Der SC Kleinostheim will Deutscher Meister werden
Der SC Kleinostheim kann am Samstag gegen den ASV Schorndorf erstmals Deutscher Mannschaftsmeister werden. Auch beim Sportlichen Leiter Simon Schröder aus Fürth steigt die Spannung vor dem Finalkampf.
Der Countdown läuft – kann der SC Siegfried Kleinostheim am Samstag (19.30 Uhr) im Finalrückkampf gegen den ASV Schorndorf erstmals Deutscher Mannschaftsmeister im Ringen werden? Und das mithilfe von gleich drei Fürthern, die bei den Warriors aktiv sind.
Angeführt wird die Mannschaft des SC Kleinostheim nämlich von Kapitän Pascal Eisele, auch Vadim Sacultan, der zudem Trainer beim SV Fahrenbach ist, geht auf die Matte. „Mastermind“ hinter dem Erfolg der Kleinostheimer ist aber Simon Schröder. Der 33-jährige Fürther ist seit zwei Jahren offizieller Sportlicher Leiter, nachdem er schon zuvor beratend zur Seite stand. Mit seiner Kaderplanung und seinem ringerischen Know-how hat Schröder entscheidend zum Finaleinzug der Warriors beigetragen.
Nur ein kleiner Vorsprung
„Die Stimmung ist gut. Wir sehen uns jeden Tag und konzentrieren uns nur auf das Sportliche. Wir werden alles dafür tun, um Deutscher Meister zu werden, und die letzten Prozente herausholen“, sagt Simon Schröder, der als Produktmanager für E-Mobilität arbeitet.
Seine Mannschaft geht mit einem kleinen Vorsprung nach dem 16:13-Sieg gegen die Spartaner aus Schorndorf ins zweite Finale. Die Linde MH Arena in Aschaffenburg wird wohl mit 4000 Zuschauern ausverkauft sein, glaubt Schröder. Am Donnerstag gab es noch Restkarten. Mit den Fans im Rücken soll im „Hexenkessel“ der große Wurf gelingen.
Dass die Mannschaft von Trainer Peter Weisenberger so weit kommen würde, war zwischenzeitlich nicht zu erwarten. „Wir hatten eine etwas holprige Saison und viel Verletzungspech“, sagt Simon Schröder, der ebenfalls schon seinen Heimatverein SV Fahrenbach trainierte. In der 1. Bundesliga Nord wurden die Warriors mit 14:6 Punkten nur Dritter. Der KSC Hösbach dominierte mit 19:1 Punkten, dahinter schloss der KSV Köllerbach mit 15:5 Zählern ab. Im Viertelfinale aber räumte Kleinostheim mit zwei Siegen die SVG Weingarten aus dem Weg und stand im Halbfinale dem Favoriten aus Hösbach gegenüber. „In den Play-offs haben wir gezeigt, was möglich ist“, sagt Schröder und spricht von der Mannschaft als Einheit, die sich in der Außenseiterrolle wohlfühlt. Mit dem 17:11 in Hösbach setzte Kleinostheim ein Ausrufezeichen und gewann dann auch im Rückkampf knapp mit 14:13. Im ersten Finalkampf am vergangenen Samstag waren die Gäste beim ASV Schorndorf ebenfalls eher der Außenseiter. „Nach dem Wiegen hat uns keiner einen Sieg zugetraut“, sagt Schröder.
Unterstützung aus Fahrenbach
Doch das Aufstellungspoker ging auf. Kleinostheim siegte auch ohne Pascal Eisele, der kurzfristig erkrankt war, mit 16:13. Mit dem Fürther Nationalringer hätte der Vorsprung vielleicht sogar noch deutlicher sein können. Doch darüber will Schröder nicht spekulieren, er lobt lieber Franz Richter, der im Schwergewicht Griechisch-römisch gegen Jello Krahmer einen knappen Punktsieg landete, oder auch Joshua Morodion, der im Freistil bis 98 kg Ertugrul Agca ebenfalls nach Punkten bezwang. Am Samstag sollte Pascal Eisele wieder dabei sein (Schröder: „Es sieht gut aus“), auch Vadim Sacultan, der während der Saison verletzt war, sei eine Alternative. In Schorndorf kam Sacultan nicht zum Einsatz.
Einige Fahrenbacher Fans werden ihre Jungs in Aschaffenburg wieder unterstützen. Bereits beim Hinkampf, der in der SV-Halle live gestreamt wurde, kochte die Stimmung über. Nicht auszudenken, wenn Schröder, Eisele, Sacultan und Co. tatsächlich den Titel passend zum 100-jährigen Besten des Vereins holen können. „Es ist nichts vorbereitet. Der Vorsprung ist trügerisch. Aber wenn wir Deutscher Meister werden, gibt es sicherlich auch eine Feier“, verspricht Schröder.
Tickets für den zweiten Finalkampf um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft am Samstag (19.30 Uhr) in der Linde MH Arena in Aschaffenburg gibt es auf der Homepage des SC Kleinostheim unter zum Preis von 30 Euro.