsspiel bei den Franken keineswegs. „Das wird wirklich schwierig, gerade zuhause spielen die Wölfe mit einem sehr hohen Tempo“, weiß Schmid. Mit Steffen Kaufmann, der ursprünglich vom Zweitligisten TV Großwallstadt kommt, habe das Wolfsrudel einen sehr starken Mann; „ein überragender Spieler, der das Spiel lenkt und immer torgefährlich ist“, sagt der Trainer.

Würzburg will Fehlstart verhindern

Die Würzburger sind in der vergangenen Saison aus der 2. Liga abgestiegen, haben aber einige Spieler mit Zweitliga-Niveau halten können. Nach zwei sehr knappen Niederlagen in Kornwestheim und bei den Junglöwen (in Kronau) zum Jahresstart wollen die Wölfe in der heimischen tectake Arena endlich wieder punkten.

Die SGL will dies nach dem Krimi vom vergangenen Samstag natürlich auch, längst nicht alle Spieler befinden derzeit allerdings in Topform. Kreisläufer Niklas Krämer ist krank und wird vermutlich gar nicht mitfahren und Kevin Bitz ist ebenso wie Lucas Bauer angeschlagen. „Hinter beiden Spielern steht noch ein Fragezeichen“, so Schmid.

Nicht auf die Schlussphase verlassen

Mit dieser personellen Situation sei es schwierig, auf die variablen Abwehrsysteme der Gegner zu reagieren. „In jedem Fall müssen wir diesmal das ganze Spiel über alles reinbringen, was wir haben und nicht erst in den letzten Minuten zur Hochform auflaufen“, schmunzelt der Coach.

Zur Erinnerung: Das Spiel gegen Oppenweiler/Backnang drehten die Roten Teufel erst in der Schlussphase, zur Pause hatte die Schmid-Sieben noch mit fünf Toren zurückgelegen. Sollten Schmids Vorgaben diesmal aber von Beginn an umgesetzt werden, wäre es durchaus möglich, dass die Heisemer wieder etwas Zählbares einfahren.

Hinspiel endete 35:28 für die SGL

Das wissen auch die Würzburger – zumal sie im Hinspiel in der Heinrich-Beck-Halle ihre bislang höchste Saisonniederlage kassierten (28:35). „Das sind die Spiele, für die man Leistungssportler wird oder Leistungssportler ist“, sagt Wölfe-Coach Johannes Heufelder.

Und weiter: „Ich glaube, dass das Momentum natürlich gerade bei unseren Gästen liegt, nach dem sie den Tabellenführer aus Oppenweiler entthront haben. Wir wollen aber mit unseren Fans im Rücken, dieses Momentum mit allen Mitteln auf unsere Seite ziehen, und dann unsere Heimserie weiter ausbauen.“

Blick auf die Tabelle täuscht

Der Blick auf die Tabelle täuscht unterdessen nach wie vor, denn noch immer fehlen der SGL insgesamt drei Spiele. Mit 22:8 Punkten liegt Leutershausen zwar derzeit „nur“ auf dem sechsten Tabellenplatz, die Roten Teufel haben aber nur einen Minuspunkt mehr als der Spitzenreiter HSG Konstanz.

Der Anschluss an die Tabellenspitze ist also da. „Ein Sieg wäre schon wichtig, um uns ganz deutlich unter den ersten vier in der Staffel Süd der 3. Liga festzusetzen“, lautet der Wunsch des Trainers. feh/fran