Kai Hurych triumphiert bei der Heim-DM auf der Fürther KSV-Anlage
Der 20 Jahre alte Lokalmatador dominiert die Titelkämpfe und stellt dabei einen neuen deutschen Rekord auf. Auch im Team-Wettbewerb ist er mit der TSG Eppstein erfolgreich.
In beeindruckender Manier hat sich Lokalmatador Kai Hurych auf der bestens präparierten Anlage seines KSV Fürth am Wochenende den Titel des deutschen Meisters im Rasenkraftsport (Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm) gesichert.
In der ersten Disziplin, dem Steinstoßen, stieß Hurych den 15 Kilogramm schweren Eisenquader 10,13 Meter weit. Die neue persönliche Bestleistung war gleichbedeutend mit Platz eins in dieser Kategorie. Auch in der zweiten Disziplin, dem Gewichtwerfen, überzeugte der Fürther mit einer weiteren persönlichen Bestleistung.
Diesmal schleuderte er die 12,5 Kilogramm schwere Eisenkugel 26,33 Meter weit und gewann auch diese Einzeldisziplin mit großem Vorsprung. In der abschließenden Disziplin, dem Hammerwerfen, dominierte Hurych das Feld dann mit einer Weite von 66,66 Metern. Der Vorsprung auf den zweitplatzierten Athleten dieser Klasse betrug satte 19 Meter.
31 Jahre alter Rekord ist Geschichte
Diese herausragenden Leistungen sicherten Hurych den ersten Platz im Dreikampf und somit die deutsche Meisterschaft. Zudem stellte das Wettkampfgericht fest, dass der 20-jährige Lokalmatador mit 2938 Punkten einen neuen deutschen Rekord in der Altersklasse der Junioren erzielt hatte. Den alten Rekord, der 31 Jahre Bestand hatte, hatte Hurych um sechs Punkte überboten. Und auch im Vergleich zu den anderen fünf Gewichtsklassen (bis 71 kg, bis 77 kg, bis 83 kg, bis 98 kg sowie über 98 kg) erzielte Hurych bei seinem Heimspiel am Tiefertswinkel die höchste Punktzahl der insgesamt 85 Teilnehmer.
„Ich hatte ja schon vor der Saison gesagt, dass in diesem Jahr die Heim-Meisterschaft im Rasenkraftsport mein Saisonhöhepunkt sein soll. So war es jetzt auch – und das nicht nur sportlich, sondern auch emotional“, freute sich Hurych, der sich nach Platz sechs bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Braunschweig unlängst auch die Bronzemedaille bei den U23-Meisterschaften im Hammerwerfen gesichert hatte.
„Hier auf der Heimatanlage waren so viele Familienangehörige, Arbeitskollegen und sehr viele unserer regionalen Unterstützer zum Anfeuern vor Ort. Das hat mir sehr viel bedeutet und ich möchte mich recht herzlich bei ihnen bedanken“, so Hurych weiter.
Gaststarter für die TSG Eppstein
Doch mit dem Gewinn der Meisterschaft war es für den Fürther am Wochenende noch lange nicht getan: Am zweiten Wettkampftag fand auf dem KSV-Gelände auch noch der Bundesliga-Endkampf der Männer und Frauen statt. Bei den Frauen verteidigte der ASV Erfurt seinen Titel des vergangenen Jahres, den zweiten Platz belegte der VfL Waiblingen, gefolgt von der Wettkampfgemeinschaft Untere Isar. Bei den Männern trat Kai Hurych als Gaststarter für die TSG Eppstein an.
Trotz schwerer Beine vom Wettkampf am Vortag konnte der 20-Jährige sein Rekordergebnis fast wiederholen und trug somit maßgeblich zum Titelgewinn der TSG bei. Die Wettkampfgemeinschaft Fränkisch-Crumbach/Bürstadt belegte den zweiten Platz, während die TSG Haßloch den dritten Platz erreichte.
Trainingsstunde mit dem Landrat
Im Anschluss an den Wettkampf avancierte Hurych dann auch noch zum Trainer: Landrat Christian Engelhard, der gemeinsam mit Bürgermeister Volker Oehlenschläger am Sonntag den Athleten und Organisatoren einen Besuch abstattete, erhielt vom frisch gebackenen deutschen Meister eine kleine Übungseinheit im Steinstoßen und konnte so die Leistungen der Sportler noch besser einschätzen.
Die Veranstaltung war für die KSV-Verantwortlichen der krönende Abschluss einer fast einjährigen Vorbereitung. Für den KSV war die Ausrichtung eines solchen Events allein aber nicht zu stemmen. Daher halfen die Vereine aus Fränkisch-Crumbach, Bürstadt und Eppstein unter anderem bei der Besetzung des Kampfgerichts.
„Die deutschen Meisterschaften im Rasenkraftsport und der Bundesliga-Endkampf waren ein voller Erfolg und ein beeindruckendes Beispiel für die hervorragende Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Vereinen“, lautete das Fazit der Organisatoren. Auch der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Rainer Gemmel, brachte sich über seine Funktion als Schirmherr hinaus im Organisationsteam ein. uh/fran