Handball

Die HSG Weschnitztal untermauert Platz eins

Beim 30:27-Sieg im Spitzenspiel gegen den TV Eppelheim zeigen die Torhüter der HSG Weschnitztal starke Leistungen. Die HSG Fürth/Krumbach muss sich Fragen stellen.

Manuel Kiss im Tor der HSG Weschnitztal hielt hervorragend. Archivbild: Fritz Kopetzky Foto: Fritz Kopetzky
Manuel Kiss im Tor der HSG Weschnitztal hielt hervorragend. Archivbild: Fritz Kopetzky

Die HSG Weschnitztal hat ihre starke Form ins neue Jahr gerettet und gleich wieder ein Ausrufezeichen im Meisterschaftskampf der Handball-Verbandsliga gesetzt: Im Spitzenspiel beim TV Eppelheim setzten sich die Odenwälder mit 30:27 (15:13) durch und untermauerten mit nun 27:1 Punkten Rang eins vor Heidelberg-Wieblingen (21:5) und eben Eppelheim, das als Dritter 19:7 Zähler auf dem Konto hat. Am nächsten Sonntag kann das Team von HSG-Trainer Marcus Gutsche nun gegen Schlusslicht St. Leon/Reilingen weiter nachlegen.

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Mit der Leistung in Eppelheim konnte der Coach „rundum zufrieden“ sein. „Das war ein schönes Spiel, es war richtig Dampf drin und die Eppelheimer haben wirklich alles rausgehauen, was sie haben“, zollte Gutsche auch den Gastgebern mit ihrem jungen Team Respekt. Doch die Weschnitztaler zeigten eine sehr reife Leistung, hatten zudem in Manuel Kiss (1. bis 46. Minute) und danach in Nils Heckmann zwei ganz starke Torhüter als Rückhalt. „Die beiden haben im Zusammenspiel mit der Deckung den Grundstein zum Erfolg gelegt“, meinte der Trainer, der Defensive sowie das Tempo in der ersten und zweiten Welle des Gegenstoßes als ausschlaggebend für den Erfolg ansah. „Und in der Schlussphase haben wir auch die nötige Cleverness an den Tag gelegt“, so Gutsche. Dabei sah es anfangs gar nicht gut aus für die HSG, die schwer in die Partie fand, auch weil einige gute Chancen ausgelassen wurden. Nach dem 2:2 gerieten die Gäste mit 2:5 (8.) ins Hintertreffen. Doch danach schwamm sich Weschnitztal frei, egalisierte zum 7:7, und nach dem 13:12 drehte man das Resultat beim 14:13 (29.) erstmals zur eigenen Führung. „Wir haben bis dahin Eppelheim auch mit unseren eigenen Fehlern in der Offensive in die Karten gespielt“, so Gutsche.

Der Start in die zweite Hälfte verlief dann deutlich besser, schnell zog die Gutsche-Sieben auf sechs Tore davon (23:17, 40.), und auch wenn die Gastgeber alles probierten und zwischenzeitlich noch einmal auf 24:26 verkürzten (53.), behielt Weschnitztal die Oberhand und am Ende verdient die Punkte.

„Ungemein wichtig war, dass wir in der Abwehr gut gearbeitet haben und auch die beiden Haupttorschützen Eppelheims, Carsten Geier und Nik Keller gut im Griff hatten. Das haben wir heute mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung sehr gut gelöst“, bilanzierte Gutsche.

HSG Weschnitztal: Kiss, Nils Heckmann - Mitrovic (10/4), Fey (3), Postel, Dietrich (3), Niklas Zehrbach (1), Timo Zehrbach (3), Sedlacek, Wiegand, Lars Heckmann (7/1), Hammann (3). mep

HSG Fürth/Krumbach - TV Trebur 34:34

Der TV Trebur liegt der HSG Fürth/Krumbach offensichtlich überhaupt nicht: Im letzten Spiel vor der Winterpause unterlagen die Odenwälder beim Aufsteiger mit 30:35, wollten nun im Rückspiel am Sonntagabend gleich Wiedergutmachung betreiben. Doch am Ende stand nur ein 34:34 (19:17)-Unentschieden – und das auch noch überaus glücklich.

Drei Tore erzielte Marcus Koch gegen den TV Trebur. An der Angriffsleistung der HSG Fürth/Krumbach lag es im Heimspiel gegen den Aufsteiger nicht. Bild: Fritz Kopetzky Foto: Fritz Kopetzky
Drei Tore erzielte Marcus Koch gegen den TV Trebur. An der Angriffsleistung der HSG Fürth/Krumbach lag es im Heimspiel gegen den Aufsteiger nicht. Bild: Fritz Kopetzky

90 Sekunden vor dem Ende erzielte Trebur den Treffer zum 34:32, HSG-Trainer Sebastian Eisenhauer nahm direkt eine Auszeit und stellte sein Team noch einmal für die letzten Sekunden ein. Nach einem schnellen Treffer von Jascha Schuricht waren noch 56 Sekunden auf der Uhr, Trebur vergab den Angriff und die Odenwälder nutzten fast mit der Schlusssirene noch durch Matthis Jäckel ihren letzten Wurf zum Ausgleich. „Wenn man so zum Unentschieden kommt, muss man mit dem einen Punkt zufrieden sein“, gab Eisenhauer im Anschluss zu. Gar nicht zufrieden war er – wie schon im Hinspiel – mit der Defensivarbeit seiner Mannschaft: „Wir haben viel zu viele Eins-gegen-eins-Aktionen verloren. Aber das Hauptproblem war, dass wir überhaupt ins Eins-gegen-eins kamen und nicht kompakter zusammengeschoben haben“, so der Coach.

An der Offensivleistung hatte er hingegen wenig auszusetzen: „Das hat gepasst. Aber wir müssen jetzt schauen, dass wir uns in der Abwehr wieder stabilisieren, sonst haben wir ein echtes Problem“, hofft er auf eine deutliche Steigerung, wenngleich er auch zugibt: „Trebur ist keine schlechte Mannschaft und hat sich in den letzten Monaten stabilisiert.“

Schon in der ersten Hälfte entwickelte sich eine offene Partie mit wechselnden Führungen. Immer wieder kassierte Fürth/Krumbach schnelle Gegentore, fand keine Einstellung in der Defensive. Daher versuchte es Eisenhauer Mitte der zweiten Hälfte mit Manndeckungen gegen gleich zwei Treburer Rückraumschützen. Damit lief es zwar etwas besser, aber wirklich in den Griff bekam die HSG die Partie auch in der Folge gegen kampfstarke Gäste nicht.

HSG Fürth/Krumbach: Hebling, Henrik Richter - Beye (4), Malte Jäckel, Matthis Jäckel (2), Schuricht (9/1), Renner (2), Koch (3), Fischer (2), Kilian (4), Mink (2), Lars Richter, Kaiser (6).

HSG Fürth/Krumbach II - TV Lampertheim 27:36

Erneut nichts zu holen gab es am Sonntagnachmittag für die A-Liga-Handballer der HSG Fürh/Krumbach II. Nachdem die Odenwälder in ihrem letzten Spiel vor der Winterpause beim TV Lampertheim klar mit 22:29 unterlagen, lief es diesmal nur geringfügig besser, am Ende stand eine 27:36 (12:19)-Heimniederlage zu Buche. HSG-Trainer Ingo Trumpfheller, der diesmal einen breiteren Kader zur Verfügung hatte, als im Hinspiel, monierte viele technische Fehler und vor allem etliche Fehlwürfe. „Wir haben in der Anfangsphase zu viele Chancen ausgelassen, darunter etliche richtig freie Würfe“, ärgerte sich Trumpfheller.

Lampertheim, das diesmal in Vertretung des privat verhinderten Trainers Tobias Führer von Michael Redig gecoacht wurde, fand besser in die Partie, bestrafte die Fehler der Gastgeber eiskalt und setzte sich im Stile einer Spitzenmannschaft auf 11:4 und 13:6 (21.) ab. „Wir haben nichts anbrennen lassen, auch wenn es nicht über die komplette Spielzeit so souverän war“, meinte Redig. Denn Fürth/Krumbach steckte trotz des deutlichen Rückstands nicht auf, verkürzte in der zweiten Hälfte mehrfach auf fünf Tore, doch näher kam man nicht mehr heran.

In der Schlussviertelstunde übernahmen die favorisierten Gäste wieder das Kommando, setzten sich über 29:21 auf 34:25 (54.) ab. Damit bleibt Lampertheim als Tabellenzweiter im Meisterschaftsrennen, während Fürth als Neunter auf die nächsten Wochen hofft: „Nachdem nun die Verletzten nach und nach zurückkommen, müssen wir uns wieder etwas einspielen. Da kam das Lampertheim-Spiel vielleicht einfach noch zu früh“, so Trumpfheller.

HSG Fürth/Krumbach II: Alexander Schmitt, Dorn - Andreas Schmitt (4), Klink (2), Jäckel (1), Meiß (2), Weber (3), Schütz (1), Volk (3), Camcioglu (9/4), Brunnengräber, Schüle (1), Lannert (1), Jäger. mep