Fußball

Kreisliga A: SV/BS Mörlenbach hat das Momentum auf seiner Seite

Am Sonntag kommt es in der Fußball-Kreisliga A zum Weschnitztalderby schlechthin, in dem sich Mörlenbach in Demut übt und Rimbach seine Chance nicht verkennen will. Trösel versucht sich in Wiedergutmachung und Aschbach will endlich mal wieder einen Heimsieg landen

Der FC Ober-Abtsteinach (am Ball Julius Hintenlang) will sich nach dem Heimsieg gegen die SG Nordheim/Wattenheim auch beim Außenseiter SV Winterkasten die Punkte holen.    Bild: Philipp Reimer Foto: Philipp Reimer Photography
Der FC Ober-Abtsteinach (am Ball Julius Hintenlang) will sich nach dem Heimsieg gegen die SG Nordheim/Wattenheim auch beim Außenseiter SV Winterkasten die Punkte holen. Bild: Philipp Reimer

SV/BSC Mörlenbach - FSV Rimbach (Sonntag, 15.30 Uhr): Seit der letzten Saison, seit der FSV Rimbach und der SV/BSC Mörlenbach gemeinsam von der B- in die A-Liga aufgestiegen sind, ist das Spiel zwischen ihnen das besondere Derby des Weschnitztals. Das wissen die beiden Spielertrainer Riza Aydogan (Mörlenbach) und Amir Duric (Rimbach) nur zu gut. Sie kennen sich und das gegnerische Team „in- und auswendig“, wie sich Aydogan ausdrückt.

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Das Hinspiel in Rimbach endete nach großem Kampf 2:2. Im Aufstiegsjahr hat der Tabellenzweite Mörlenbach den Meister mit einem 3:2-Sieg in Rimbach geärgert. Derzeit steht der SV/BSC als aktueller A-Liga-Tabellenführer etwas besser da: „Das Momentum liegt auf unsere Seite“, räumt auch Aydogan ein. Doch er achtet den FSV mit seiner starken Offensive zu jeder Zeit als gefährlichen Gegner: „Die Zuschauer werden ein taktisch ausgeprägtes Spiel sehen. Die letzten Begegnungen verliefen immer auf einem sehr hohen Niveau. Natürlich möchten wir unsere Siegesserie fortführen, aber wir wissen, was für eine schwere Aufgabe vor uns liegt. Wir bleiben demütig und hauen wie jeden Sonntag alles raus.“ Dazu stehen ihm nach aktuellem Stand alle Spieler zur Verfügung.

Duric sieht sich als Außenseiter

Duric erachtet in der gegenwärtigen Situation Mörlenbach in der Favoritenrolle: „Der SV/BSC hat einen sehr guten Lauf. Ich sage nur Gutes über die Mannschaft.“ Er will aber auch die eigene Chance nicht kleinreden: „Dazu muss halt alles klappen auf dem Platz, die Chancen müssen genutzt werden.“ Dabei schließt er sich selbst nicht aus, als er gegen Fehlheim (1:2) ein paar klare Möglichkeiten liegen ließ: „Wir gehen jedenfalls ohne Druck in das Spiel in Mörlenbach.“ Personell sieht es in seinem Team noch immer eng aus. So sind Maurizio Müller (noch immer) und Gianluca Müller (wieder) angeschlagen.

TG Jahn Trösel - VfR Fehlheim II (Samstag, 15.30 Uhr): Über Nacht kann der VfR Fehlheim II bei einem Sieg in Trösel die Tabellenführung in der A-Liga übernehmen. Das sollte nach der Einschätzung von Trösels Trainer Uwe Engert Ansporn genug für den Gegner sein. Allerdings trägt die erste Formation von Fehlheim so ziemlich zeitgleich ihr Verbandsspiel bei Eintracht Wald-Michelbach aus. Mit kontinuierlich guten Leistungen der letzten Wochen, zuletzt beim 2:1 in Rimbach, hat sich die Zweite aber fest in der Spitzengruppe der A-Liga etabliert.

Etwas gutzumachen

Die TG Jahn Trösel, so Uwe Engert weiter, hat dagegen „nach dem ganz schwachen Spiel, dem 0:3 in Heppenheim Wiedergutmachung für uns selbst zu betreiben“. Dazu müssen die bewährten Tugenden der TG Jahn wieder auf den Platz gebracht werden: Einsatzwille, Kampfbereitschaft und Disziplin im Abwehrverhalten, um überhaupt in diesem Spiel zu bestehen. Maurice Engert sollte wieder einsatzbereit sein.

TSV Aschbach - Starkenburgia Heppenheim (Sonntag, 15.30 Uhr): Nach gefühlt ewigen Zeiten soll in Aschbach mal wieder ein Heimsieg her. Vor der Winterpause ist dies auch gegen vermeintlich schwächere Gegner nicht gelungen. Zuletzt verlor Aschbach zu Hause gegen die Größen Lindenfels und Ober-Abtsteinach. Aber das Trainergespann Roman Tomczyk und Sandro Riebel ist zuversichtlich, dass es gegen die Starkenburgia wieder mal gelingen kann, wie von Sprecher Bruno Bihn verlautet.

Das Hinspiel wurde knapp verloren. Aschbach war über weite Strecken die bessere Elf. Heppenheim hatte zuletzt einen guten Lauf, verlor nur bei der aufstrebenden Mannschaft des VfR Fehlheim II und ist jetzt Tabellennachbar vom TSV auf Platz acht. Für Aschbach, so Bihn weiter, ist es jetzt wichtig, dass die Offensivkräfte Dylan Bräse, Tizian Tomczyk und Nick Weihrauch zu Hause mal wieder treffen. Es fehlt weiterhin der gesperrte Rober Jarosch. Denis Mulaj und Lenny Klage plagen sich mit kleinen Verletzungen herum, sodass Bastian Bihn und Tobias Jäger gute Aussichten haben, von Anfang zu spielen.

SV Winterkasten - FC Ober-Abtsteinach (Sonntag, 15.30 Uhr): Die Frage nach dem Favoriten dieser Begegnung stellt sich für Winterkastens Trainer Uwe Reibold erst gar nicht, wenn der Tabellenletzte gegen den Tabellenzweiten, die torgefährlichste Mannschaft der Liga antritt: „Da muss bei uns schon alles und bei Ober-Abtsteinach gar nichts klappen, sollte unser Ziel, etwas Zählbares zu holen, erreicht werden.“ Beim SVW ist die Lage prekär, muss darauf geachtet werden, dass endlich wieder Punkte reinkommen. Dazu sieht es personell neben einer Reihe von Langzeitverletzten wieder etwas besser aus: Lukas Fiege und Christian Daum sind nach ihren Verletzungen wieder 100 Prozent einsatzfähig.

FCO zeigt Fair-Play

Für Özcan Sahin, dem Trainer des FC Ober-Abtsteinach, ist es wichtig, dass sein Team auch in Winterkasten in der Defensive stabil steht. Mit dieser Leistung und der Geduld, die sein Team beim 2:0 über den anderen Außenseiter SG Nordheim/Wattenheim aufgebracht hat, ist er zufrieden. Torwart Tim Wiegand verhinderter aber durchaus einen möglichen Gegentreffer. Außerdem erwähnt Sahin positiv, dass sein Team Einfluss darauf genommen hat, dass der Schiedsrichter die Rote Karte gegen den gegnerischen Torwart Pascal Metz zurückgezogen hat. In Winterkasten kann sein Team komplett antreten. mk