Der KSV Rimbach feiert seinen EM-Helden
Fast 100 Freunde, Vereinskameraden und Fans bereiten dem Bronzemedaillengewinner von Novi Sad, Felix Schmitt, in seinem Heimatort einen großen Empfang.
Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer: Unmittelbar nachdem sich Felix Schmitt vom KSV Rimbach am Samstag im serbischen Novi Sad die Bronzemedaille bei der Europameisterschaft der U17-Ringer erkämpft hatte, machten sich die Verantwortlichen des Vereins in der Heimat daran, dem erfolgreichen Schützling einen gebührenden Empfang zu bereiten.
Über die internen Social-Media-Gruppen, aber auch in zahlreichen Gesprächen untereinander wurden Fans, Freunde, Familienmitglieder und Vereinskameraden zusammengetrommelt. Ziel war es, den frisch gebackenen EM-Dritten schon am späten Montagnachmittag in größerer Runde zu beglückwünschen.
Leuchtende Kinderaugen
„Am Ende waren es bestimmt an die 100 Leute – von klein bis groß war alles vertreten. Die Leute kamen vor allem aus Rimbach, aber auch von den Vereinen aus der Nachbarschaft, was uns natürlich sehr gefreut hat“, berichtet der stellvertretende KSV-Vorsitzende Kai Schmitt. Besonders freute sich Schmitt aber über die vielen „leuchtenden Kinderaugen“, die zu Felix Schmitt förmlich aufschauten. Dass es den KSV-Verantwortlichen in der Kürze der Zeit dann auch noch gelungen war, mithilfe einer ortsansässigen Druckerei ein Banner anfertigen zu lassen, setzte dem Ganzen die Krone auf. „Einfach geil“, so Kai Schmitt.
Für ihn, den ersten Vorsitzenden Stefan Eckert sowie Sportwart Oliver Schmitt, zugleich stolzer Vater des Medaillengewinners, war der Montagnachmittag aber gleich in mehrfacher Hinsicht von Bedeutung. „Es war herrlich zu sehen, dass unsere Arbeit im Vorstand und auch im gesamten Verein Früchte trägt. Und zugleich sehen wir Woche für Woche, dass es weiter aufwärts geht“, sagt Schmitt.
Erfolgreiche Monate
Damit spielt er auch auf die weiteren Erfolge der jüngeren Vergangenheit an. Angefangen beim EM-Titel von Manuel Wagin im vergangenen Jahr, über die erfolgreichste Deutsche Meisterschaft der Vereinsgeschichte mit je zweimal Silber (Leon und Julien Zinser) und Bronze (Lisa Eckert und Johanna Derendorf) vor knapp zwei Wochen bis hin zu den Goldmedaillen für Sascha Schwab und Adrian Airich bei der Deutschen Meisterschaft der Altersklasse U14 im April.
„All das ist das Zeugnis unserer Arbeit in den vergangenen 15 Jahren“, bilanziert Kai Schmitt – und fügt hinzu: „Und natürlich auch der verdiente Lohn für den großen Fleiß und immensen Trainingseinsatz, den die gesamte Trainingsgruppe Woche für Woche an den Tag legt.“ Man sehe zudem, „dass wir im kleinen Rimbach durchaus mit den hoch gehandelten Osteuropäern mithalten können“, sagt er abschließend mit einer gehörigen Portion Stolz.
Führungstrio genießt den Moment
Sichtlich berührt gönnte sich das Führungstrio des Vereins dann auch einen Moment der Ruhe, fernab vom Trubel um Felix Schmitt, den zahlreichen Selfie-Wünschen der kleinen Fans und all den Gratulationen – um die Ereignisse auf sich wirken zu lassen, aber auch um den Augenblick zu genießen.
Mit einem Tag Abstand blickt der stellvertretende Vorsitzende aber auch schon in die Zukunft. Klar sei, dass der KSV irgendwann einmal zu klein werde für seine großen Talente. Die 2. Bundesliga sei für den Verein nämlich „das absolute Maximum“, so Schmitt, für seinen jungen Namensvetter und Manuel Wagin aber bestimmt „noch nicht das Ende der Fahnenstange – sofern sie ihren Weg weiterhin so zielstrebig beschreiten würden.
Über den KSV zu Olympia?
„Irgendwann braucht und sucht ein Talent wie Felix die Herausforderung in der 1. Bundesliga. Die Qualität dafür hat er allemal“, weiß Kai Schmitt. Auch die Olympia-Qualifikation traut er Felix in ein paar Jahren zu. Und er ist sich ebenso sicher, dass der EM-Dritte, auch dann nie vergessen werde, wo er seine sportlichen und familiären Wurzeln hat: „Er stammt aus einer Rimbacher Ringer-Dynastie, sein Einzelstartrecht wird beim KSV bleiben.“
„Bestimmt noch zwei Jahre“ dürfte der 17-Jährige dem Verein aber erhalten bleiben, mutmaßt Kai Schmitt. „Hier kann er sich aktuell noch am besten weiterentwickeln, er wird künftig auch noch einmal eine Gewichtsklasse aufsteigen. Wir als Verein wollen und werden auch weiterhin alles dafür tun, dass die Talente hier die bestmöglichen Bedingungen vorfinden.“