Handball

Hiobsbotschaft für die HSG Weschnitztal vor dem Rundenstart

Der neue Torhüter der HSG Weschnitztal zieht sich gleich einen Kreuzbandriss zu. Der Oberliga-Absteiger beim Saisonziel zurückhaltend. Die erfolgreiche Jugend lässt hoffen.

Rechtsaußen Jonas Heckmann (beim Wurf) ist vom TV Hemsbach zur HSG Weschnitztal gewechselt. Foto: Katrin Oeldorf
Rechtsaußen Jonas Heckmann (beim Wurf) ist vom TV Hemsbach zur HSG Weschnitztal gewechselt.

Weschnitztal. Die Handballer der HSG Weschnitztal präsentierten sich am Sonntag erstmals ihren Fans. Dabei wurde die Veranstaltung „Lindenfest meets Weschnitztalhalle“ auch ein Stückweit zu einem Ausblick auf eine positive Zukunft, zeigte aber auch, dass im Hier und Jetzt einige Probleme auf die Odenwälder warten.

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Während die männliche C-Jugend und vor allem die für die Oberliga qualifizierte B-Jugend starke Leistungen zeigten und begeisterten, wurde bei den Verbandsliga-Männern deutlich, dass man vor einer schweren Saison steht. Gerade einmal elf Feldspieler und zwei fitte Torhüter hat der neue Trainer Mirko Ritter zur Verfügung.

Auch für den Sportlichen Leiter Nils Heckmann ist der dünne Kader alles andere als ideal. „Wir haben viele Gespräche geführt, aber waren nicht so erfolgreich wie erhofft“, gibt er zu. Einige potenzielle Kandidaten schlossen sich lieber höherklassigen Teams an oder mieden die Anfahrt in den Odenwald.

Neuzugänge mit Qualität

Die Akteure, die man beim Oberliga-Absteiger begrüßen darf, bringen allerdings viel Qualität mit, so dass es Ritter und Heckmann auch nicht bange ist: „Wir haben einen kleinen, aber feinen Kader“, bringt es der Sportliche Leiter auf den Punkt. Für Rechtsaußen konnte Jonas Heckmann vom TV Hemsbach verpflichtet werden. Am Kreis verstärkt Jakob Förch die HSG. Der 28-Jährige kommt von der SG Nußloch. Mit Silas Quindt konnte zudem ein talentierter Rückraumspieler gewonnen werden, der zuletzt für die HG Oftersheim/Schwetzingen auflief, davor in der Jugend der HSG Weinheim/Oberflockenbach am Ball war und in jüngeren Jahren schon für die HSG Weschnitztal spielte.

Bitter verlief der Einstand bei den Odenwäldern indes für Keeper Kristian Szel. Im ersten Training mit seinem neuen Team riss sich der ehemalige Akteur des TSV Handschuhsheim das Kreuzband. Damit ist für ihn die Saison beendet, bevor sie überhaupt richtig losgegangen ist. „Das war schon ein Nackenschlag“, gibt Heckmann zu und drückt Szel für die Zukunft die Daumen. Da damit nur noch Erik Fremr für die so wichtige Torhüterposition zur Verfügung stand – Luca Schmitt verließ das Team beruflich bedingt kurzfristig –, entschloss man sich bei der HSG, den jungen Luca Schneider aus der Jugend schon fest in den Erstmannschaftskader hochzuziehen.

Eigentlich sollte Schneider in der zweiten Mannschaft Spielpraxis sammeln, wird aber nun gleich für höhere Aufgaben benötigt. Dass er das Zeug dazu hat, davon ist man bei Weschnitztal überzeugt. Angesichts der dünnen Personaldecke und der zu erwartenden starken Konkurrenz gab man sich im Rahmen der Teamvorstellung eher zurückhaltend. Ein einstelliger Tabellenplatz sollte es in der Verbandsliga am Ende aber doch werden. Dazu stehen in den vier Wochen bis zum Rundenstart gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen noch viele Übungseinheiten und Testspiele auf dem Plan von Coach Mirko Ritter. Enorm wichtig – und das wurde auch im Rahmen „Lindenfest meets Weschnitztalhalle“ deutlich – ist für die Odenwälder der Nachwuchs: „Diese Jungs – gerade in der Oberliga-B-Jugend – sind ein Versprechen auf die Zukunft“, unterstreicht Nils Heckmann.

Das Team hinter dem Team

Im Rahmen der Saisonpräsentation stellte die HSG auch „das Team hinter dem Team“ vor, ohne das die Entwicklung im Männer- und Jugendbereich nicht zu stemmen wäre. So stellt die HSG mit Bettina Schmitt, Guido Schmitt, Tim Seils, Katharina Jöst, Kyra Dewald, Marcel Schmitt und Niklas Zehrbach sieben engagierte Schiedsrichter. Als Physiotherapeuten unterstützen Selina Schmidt, Kira Appelt und Janina Mechnig die Handballer. Die Stimmen der HSG bei den Heimspielen sind die beiden Hallensprecher Detlef Haas und Michael Ginader.

„Dazu kommen noch viele Helfer bei den Heimspielen rund um die Bewirtung und die Kasse“, erklärt Nils Heckmann. Ebenso gilt ein Dank den engagierten Eltern der Nachwuchsspieler, ohne deren Mitwirken als Fahrer und Helfer die Jugendarbeit unvorstellbar wäre. „Nur gemeinsam können wir hier im Weschnitztal etwas bewegen“, so der Sportliche Leiter. mep