Tischtennis

Jakob Machel bleibt an der Spitze

Der Kreiswart hängt noch eine Amtszeit dran. Beim Kreistag im Fürther Ortsteil Ellenbach bleiben die Posten des Sportwarts und des Schülerwarts unbesetzt.

Beim Tischtennis-Kreistag in Ellenbach wurde Kreiswart Jakob Machel (rechts) für eine weitere Amtszeit bestätigt, was auch für (von links) Ralf Löffler (Protokollführer), Adrian Kreuzer (Jugendwart) und Torsten Hensel (Schiedsrichterwart) galt. Der Sportkreis-Ehrenvorsitzende Horst Knop (stehend) sprach ein Grußwort. Bild: Jürgen Luh Foto: Luh
Beim Tischtennis-Kreistag in Ellenbach wurde Kreiswart Jakob Machel (rechts) für eine weitere Amtszeit bestätigt, was auch für (von links) Ralf Löffler (Protokollführer), Adrian Kreuzer (Jugendwart) und Torsten Hensel (Schiedsrichterwart) galt. Der Sportkreis-Ehrenvorsitzende Horst Knop (stehend) sprach ein Grußwort. Bild: Jürgen Luh

Fürth-Ellenbach. Viel Einigkeit, aber auch mahnende Worte gab es beim ordentlichen Tischtennis-Kreistag in der Turnhalle des TSV Ellenbach am Freitagabend. Kreiswart Jakob Machel erwähnte in seinen Begrüßungsworten besonders Kreis-Ehrenmitglied Werner Kober und Horst Knop, Ehrenmitglied des Sportkreises Bergstraße, beides langjährige Weggefährten seiner Amtszeit. Knop vertrat die neue Vorsitzende des Sportkreises, Sybille Becker.

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In seinem kurzweiligen Grußwort las Knop aus einem Presseartikel aus dem Jahr 1988 über die Anfänge von Machels Tätigkeit als Tischtennis-Kreiswart vor und berichtete über die jahrzehntelange hervorragende Zusammenarbeit. „Auf den Tischtenniskreis war immer Verlass“, sagte er. Angesichts der personellen Sorgen, die die Tischtennisgemeinde umtreibt, richtete er auch einen Appell an das Plenum, dass sich alle Vereine Gedanken über die Zukunft machen sollten: „Ohne Funktionäre funktioniert das System im Sport nicht.“

Komplett mit Viererteams

Machel stieg mit seinem Rechenschaftsbericht in die Tagesordnung ein. Die Spielrunde im Bezirk und im Kreis wurde erstmals komplett mit Vierermannschaften abgeschlossen. Nicht überall war seinen Worten zufolge die Begeisterung bei den Spielerinnen und Spielern über diese Änderung zu spüren. Wie bei vielen anderen Änderungen, die es im Tischtennissport gegeben hat, wird aber auch sie bald kein Gesprächsthema mehr sein.

In der vergangenen Spielzeit waren es 260 Mannschaften aus 43 Vereinen (eine Abteilung beziehungsweise ein Verein nimmt nicht am Spielbetrieb teil), die gemeldet waren. Für die neue Spielrunde 2025/26 sind es 247 Mannschaften aus 42 Vereinen. Die Mannschaft von der SG Nordheim/Wattenheim hat sich aufgelöst.

Machel gab einen sportlichen Abriss der erfolgreichen Bergsträßer Mannschaften von der Bezirksebene bis hinauf zur 2. Bundesliga. Aus dieser musste der TTC Lampertheim denkbar unglücklich absteigen. Der VfR Fehlheim schaffte als Meister der Oberliga Hessen den Wiederaufstieg in die Regionalliga. Erfreut zeigte sich der Kreiswart darüber, dass bei den Pokalendrunden der Erwachsenen und auch bei der Jugend alle Mannschaften antraten.

Zum Abschluss seines Berichts richtete er seinen Dank an die Vorstandsmitglieder, die Verantwortlichen der Vereine und Mannschaften für die Zusammenarbeit, an die Vereine, die in der abgelaufenen Saison Veranstaltungen durchgeführt haben und an die Schiedsrichter, die ihre Aufgaben im Namen des Tischtenniskreises wahrgenommen haben.

In seiner Tätigkeit als Klassenleiter aller Spielklassen im Kreis erhofft er sich von den Vereinen, dass die Online-Spielberichterfassung noch mehr genutzt wird. Es können Strafen für falsche Aufstellung und verspätete Eingaben leicht vermieden werden. Bei Terminänderungen wies er darauf hin, dass ab der kommenden Saison nur noch die vorherige Online-Abstimmung der Vereine akzeptiert wird.

Jugendwart Adrian Kreuzer berichtete in seiner Nachlese zur vergangenen Spielzeit über einen leichten Rückgang der Meldungen bei den Turnieren im Kreis. Er hofft, dass es wieder einen Anstieg gibt. Nach 70 Nachwuchs-Mannschaften, die 2024/25 im Kreis an den Start gingen, werden es in 2025/26 mit 63 etwas weniger sein. Die Möglichkeit der Online-Meldung von Spielerinnen und Spielern für die Turniere sollte auch im Nachwuchsbereich genutzt werden. Stagnation gab es bei den Schiedsrichtern im Kreis. Weiterhin bleibt es bei zwölf aktiven Unparteiischen, die bei Turnieren und Spielen der Oberliga und 2. Bundesliga im Einsatz waren.

Urkunden für Meister

Die Meisterteams wurden anschließend von Machel mit einer Urkunde geehrt. Die Entlastung des Vorstands und der Spielleiter wurde durch den Sportkreis-Ehrenvorsitzenden vorgenommen, der zur Abstimmung bat. Ohne Gegenstimmen wurde das Gremium einmütig entlastet.

Als erstes stand die Neuwahl des Kreiswarts auf der Tagesordnung. Hier wurde Machel vorgeschlagen, der bereits eingangs der Versammlung mitgeteilte hatte, eine weitere Amtszeit dranzuhängen. Die Abstimmung war erwartungsgemäß einstimmig. Seine Beweggründe, weiterhin das Amt des Kreiswarts auszuführen, liegen für ihn auf der Hand. Zu Beginn seiner Tätigkeit herrschte Chaos im Tischteniskreis Bergstraße. Ein solches wollte er einem potenziellen Nachfolger nicht hinterlassen.

Die Position des Sportwarts blieb an diesem Abend weiter offen, da sich nach dem Rückzug von Torsten Elbert kein Kandidat finden wollte. Machel mahnte, dass ohne Sportwart die Ausrichtung der Kreiseinzelmeisterschaften, die in dessen Händen liegen, nicht gesichert ist. Die Erstellung von Terminplänen gehört ebenfalls zum Aufgabengebiet, bei dem es jedoch Unterstützung gibt.

Jugendwart entlasten

Die Ämter des Jugendwarts, des Pressewarts und des Schiedsrichterwarts liegen erneut bei Adrian Kreuzer, Jürgen Luh und Torsten Hensel. Alle drei stellten sich erneut zur Wahl und wurden einstimmig bestätigt. Der Platz des Schülerwarts ist auch nach zwei Amtsperioden weiterhin unbesetzt. Zur Entlastung des Jugendwarts wäre die Position auch dringend zu besetzen.

Die Vergabe der Veranstaltungen wurde en bloc durchgeführt und war einstimmig. Ein Antrag der TSK Rimbach zu Ausnahmegenehmigungen für Tische lag der Versammlung vor. Der Kreisschiedsrichterwart erläuterte den Verfall der Nutzungserlaubnis für diverse Tische, beispielsweise für Joola, zum Ende des Jahres. Eine Ausnahmegenehmigung ist auf Kreisebene möglich und beim Kreiswart zu beantragen. Die TSK Rimbach beantragte eine Erweiterung der Ausnahmegenehmigung auf die Bezirksebene. Machel informierte, dass ein Antrag des Mannschaftsspielausschusses folgen wird, der eine Fristverlängerung vorsieht, damit nicht in der Rückrunde Tische der Hinrunde verboten sind. Der Antrag der TSK Rimbach wurde einstimmig angenommen. Eine Ausnahmegenehmigung muss von jedem Verein, der betroffen ist, bis zum 2. Juli beantragt werden.

Bei der Vorstellung der Klasseneinteilung der Erwachsenen gab es nur wenige Änderungswünsche.

Kreistag 2026 in Erlenbach

Unter dem abschließenden Punkt Verschiedenes informierte Machel über den Saisonstart der neuen Runde. Der FSV Erlenbach bewarb sich noch um die Durchführung des Kreistags 2026, was einstimmig beschlossen wurde. Eine Frage kam zur Verpflichtung des digitalen Spielberichts auf, welcher aber auch für 2025/26 noch nicht verbindlich ist.

In seinem Schlusssatz, nach nur knapp 90-minütiger Sitzungszeit, wies Machel noch mal auf die Vakanz des Kreissportwarts und auf die Konsequenzen hin. (jlu)