Fußball

Gruppenliga: Die Wald-Michelbacher Fitness ist jetzt viel besser

Die SG Wald-Michelbach hat ihre Defizite aufgearbeitet und gastiert am Sonntag beim VfB Ginsheim. Der FC Fürth hat auswärts wieder ein Aufsteigerduell.

Fabio Sattler (links) bereitete den 1:1-Ausgleich der SG Wald-Michelbch im Heimspiel gegen den TSV Altheim vor. Nach der Kerwe-Pause gastiert die SGW am Sonntag in Ginsheim. Foto: Katrin Oeldorf
Fabio Sattler (links) bereitete den 1:1-Ausgleich der SG Wald-Michelbch im Heimspiel gegen den TSV Altheim vor. Nach der Kerwe-Pause gastiert die SGW am Sonntag in Ginsheim.

Wald-Michelbach. Der erste Saisonsieg, das 4:1 zu Hause gegen Aufsteiger TSV Altheim, war für Fußball-Gruppenligist SG Wald-Michelbach der richtige Mutmacher zur rechten Zeit: „Das war eine Topleistung, so wie wir es uns vorstellen“, sagt Spielertrainer Andreas Lerchl, der das Team mit Nico Garotti betreut, und nach den zwei Startniederlagen mit 1:11 Toren auch das Wort „Erleichterung“ im Zusammenhang mit dem ersten Erfolgserlebnis verwendete.

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„Die Mannschaft hat einfach gesehen, dass sie es kann. Der Fitnessstand war auch viel besser“, erläutert Lerchl, der gerade mit Garotti einen Trainerlehrgang (B-Lizenz) besucht und daher nicht das SG-Training leitet. Diese Aufgabe obliegt Jannik Oberle, der gegen Altheim erneut aushalf. Die Einheit am Dienstag war dabei laut Lerchl besonders hart, um nach der feucht-fröhlichen Wald-Michelbacher Kerwe schön alles auszuschwitzen.

Im Auswärtsspiel an diesem Sonntag beim mit sieben Zählern stark gestarteten Aufsteiger VfB Ginsheim (15 Uhr) will die SG den Aufwärtstrend zu gerne bestätigen. Ginsheim gewann am Donnerstag bei der SKV Büttelborn 4:2 und kletterte auf Rang zwei.

Personell seien bei der SG die Voraussetzungen ähnlich wie zuletzt, einzig hinter Aushilfstrainer Oberle stehe ein Fragezeichen, sagt Lerchl. Gegen Altheim erfolgten Auswechslungen trotz voll besetzter Bank erst ganz spät, was der Spielertrainer auch am Trainingsrückstand einiger Neuzugänge festmachte.

Mit dem Ex-Hessenligist Ginsheim, der erst in die Kreisoberliga durchgereicht wurde, ehe er nun wieder den Aufstieg schaffte, hat Wald-Michelbach vorvergangene Saison schon Erfahrungen gemacht – keine guten: Im Hinspiel kassierte die SG nach dem 1:0 durch David Schmidt in letzter Minute den Ausgleich. Das Rückspiel gewann Ginsheim dank eines Viererpacks von Marcel Czepecha mit 6:3. Czepecha schoss unlängst auch das erste VfB-Tor der Saison, musste beim 3:2-Sieg in Münster aber noch vor der Pause verletzt raus und fehlt seitdem. Bei den Überwäldern hätten sie nix dagegen, wenn sich der SG-Schreck mit der Rückkehr noch Zeit ließe.

Kurz nach Wald-Michelbach feierte auch der FC Fürth zuletzt den ersten Saisonsieg. Nach dem 2:1-Überraschungscoup bei Vizemeister VfR Fehlheim wartet am Sonntag das Aufsteigerduell beim TSV Altheim (15 Uhr), der am Mittwoch dem weiter makellosen Spitzenreiter FSG Riedrode beim 2:3 auswärts einen großen Kampf lieferte. Im Vergleich der beiden Kreisoberliga-Meister erwartet Frank Poth, der sportliche Leiter des FC, „ein ganz schweres Auswärtsspiel“, das seine Fürther nach dem jüngsten Erfolgserlebnis aber mit Selbstvertrauen angehen. Philipp Turzer fällt nach seiner Gelb-Roten Karte in Fehlheim aus, ebenso Stammtorwart Sebastian Kempf, der mit einer Muskelverletzung noch länger pausieren muss. Für ihn dürfte erneut Jakob Ihrig das Tor hüten.

Der Saisonstart sei mit vier Punkten in Ordnung, der Verlauf der bisherigen Partien stimme ihn positiv, sagt Poth: „Am Anfang müssen sich alle erst noch richtig finden. Die Auftritte geben einem aber das Gefühl, dass die Mannschaft für diese Liga gut gerüstet ist.“ Der Sieg in Fehlheim, bei einem hoch gehandelten Team, habe „natürlich doppelt gutgetan“, betont der sportliche Leiter des auswärts noch unbesiegten Aufsteigers. Im ersten Gastspiel hatte Fürth 1:1 beim TSV Seckmauern gespielt, dem Vizemeister der Kreisoberliga Dieburg/Odenwald, deren Meister nun als nächstes wartet. dbe