FC Fürth gewinnt Mitlechterner Turnier im Elfmeterschießen
Die KSG Mitlechtern hält im Finale des eigenen Turniers gut dagegen, muss aber an der Torausbeute arbeiten. Der neue Kunstrasen ist offiziell eingeweiht. Berthold Becker bekommt eine hohe DFB-Auszeichnung.
Der FC Fürth holte sich den Wanderpokal der Schmucker Brauerei, der im Zuge der Sportwoche der KSG Mitlechtern auf dem Waldsportplatz ausgetragen wurde. Im Endspiel am Samstag setzte sich der FC gegen die Gastgeber im Elfmeterschießen mit 5:3 durch, nachdem beide Teams nach 90 Minuten mit 1:1 auf Augenhöhe lagen.
Das kleine Finale gewann die SG Lindenfels/Winterkasten gegen Vorjahressieger FC Ober-Abtsteinach mit 5:3. Den fünften Platz sicherte sich der SV Lörzenbach, der sich gegen den SV Fürth mit 3:0 durchsetzte. Vor dem Finale wurde der neue Kunstrasenplatz der KSG Mitlechtern offiziell eingeweiht. Der Rimbacher Bürgermeister Holger Schmitt hob in seinem Grußwort die Bedeutung der Arbeit der KSG im Kinder- und Jugendbereich hervor. Den gemeindlichen Gremien sei es daher ein wichtiges Anliegen gewesen, den Verein zu unterstützen, der viel Eigenleistung in dieses Projekt gesteckt habe.
Bauleiter Frank Tegelkamp dankte der KSG für die gute Zusammenarbeit bei einem Projekt, bei dem auch der Umweltgedanke eine große Rolle gespielt habe. Das Kunstrasenfeld der KSG ist nicht mit Plastik, sondern mit Granulat aus Kork befüllt, dadurch werde Mikroplastikeintrag in die Umwelt ausgeschlossen.
Der Sportliche Leiter der KSG, Julian Rettig, moderierte die Einweihung und dankte Gerhard Ripper, Günter Dörsam, Berthold Becker, Pascal Naumann, Marius Müller und Christian Tremper, die das „Team Kunstrasen“ gebildet hatten, um die Erneuerung des Rasens zu begleiten.
Auszeichnung für Berthold Becker
Eine besondere Auszeichnung hatte Kreisfußballwart Reiner Held mitgebracht. Er verlieh dem langjährigen Vorsitzenden der KSG, Berthold Becker, die Ehrenmedaille des DFB in Bronze. Berthold Becker habe erst als Fußballspieler in der A-Klasse, dann als Fußballabteilungsleiter und 15 Jahre als Vorsitzender für die KSG gewirkt. In seiner Amtszeit habe auch der erste Umbau zur Kunstrasenanlage stattgefunden, bei dem das Sportgelände umfassend saniert werden musste. Held dankte für die „tolle Leistung für den Verein und für den Sport“.
Der FC Fürth erwischte vor 250 Zuschauern und bei schönem Sommerabendwetter den besseren Start in das Finale. Der Gruppenliga-Absteiger ist nicht umsonst ein Favorit in der Kreisoberliga. Die „Roten“ dominierten zunächst klar und ließen dem Gegner nur wenige Möglichkeiten. Ole Gärtner scheiterte knapp nach Flanke von Spielertrainer Lucas Oppermann (3.). Florian Rixecker fackelte wenig später nicht lange nach einem Eckball und traf von der Strafraumkante zur frühen Führung des FC (6.). Die Mitlechterner spielten aus einer kompakten Defensive heraus und fuhren schnelle Konter gegen einen spielbestimmenden FC. Finn Renkewitz scheiterte zweimal knapp (14./16.). Auf der Gegenseite verpasste Rixecker aus der Distanz das 2:0 (32.). Das Tor fiel dann auf der Gegenseite. Max Dippel belohnte das Aufbäumen der KSG mit dem Ausgleich (36.) aus kurzer Distanz.
Duell auf Augenhöhe
Nach der Pause sahen die Zuschauer ein Duell zweier Mannschaften auf Augenhöhe mit vielen Zweikämpfen, aber keinen weiteren Toren. Der Turniersieg wurde im Elfmeterschießen entschieden, in dem nur die Mitlechterner Christian Bitsch und Jens Klein trafen. Beim FC verwandelten Till Krieger, Jusef Nerabi, Luca Sielmann und Nils Landzettel zum 5:3-Sieg. „Das Spiel war weit unter dem, was wir können. Aber in dieser Phase der Vorbereitung sind die Köpfe platt und es fehlt an Handlungskonsequenz. Wir haben heute erfahren, dass wir die neue Liga annehmen müssen. Daher war es ein optimales Vorbereitungsspiel“, sagte FC-Spielertrainer Lucas Oppermann. Zufrieden war Mitlechterns Trainer Ronny Sauer: „Wir haben das heute sehr gut gemacht. Wir haben die Räume eng gehalten und mit zunehmender Spieldauer den FC in der Defensive unter Druck gesetzt. Wir werden in den nächsten Trainingseinheiten aber den Torabschluss üben.“
KSG Mitlechtern: Heckmann, Bitsch, Knecht (36. Filler), Klein, Tremper, Müller, Renkewitz (46. Kilian), Schmitt, L. Schneider, J. Schneider, Dippel (46. Hohrein).
FC Fürth: Palkowski, Gehbauer (61. Rothenstein), Orhan (66. Sielmann), Landzettel, Nerabi, Arras (81. Krieger), Oppermann, Steipel, Gärtner, Turzer, Rixecker.
Torschützenkönig des Turniers wurde Felix Sossna von der SG Lindenfels/Winterkasten mit drei Treffern. Im Spiel um Platz drei traf er gegen den FC Ober-Abtsteinach zweimal. Justin Hördt und zweimal Lennart Schneider erzielten die weiteren Treffer. Andre Wörle scheiterte zudem mit einem Elfmeter an Tim Wiegand. Für den FCO waren Jan Jaap zum 1:1 (13.) und zweimal Neuzugang Ervin Beka zum 3:2 (64.) bzw. 5:3 (84.) erfolgreich.
Im Spiel um Platz fünf brachte Dean Hebling die Lörzenbacher in Führung (18.), die Tim Krauß nach einem Querpass von Hebling ausbaute (61.). Zwei Minuten später sorgte Krauß im zweiten Versuch mit dem 3:0 für die Vorentscheidung, nachdem er zunächst an Fürths Torhüter David Hummel gescheitert war. Es war für den SV Lörzenbach nach zwei Niederlagen der erste Sieg, während der SV Fürth ohne Turniererfolg blieb. uf/beg