Handball

Viele Fragezeichen bei der HSG Fürth/Krumbach

Wo die HSG Fürth/Krumbach wirklich in der Handball-Bezirksoberliga steht, kann Trainer Stefan Egner nicht sagen. Einige Spieler stehen jedenfalls erst mal nicht zur Verfügung.

Abwehrchef Lars Richter muss sich berufsbedingt bei der HSG Fürth/Krumbach eine Auszeit nehmen.    Bild: Fritz Kopetzky Foto: ZIP Import
Abwehrchef Lars Richter muss sich berufsbedingt bei der HSG Fürth/Krumbach eine Auszeit nehmen. Bild: Fritz Kopetzky

Wohin geht die Reise der HSG Fürth/Krumbach in der neuen Saison der Handball-Bezirksoberliga? Diese Frage weiß selbst ihr Trainer Stefan Eger derzeit nicht so recht zu beantworten. Der Grund: Seit Ende der vergangenen Spielzeit, als man Dritter wurde und sich eigentlich viel für die nächste Runde vorgenommen hatte, haben sich einige Personalien nicht so entwickelt, wie sich Eger das gewünscht hatte.

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„Wir stehen oft mit nur fünf, sechs Jungs im Training. Das ist nicht ideal“, hadert er und unterstreicht: „Wirklich große Ambitionen kann man so nicht haben.“ Grund für die dünne Besetzung sind einige unerwartete berufliche und private Entwicklungen bei Akteuren, die zu allem Überfluss zu den Leistungsträgern gehören.

Zwei echte Abgänge

So stehen mit Sebastian Schott und Mateusz Jaworski zwar nur zwei echte Abgänge auf dem Papier, die beide eine Pause eingelegt haben, aber mit Abwehrchef Lars Richter, der sich beruflich neu orientiert und daher eine Auszeit nimmt, Matthis Jäckel, der ein berufliches Praktikum in Stuttgart absolvieren muss, und Luca Kilian, der ein Referendariat in Gießen absolviert, stehen drei Spieler nur bedingt zur Verfügung. „Matthis und Luca können nur freitags mittrainieren, Lars wird wohl erst im Oktober wieder einsteigen und dann einen deutlichen Rückstand haben“, erläutert Stefan Eger.

Ebenfalls nur einmal pro Woche wird wohl der in Darmstadt wohnende und arbeitende Fabian Beye nach Fürth kommen, ähnlich wie Jascha Schuricht, der in Frankfurt arbeitet. Markus Koch wurde unlängst Vater und hat seine Prioritäten ebenfalls etwas verschoben. „Er kommt, wann immer es passt“, so der Coach. Bislang noch nicht im Training war Außenspieler Fabio Raabe. „Mit ihm stehen noch Gespräche aus, wie es weitergeht“, so der leidgeprüfte Übungsleiter Eger.

Doch immerhin machte der Trainer in den letzten Wochen trotz aller Rückschläge „einen guten Spirit“ bei seiner Mannschaft aus: „Diejenigen, die da sind, ziehen super mit. Da gibt es überhaupt nichts auszusetzen. Das hat ein bisschen was von einer Jetzt-erst-recht-Einstellung. Aber um sich hohe Ziele zu setzen, müsste die Trainingsbeteiligung einfach höher sein“, warnt Stefan Eger vor allzu großen Erwartungen. „Ich halte einen Platz im vorderen Mittelfeld für realistisch. Dafür muss unsere Qualität trotz allem reichen.“

Wo Fürth/Krumbach tatsächlich steht, das weiß aber auch Eger nicht einzuschätzen. Ein Testspiel gegen Laudenbach wurde gewonnen, ein weiteres gegen Griesheim wurde vom Gegner kurzfristig abgesagt. Jetzt steht noch ein Trainingslager an, in dessen Rahmen sich Mannschaft und Trainer noch einmal zusammensetzen und über die Situation sprechen wollen. Dabei geht es auch darum, ob noch Ergänzungen aus der zweiten Mannschaft ins Bezirksoberliga-Team eingebaut werden können. Die Qualität dazu sieht Eger bei einigen Akteuren. „Es ist einfach die Frage, ob die Jungs das dann auch wollen“, so der 33-jährige Bezirksoberliga-Coach.

Becker-Team ist der Favorit

Abseits der eigenen Vorbereitung ist sich Stefan Eger bei einem anderen Thema indes ganz sicher: Der Meisterfrage. „Da ist die MSG Roßdorf/Reinheim der haushohe Favorit. Sie werden mit weitem Abstand vorne weg marschieren“, ist er angesichts der namhaften Verstärkungen, auf die der neue Trainer und frühere Fürther Jens Becker zurückgreifen kann. „Vielleicht geben sie sogar gar keinen Punkt ab“, kann sich Stefan Eger vorstellen. mep

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