Der SV Fahrenbach hat seine Lücken geschlossen
SV Fahrenbach hat sich gut verstärkt und will in der Oberliga im oberen Tabellenmittelfeld landen. Saisonauftakt ist am Samstag gegen Niedernberg.
Die Ringer des SV Fahrenbach starten am kommenden Samstag ab 20 Uhr in eigener Halle in die neue Oberligasaison. Gast ist dann der KSC Niedernberg. Doch die Liga ist bisweilen schwer einzuschätzen. Nur sieben statt acht Mannschaften treten in diesem Jahr gegeneinander an, denn die RWG Mömbris/Königshofen hat sich zurückgezogen.
Der SV Fahrenbach weiß noch nicht, wo er steht. Die Fahrenbacher um Trainer Frank Münzenberger konnten sich allerdings gezielt verstärken und ihre Lücken schließen. Das war das Ziel.
Luis Greif vom KSV Wiesbaden ist neu dabei. Greif wurde zuletzt dritter Deutscher Jugendmeister und soll die 71-kg-Klasse im griechisch-römischen Stil besetzen. Der 17 Jahre alte Ringer „ist ein Beißer“, sagt Sebastian Helm, Sportlicher Leiter des SV Fahrenbach. „Er gibt nicht auf.“
Petr Chavdari, Bruder von Fahrenbachs Leistungsträger Ivan Chavdari, soll die Lücke in der Gewichtsklasse bis 75 kg schließen, die bei den Odenwäldern im vergangenen Jahr noch klaffte. Der Freistilspezialist „ist ein defensiver Ringer, er gibt nicht viele Punkte ab“, sagt Helm.
Neuzugang ist verletzt
Die Gewichtsklasse bis 98 kg Freistil wird künftig durch Mykita Lovin aus der Ukraine verstärkt, zunächst in der zweiten Mannschaft. Svetoslav Nikolov (Bulgarien) ist für die erste Garnitur vorgesehen, ebenfalls für 98 kg, im griechisch-römischen Stil. „Wir wollten Alternativen für diese Gewichtsklassen haben“, sagt Helm. Nikolov wird in dieser Saison möglicherweise jedoch nicht antreten können, denn der Neuzugang verletzte sich auf einem internationalen Turnier in Polen am Meniskus.
Die Fahrenbacher sind dennoch zufrieden mit ihren Verstärkungen. „Das war alles so geplant, denn wir wollten unsere Lücken schließen“, so Helm. Nur Manuel Cara hat den SV verlassen, um sich dem KSC Niedernberg wieder anzuschließen. Der Verlust sei aber zu verschmerzen, denn „Manuel kam letztes Jahr aus beruflichen Gründen nicht mehr zum Einsatz“, sagt der Sportliche Leiter des SV.
Trotz des Rückzugs der RWG Mömbris/Königshofen sei die Oberliga wieder stark, meint Helm, dessen Team im vergangenen Jahr immerhin Vizemeister wurde. „Aber Ambitionen auf den ersten Platz haben wir nicht.“ Da sei Schaafheim eher ein Kandidat, und auch Kleinostheim sei schwer einzuschätzen als Bundesligareserve. „Mit einem Platz im oberen Tabellenmittelfeld wären wir zufrieden“, sagt Helm. „Für die Top Drei muss alles passen.“ Die Fahrenbacher wissen, was sie können. Der Verein steht für Kontinuität. „Und die Jungs haben Spaß, bei uns zu ringen“, sagt der Sportliche Leiter. Niedernberg ist als Auftaktgegner eine Wundertüte. „Niedernberg ist schwer einzuschätzen, sie haben den Trainer gewechselt und ihren Kader komplett umgebaut“, sagt Helm.
Die zweite Mannschaft des SV Fahrenbach muss am Samstag in der Landesliga zu Hause um 19 Uhr gegen den FSV Münster antreten. „Unsere zweite Mannschaft muss lernen“, sagt Helm. „Wir probieren es über Fitness und Erfahrung.“ Der SVF II wurde vergangenes Jahr Vorletzter, will sich in dieser Saison aber um ein bis zwei Plätze verbessern. „Mittelfeld wäre super“, sagt Helm.
Zugänge: Luis Greif (KSV Wiesbaden), Petr Chavdari (SC Großostheim), Mykita Lovin (Ukraine), Svetoslav Nikolov (Bulgarien).
Abgang: Manuel Cara (KSC Niedernberg).
Trainer: Frank Münzenberger (zweite Saison).
Ziel erste Mannschaft: oberes Mittelfeld. Ziel zweite Mannschaft: um ein bis zwei Plätze verbessern. jaz
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