Die HSG Fürth/Krumbach braucht einen neuen Trainer
Sebastian Eisenhauer hilft der HSG Fürth/Krumbach nur noch bis Saisonende aus. Am Sonntag ist Wiedergutmachung angesagt. Die HSG Weschnitztal startet mit einem Paukenschlag.
Einiges gutzumachen haben die Bezirksoberliga-Handballer der HSG Fürth/Krumbach im ersten Spiel nach der Winterpause: Am Sonntagabend (18 Uhr) erwartet das Team von Trainer Sebastian Eisenhauer den TV Trebur und damit genau den Gegner, gegen den es im letzten Spiel vor der Pause eine bittere 30:35-Niederlage setzte.
„Das war nicht unser wahres Gesicht, was wir dort gezeigt haben“, ist auch HSG-Spieler Lars Richter überzeugt und Eisenhauer verspricht: „Zu Hause werden wir uns anders präsentieren.“ Mit einem Erfolg würden die Odenwälder ihren derzeitigen vierten Rang untermauern und damit das Minimalziel, das vor der Runde ausgegeben wurde. Damals hieß der Trainer noch Stefan Eger, der Anfang Dezember aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war. Und inzwischen ist auch klar: Die Fürther werden zwar die Saison wie erwartet mit Sebastian Eisenhauer beenden, aber danach einen anderen Coach brauchen. „Ich höre definitiv am Ende der Runde wieder aus“, erklärt Eisenhauer, der seinem Heimatverein in der größten Not zur Seite stand und der nun natürlich auch die Saison anständig und mit dem größtmöglichen sportlichen Erfolg beenden möchte.
Die Gespräche laufen
Und dies scheint derzeit Rang drei zu sein, der von der SG Arheilgen belegt und nur einen Punkt entfernt ist. Davor klafft bereits eine Lücke von vier Zählern zum Führungsduo Groß-Rohrheim und Modau.
HSG-Abteilungsleiter Tim Renner ist indes schon in Gesprächen mit einem möglichen neuen Trainer, aber spruchreif ist noch nichts. „Für uns liegt der Fokus jetzt auf Trebur und auf der Wiedergutmachung“, richtet Lars Richter den Blick lieber auf die sportliche Herausforderung. Seit vergangener Woche befindet sich Fürth/Krumbach wieder im Training. Zuerst fehlte noch Eisenhauer, der im Urlaub weilte, diese Woche ist auch er wieder da und bereitet das Team intensiv auf die Partie gegen den Aufsteiger, der derzeit einen guten siebten Platz einnimmt, vor.
Im Spiel wird das Hauptaugenmerk vor allem auf der Deckung liegen. 35 Gegentore wie im Hinspiel seien indiskutabel und zeigten deutlich, woran es damals lag, findet der Coach. Da die HSG personell keine Probleme hat und auch alle Ski-Urlauber gesund zurückkamen und die Fürther in eigener Halle ohnehin meist eine Klasse besser sind als auswärts, steht einem gelungenen Jahresstart nichts im Wege.
Deutlich schwerer ist die Aufgabe für den A-Ligisten HSG Fürth/Krumbach II: Das Team von Trainer Ingo Trumpfheller empfängt den ambitionierten Tabellenzweiten TV Lampertheim. Und auch, wenn sich die personelle Situation gegenüber der 22:39-Hinspielniederlage im Dezember etwas entspannt hat, kommen die Ried-Handballer als haushoher Favorit am Sonntag (16 Uhr) in die Schulsporthalle. Um dem haushohen Favoriten Paroli bieten zu können, wird besonders das Rückzugsverhalten besser werden müssen, um Lampertheim nicht wieder so oft in den Gegenstoß kommen zu lassen. mep
HSG Weschnitztal gastiert in Eppelheim
Es ist ein Paukenschlag zum Jahresauftakt: Die Verbandsliga-Handballer der HSG Weschnitztal fahren am Sonntag (16 Uhr) als Tabellenführer zum direkten Verfolger TV Eppelheim.
„Das ist ein echtes Spitzenspiel. Eppelheim wird alles daran setzen, den Abstand zu uns zu verkürzen. Gleichzeitig haben wir aber nach der guten Hinrunde auch den Anspruch, dort etwas zu holen“, beschreibt Weschnitztals Trainer Marcus Gutsche die Ausgangslage. Die Odenwälder sind mit 25:1 Punkten noch ohne Niederlage, Eppenheim belegt– gleichauf mit Wieblingen – Rang zwei (19:5).
„Wenn wir dort gewinnen, dann wäre das natürlich schon ein Ausrufezeichen“, so Gutsche. Dass die Vorbereitung nicht ideal verlief, ist für den erfahrenen Trainer indes nur eine Randnotiz. Erst in der vergangenen Woche stieg Weschnitztal ins Training ein, da zuvor die Halle nicht zur Verfügung stand. In dieser Woche fehlten nun wieder einige Akteure mit Erkältungen, aber Gutsche ist zuversichtlich, dass er am Sonntag alle Mann an Bord hat. „Man merkt den Jungs an, dass sie sich auf dieses Spiel freuen. Sie sind heiß und es ist eine positive Spannung vorhanden“, sieht er sein Team gewappnet.
Vor Eppelheim hat der Trainer allerdings großen Respekt: „Das ist eine richtig gute Mannschaft, die zu recht da oben steht. Sie haben ihre Leistung konstant gebracht und sind in eigener Halle noch einmal besser als auswärts“, warnt er davor, den 32:27-Hinspielsieg als Maß der Dinge zu nehmen: „Da wird uns ein ganz anderes Spiel erwarten.“ Und in den nächsten Wochen geht es für Weschnitztal Schlag auf Schlag: Nach dem Eppelheim-Spiel geht es erst zum Schlusslicht St. Leon/Reilingen, ehe das nächste Spitzenspiel gegen den Verfolger Wieblingen ansteht. Gelingt den Odenwäldern mit drei Siegen ein perfekter Start ins neue Jahr, dann wäre das schon ein großer Schritt in Richtung Meisterschaft.
Ganz anders ist die Lage bei der Bezirksliga-1-Reserve der HSG Weschnitztal II: Mit 2:20 Punkten ist das Team von Trainer Sascha Clemens Letzter. Entsprechend viel Bedeutung liegt schon auf dem Auswärtsspiel am Samstag (17.30 Uhr) beim Drittletzten TSV Heidelberg-Wieblingen II. Die Gastgeber haben gerade einmal zwei Zähler mehr auf dem Konto und sind damit noch in direkter Reichweite für die Odenwälder. Davor klafft bereits eine Lücke zum Viertletzten Wiesloch (8:12 Punkte). Viel wird davon abhängen, wie sich die zuletzt angespannte personelle Situation darstellt. Zudem könnte nach der Pause auch der ein oder andere Akteur aus der ersten Mannschaft für Impulse sorgen. mep