Emotionaler Abschied von Sebastian und Florian Otto
Die beiden Brüder beenden bei der SVG Nieder-Liebersbach ihre aktive Karriere, bleiben dem Verein aber als Trainer erhalten. Zum Abschluss der Saison gelingt noch ein Heimsieg.
Die Ringer der SVG Nieder-Liebersbach konnten zum Saisonabschluss mit einem hochverdienten 23:14-Erfolg gegen die Reserve des SV Germania Weingarten noch Platz fünf in der Oberliga Nordbaden erreichen. Die zweite Mannschaft unterlag chancenlos dem Meister der Landesliga Gruppe 2, KSV Berghausen, mit 0:54 und wurde Vierter. Bis hierhin die reinen Fakten. Aber der letzte Kampftag vor über 200 begeisterten Zuschauern in der SVG-Halle bot dennoch weit mehr als nur Sieg oder Niederlage auf der Matte.
Nach über 20 Jahren als aktive Ringer wurden die Brüder Florian und Sebastian Otto unter dem Jubel der Fans verabschiedet – und sie taten dies jeweils mit einem Sieg. Emotional dann die offizielle Verabschiedung durch Abteilungsleiterin Nina Schwöbel, die die Karriere der beiden, wie auch die von Noah End, der nach fünf erfolgreichen Jahren bei der SVG wieder zu seinem Heimatverein AC Ziegelhausen zurückkehrt, Revue passieren ließ. Mit jeweils einer Bildcollage und einer umfangreichen Diashow wurden die drei Athleten gebührend geehrt und hier und da auch die ein oder andere Träne verdrückt. Die Otto-Brüder stehen allerdings auch in der kommenden Saison wieder als Trainer der Männermannschaften in der Verantwortung und bleiben so der SVG weiter erhalten.
Brandenburger feiert sechs Siege
Aber es wurde natürlich auch auf der Matte gekämpft. So stellte sich Noah End zum Abschluss nochmals trotz Verletzung in den Dienst der Mannschaft, wurde aber bis 57 kg (GR) von Loui Buchfink gleich zu Kampfbeginn geschultert. Sebastian Otto hatte es bis 130 kg (FS) mit dem körperlich starken Etienne Wyrich zu tun und musste stilartfremd nochmals sein ganzes Können aufbieten. Einen 0:2-Rückstand zur Pause konnte er allerdings schnell egalisieren und schaffte es sogar, seinen Kontrahenten nach 3:52 Minuten auf beide Schultern zu drücken.
Der Schwere seiner Aufgabe bewusst zeigte sich Bastian Fellner bis 61 kg (FS) gegen den bundesligaerfahrenen Grigore Herta, konnte allerdings nur bedingt den schnellen Angriffen des Gästeringers Paroli bieten und unterlag so nach 3:46 Minuten mit 0:16. Florian Otto hatte nur zu Beginn etwas Probleme mit Laurenz Hilverling, konnte aber nach der Pause seine Überlegenheit deutlicher ausspielen und somit sicher mit 10:0 den Kampf für sich entscheiden. Bester Akteur der Rückrunde war ohne Zweifel Julian Brandenburger, der bis 66 kg (GR) gegen Bilal Alsayed zu einem vorzeitigen Erfolg mit 18:3 nach 5:03 Minuten kam und damit den sechsten Sieg im achten Kampf feiern konnte. Pausenstand somit 11:8 für die SVG.
Diesen Vorsprung baute Sebastian Kurth bis 86 kg (FS) weiter aus, da Weingarten keinen Gegner stellen konnte. Merlin Eckert bot bis 71 kg (FS) gegen den ukrainischen Spitzenringer Vasyl Shuptar eine couragierte Leistung und kämpfte verbissen um jeden Punkt. Dennoch musste er sich Sekunden vor dem Schlussgong doch noch mit 0:15 geschlagen geben. Ebenso beherzt kämpfte Steffen Layer gegen Ali Fotov bis 80 kg (GR). Sein Gegner nutzte die erste Bodenlage zu zwei Drehern, kam aber danach zu keinen weiteren Punkten, sodass dieses Duell lediglich mit 0:6 verloren ging. Colin Eckert fand bis 75 kg (GR) zu alter Zuverlässigkeit zurück und ließ gegen Jayden Lingemann nichts anbrennen. Am Ende stand es noch vor dem Pausengong nach 2:21 Minuten 15:0 für den Liebersbacher. Auch Vladut-Alexandru Stefan begeisterte bis 75 kg (FS) die Zuschauer einmal mehr mit seinen Griffkünsten. Mertan Cici hatte keine Chance und war bereits nach 2:05 mit 17:1 Punkten geschlagen.
Der Meister ist zu stark
Erstmals ohne Punkte auf der Matte musste sich Liebersbachs zweite Mannschaft gegen den Meister KSV Berghausen geschlagen geben. Das junge Team bot dennoch eine ganz hervorragende Runde und konnte so manch überraschenden Erfolg erzielen. Krankheitsbedingt fehlte Luke Schneider, und auch Leon Jeck konnte verletzungsbedingt nicht im Vollbesitz seiner Kräfte antreten. Mark Müller unterlag zweimal auf Schulter (52 kg) ebenso wie Felix Seiler (66 kg). Leon Jeck unterlag zweimal (75 kg), ebenso wie Patrick Eckert (86 kg) und Lukas Hofmann (130 kg) TP