Handball

Bezirksoberliga: HSG Fürth/Krumbach erfüllt ihre Pflicht

Die HSG Fürth/Krumbach landet in der Handball-Bezirksoberliga einen Pflichtsieg und die HSG Weschnitztal zeigt, dass sie einen Gang zulegen kann.

Torwart Swen Hebling zeigte bei der HSG Fürth/Krumbach eine starke Leistung. Archivbild: Fritz Kopetzky Foto: ZIP Import
Torwart Swen Hebling zeigte bei der HSG Fürth/Krumbach eine starke Leistung. Archivbild: Fritz Kopetzky

Den geforderten Pflichtsieg fuhren am Samstagabend die Bezirksoberliga-Handballer der HSG Fürth/Krumbach beim Schlusslicht TGB Darmstadt ein. Beim 28:18 (14:9) dominierten die Odenwälder, auch wenn ihr Trainer Stefan Eger insbesondere in der ersten Hälfte einige Nachlässigkeiten monierte: „Anfangs haben wir uns etwas schwergetan, haben viele technische Fehler produziert“, erkannte er.

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Aber nach dem 9:9 (24.) stabilisierte sich Fürth, zog mit einem 5:0-Lauf auf 14:9 zur Pause davon und ließ im zweiten Abschnitt auch nichts mehr anbrennen. Mit einem druckvollen Angriffsspiel aus einer nun wesentlich stabileren Deckung zogen die Odenwälder über 17:9 (34.) auf 20:11 (39.) davon und rückten damit die Kräfteverhältnisse zwischen Spitzenmannschaft und Tabellenletztem klar. Stefan Eger nutzte die Gelegenheit, munter durchzuwechseln. Das brachte zwar keinen Bruch, sorgte aber in der Offensive für den ein oder anderen Absprachefehler. „Das ist zu vernachlässigen“, findet der Trainer, dem eine andere Erkenntnis indes ganz wichtig war: „Unsere Abwehr steht.“

Als Fürth/Krumbach neun Minuten vor dem Ende erstmals mit zehn Toren führte (25:15), war das Spiel schon längst entschieden. „Es war eine solide Leistung“, fand Eger, der ein Sonderlob für Torhüter Swen Hebling parat hatte. Ebenso gefielen David Fischer und Sebastian Schott mit guter Angriffsleistung und vor allem bei Schott mit konsequenter Abwehrarbeit.

Jetzt gehen die Fürther in eine dreiwöchige Osterpause, ehe die letzten drei Partien anstehen. „Das sind noch einmal richtig interessante Spiele, die da auf uns warten“, freut sich Eger auf den Schlussspurt mit den beiden Derbys in Erbach und in Siedelsbrunn sowie dazwischen auf das Spitzenspiel in eigener Halle gegen die MSG Roßdorf/Reinheim.

HSG Fürth/Krumbach: Hebling, Henrik Richter - Beye (7), Lars Richter, Jäckel (5/1), Jaworski (1), Fischer (6), Schott, Kilian (2), Mink, Schuricht (2), Kaiser (5).

Tillmann Clemens führt Regie

TGS Pforzheim II - HSG Weschnitztal 19:32: Erst zäh, dann überzeugend war die Vorstellung der Verbandsliga-Handballer der HSG Weschnitztal beim 32:19 (16:13)-Erfolg beim Tabellenschlusslicht TGS Pforzheim II.

„Nach einer durchwachsenen Anfangsphase, als wir nicht umsetzen konnten, was wir eigentlich für dieses Spiel besprochen und trainiert hatten, konnten wir uns deutlich steigern“, bilanzierte HSG-Trainer Gerrit Fey nach der Partie. Bis zum 6:6 hielt Pforzheim mit und die Odenwälder konnten sich zu diesem Zeitpunkt sogar bei Torhüter Frederik Saul bedanken, dass sie nicht in Rückstand geraten sind. Auch beim 14:13 (24.) war es noch eng, ehe es Weschnitztal gelang, zur Pause auf drei Tore wegzuziehen. In der Pause gab es dann eine „saftige Ansprache“, so Fey.

Aus einer konzentrierten Deckung heraus, die in der gesamten zweiten Hälfte nur noch sechs Gegentreffer zuließ, setzte sich die HSG Tor um Tor ab und war spätestens beim 25:15 (44.) auf der Siegerstraße. „Diese Hälfte hat Spaß gemacht“, zog Gerrit Fey ein positives Fazit. „Wichtig war, dass wir gezeigt haben, dass wir den Schalter umlegen können.“

Eine ganz starke Vorstellung lieferte Tillmann Clemens auf der Spielmacherposition der Odenwälder ab. „Er hat sehr schön und sauber geleitet und die Mitspieler gut in Szene gesetzt“, lobte Fey. „Man hat heute wieder gesehen, was durch die Kombination aus Spaß, Mut und Emotionen möglich ist mit dieser Mannnschaft“, so der Trainer.

HSG Weschnitztal: Saul, Nils Heckmann - Mitrovic (7/1), Brehm, Majirsky (8), Postel, Clemens (4), Bohrmann (1), Niklas Zehrbach (2), Tim Zehrbach (3), Kraft, Wiegand (2), Lars Heckmann (5).

HSG Weschnitztal II - TV Schriesheim 15:30: Nach dem Aufwärtstrend der letzten Wochen gab es für Landesliga-Schlusslicht HSG Weschnitztal II im Derby gegen den TV Schriesheim wieder einen Rückschlag. „Spielerisch war das okay, aber wir haben es nicht geschafft, unsere Chancen zu verwerten und waren zudem in der Abwehr heute zu passiv“, gab HSG-Spieler David Wieder zu. Immerhin zeigten sich die beiden Torhüter Fabian Otte und Daniel Getrost in guter Verfassung und verhinderten eine noch deutlichere Niederlage. Nach dem 2:2 (5.) gerieten die Odenwälder schnell mit 3:9 (18.) ins Hintertreffen, beim Zehn-Tore-Rückstand zur Pause war die Partie bereits entschieden. Immerhin gelang es Weschnitztal, in der zweiten Hälfte etwas besser mitzuspielen, aber nach dem 11:22 (48.) wuchs der Rückstand bis zur Schlusssirene auf 15 Tore an.

HSG Weschnitztal II: Otte, Getrost - Ripper (4), Dörsam, Bürner (1), Schmitt, Lang, Thorsten Eckstein (4/1), Frömel, Jäger, Morr, Volz (3/1), Jochen Eckstein (2), Wieder (1). mep