Fußball

Kreisliga A: Der TSV Aschbach nimmt sich 50 Punkte vor

Der TSV Aschbach zieht eine zufriedenstellende Zwischenbilanz. Trainer Thomas Baucsek hat verlängert und soll im Sommer Unterstützung bekommen.

Der TSV Aschbach steht stabil in der A-Liga und hat sich für den Rest der Rückrunde noch einiges vorgenommen.    Bild: Fritz Kopetzky Foto: Fritz Kopetzky
Der TSV Aschbach steht stabil in der A-Liga und hat sich für den Rest der Rückrunde noch einiges vorgenommen. Bild: Fritz Kopetzky

Mit dem bisherigen Verlauf der Runde in der Fußball-Kreisliga A kann der TSV Aschbach durchaus zufrieden sein, so weit, dass das Team mit (Spieler-) Trainer Thomas Baucsek (35), dem in der Saison kurzfristig zu Aschbach zurückgekehrten Jan Schörling und dem Routinier Carsten Weihrauch samt Umfeld und Verein das Saisonziel nach oben korrigieren konnten: Von „Nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben“ heißt es jetzt: „Weiter munter in der oberen Tabellenhälfte mitmischen.“

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Trainer Thomas Baucsek (Mitte) hat beim TSV Aschbach bereits verlängert.    Bild: Philipp Reimer Foto: Philipp Reimer Photography
Trainer Thomas Baucsek (Mitte) hat beim TSV Aschbach bereits verlängert. Bild: Philipp Reimer

Der TSV Aschbach überwintert mit einem Spiel weniger als die meisten Mannschaften und 26 Punkten auf Tabellenplatz sieben, mit einem positiven Torverhältnis von zehn Toren. Damit zeigt sich auch Baucsek zufrieden, der bereits in der vorletzten Runde als verantwortlicher Trainer den TSV Aschbach mit einer fulminanten und euphorischen Aufholjagd noch von der Schippe, den Abstieg vor Augen geholt hatte.

Lennox Bräse ist die Entdeckung

Auch vor der aktuellen Saison wurde Baucsek erst kurzfristig im Mai verpflichtet. Struktur und Gerüst von Team und Verein erachtet er nach wie vor als in Ordnung. Neben den Routiniers wie Carsten Weihrauch und Jan Schörling gibt es immer Neuentdeckungen. So hat Neuzugang Jesr Nerabi von der SG Wald-Michelbach „relativ schnell eingeschlagen“. Mit Lennox Bräse entpuppte sich der jüngere Bruder des immer besser aufspielenden Dylan Bräse als „größte Überraschung“ mit der meisten Spielzeit, obwohl er parallel noch A-Jugend spielt, um nur ein Beispiel für gelungene Eigengewächs-Förderung zu nennen.

Die interne Torjägerliste führt Nick Weihrauch (elf Treffer) vor Carsten Weihrauch (acht) und Dylan Bräse (sieben) an. Die Älteren wie Schörling und Weihrauch (wenn er denn trainiert) heben das Niveau im Training. Sie wecken den Ehrgeiz der jüngeren Spieler, buchstäblich an ihnen vorbeizukommen. Baucsek: „Die Jungen sind gewillt, die Alten haben weiterhin ihren Spaß. Und alle gehen davon aus, dass sie jedes Spiel gewinnen können.“

Im Sommer verstärken

Mittelfristig denkt der Verein daran, sich im Sommer punktuell zu verstärken und Baucsek einen Spieler als Co-Trainer auf dem Platz zur Seite zu stellen. Erst am für Aschbach letzten Spieltag vor der Winterpause setzte es die erste Auswärtsniederlage: Das war das unglückliche 0:1 beim souveränen Tabellenführer SG Lindenfels/Winterkasten und bisher das einzige Spiel überhaupt, in dem Aschbach ein Torerfolg versagt geblieben war. Das sagt einiges über die Auswärtsstärke aus. Dagegen läuft es statistisch zu Hause nicht so gut. Die Erklärung ist schnell geliefert: Auf dem kleinen Platz in Aschbach igeln sich die Gegner ein. Sie warten auf ihre Chance. Und gerade die spielstarken Gegner wie der SV Lörzenbach, der VfR Fehlheim II oder die SG Lindenfels/Winterkasten bekommen sie früher oder später auch serviert. Gerade in diesem Bereich will Baucsek seine jungen Spieler fördern und fordern, „damit wir uns zu Hause stabilisieren“.

Die Ziele für den weiteren Verlauf der Runde sind gesteckt. Baucsek: „Wir streben 50 Punkte an, ein Resultat, das in Aschbach schon seit Jahren nicht mehr erreicht wurde.“

Vetter kommt von der ETW II

Dazu vermeldet er gute Nachrichten: Im Winter kommt mit Dominik Vetter ein hoffnungsvoller Neuzugang von der ET Wald-Michelbach II. Jan Schörling wird trotz seines Wechsels als Trainer zum FC Ober-Abtsteinach noch bis zum Sommer in Aschbach spielen. Baucsek selbst hat einen Vertrag bis zum Ende der Runde 24/25 bereits unterschrieben. Und mit den Spielern sind bereits Gespräche geführt worden. Danach ist davon auszugehen, so Baucsek, dass „die Mannschaft zusammenbleibt“. Für das schwere Auftaktprogramm zunächst beim Tabellennachbarn Starkenburgia Heppenheim am 25. Februar und 14 Tage später beim Rivalen SV/BSC Mörlenbach startet in Aschbach eine intensive Vorbereitung am 16. Januar. Dazwischen stehen die Heimspiele gegen den SC Rodau und die Wiederansetzung des abgesagten Spiels gegen Auerbach/Bensheim II zu Hause an. Begegnungen, die vom Papier her machbar erscheinen. mk