Tischtennis

TTC 1946 Weinheim behauptet Platz eins

Die Bundesliga-Damen ergattern am Doppelspieltag einen Sieg in Böblingen und ein Remis in Dachau. Das reicht, um die Tabellenführung zu verteidigen.

Mateja Jeger sorgte in Böblingen für den sechsten Punkt des TTC 1946 Weinheim. Durch den Sieg am Sonntag und das Unentschieden in Dachau am Samstag verteidigten die Weinheimerinnen Platz eins in der Bundesliga. Foto: Philipp Reimer Fotografie
Mateja Jeger sorgte in Böblingen für den sechsten Punkt des TTC 1946 Weinheim. Durch den Sieg am Sonntag und das Unentschieden in Dachau am Samstag verteidigten die Weinheimerinnen Platz eins in der Bundesliga.

Die Spitzenteams der ersten Tischtennis-Bundesliga der Damen spielten am Samstag allesamt Unentschieden, wodurch sich an der Tabelle auch kaum etwas änderte. Berlin und Langstadt trennten sich Remis, und auch zwischen dem TSV Dachau und dem TTC 46 Weinheim gab es letztlich keinen Sieger.

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In dieser hochdramatischen Partie mit überraschenden Spielergebnissen wechselte das Spielglück so häufig, dass die Punkteteilung dann doch ein gerechtes Ergebnis war. In den Doppeln gab es schon mal ein 1:1: Die Dachauer Spitzenspielerinnen Sabine Winter und Yangzi Liu ließen Bruna Takahashi und die nach ihrer Knieverletzung doch wieder einsatzbereite Mateja Jeger nicht zur Entfaltung kommen und siegten 3:0. Nebenan konnten sich Yuan Wan und Sophia Klee gegen Alina Nikitchanka/Tin-Tin Ho die beiden ersten Durchgänge sichern, mussten dann aber den Ausgleich zulassen, bevor sie doch mit 11:5 den Entscheidungssatz buchten.

Duell der Nationalspielerinnen

Im Duell zwischen Yuan Wan und Sabine Winter, den beiden Nationalmannschaftskolleginnen für die WM in Korea, hatte die Dachauerin nach 0:1 und 2:1 im vierten Satz einen Matchball, aber Wan holte sich diesen Durchgang noch. Im Entscheidungssatz sah es für sie zunächst ganz düster aus, als Winter auf 7:3 davonzog. Aber Wan kam über 6:8 auf 9:8 doch noch zu einem 11:9 und damit zum Spielausgleich – 2:2.

Im hinteren Paarkreuz ging es ganz schnell. Sophia Klee gegen Tin-Tin Ho und Daria Trigolos gegen Alina Nikitchanka ließen überhaupt nichts anbrennen und siegten jeweils glatt mit 3:0. Und als danach im Spitzenspiel auch Bruna Takahashi gegen Sabine Winter nach drei Durchgängen als Siegerin feststand, war beim 5:2 schon mal ein Zähler gesichert.

Yuan Wan verpasst die Entscheidung

Den zweiten zum 6:2 hatte Yuan Wan gegen Yangzi Liu auf dem Schläger. Nach 2:2 Sätzen legte sie im Schlusssatz los wie die Feuerwehr und führte 8:1 und 9:3; dann aber gab es acht Punkte in Folge für Liu und schließlich ein 10:12.

Immer noch hatte man aber Hoffnung auf einen Gesamtsieg, hatte doch das Duo im hinteren Paarkreuz die ersten Spiele überragend gewonnen. Daria Trigolos unterlag aber mit 1:3 gegen Tin-Tin Ho. Und auch Sophia Klee konnte ihre 2:0-Führung gegen Nikitchanka nicht in einen Sieg weiterführen. Somit reichte es in Dachau am Ende zu einem Zähler.

Der Sonntag brachte dann aber doch noch den erhofften doppelten Punktgewinn; und zwar beim SV Böblingen, der auf Rang sieben noch um die Teilnahme an den Playoffs kämpfen muss. Wieder einmal waren dabei die beiden gewonnenen Doppel zu Beginn der Türöffner. Takahashi und Trigolos ließen Gotsch/Quarg beim Dreisatzsieg überhaupt keine Chance, und auch für Yuan Wan und Sophia Klee sah es gegen Annett Kaufmann/Airi Avameri zunächst nach einem Spaziergang aus. Nach zwei klar gewonnenen Sätzen kam wieder der Ausgleich, schließlich hatten sie aber doch die Nase vorn.

Aufs hintere Paarkreuz ist Verlass

Die ersten Einzel gingen an die Gastgeber. Sowohl Qianhong Gotsch gegen Yuan Wan als auch Annett Kaufmann gegen Bruna Takahashi waren jeweils mit 3:1 erfolgreich zum Zwischenstand von 2:2. Aber auf das hintere Paarkreuz war Verlass, was zeigt, dass dieses Paarkreuz durchaus den Unterschied ausmachen kann. Mateja Jeger, diesmal in den Einzeln eingesetzt, beherrschte Nachrückerin Katrin Quarg überdeutlich, und Daria Trigolos setzte sich gegen Airi Avameri auch mit 3:1 durch.

Dass Bruna Takahashi mit der Abwehrkünstlerin Quianhong Gotsch gut zurechtkommt, bewies sie beim 3:0 und stellte damit schon auf 5:2. Eindeutig zugunsten von Annett Kaufmann ging das Duell mit Yuan Wan beim 3:0 aus. Die Entscheidung zum Weinheimer Sieg fiel durch den 3:1-Sieg von Mateja Jeger gegen Avameri.

Die drei Zähler des Wochenendes lassen den TTC 46 weiterhin die Führung behalten, die dann am 3.3. in Kolbermoor verteidigt werden muss. Eine Warnung sollte jedoch deren 6:0 gegen Langstadt vom Sonntag sein. hol