Kreisliga B: Nullnummer zwischen Unter-Flockenbach und Gras-Ellenbach
TSV Gras-Ellenbach nimmt in Unterzahl einen Punkt mit. SV Fürth II enttäuscht, FC Fürth II belohnt sich. Zotzenbach kommt einmal entscheidend durch.
Unter-Flockenbach. „Wir können froh sein, dass wir einen Punkt geholt haben“, meinte Felix Dalichow. Der Trainer des SV Unter-Flockenbach III war zwar mit der kämpferischen und läuferischen Leistung seines Teams in der Fußball-Kreisliga B gegen den TSV Gras-Ellenbach zufrieden, aber spielerisch lief nichts zusammen. Auf dem Platz wurden viele falsche Entscheidungen getroffen. Die Pässe kamen nicht an. Dazu der Klassiker: In der 4. Minute landete der Ball aus einem Meter Entfernung statt im Tor an der Latte. „Das wäre sonst ein komplett anderes Spiel geworden“, sagte der Coach.
Wobei die Gäste aber einige gute Möglichkeiten hatten und den Hausherren das Leben schwer machten. „Sascha Boch hat hervorragend gehalten“, tat der SVU-Tormann einiges dafür, dass am Ende ein Punkt übrig bleib. Es gibt so Tage, „das passt es einfach nicht zusammen“, sah Dalichow auch wieder bessere kommen.
Die ersten 15 Minuten hatte der SVU das Spiel im Griff mit drei guten Chancen, sagte der sportliche Leiter des TSV, Manuel Loipersberger. „Danach sind wir immer besser reingekommen.“ Der Lohn: ebenfalls drei gute Chancen. Die zweite Halbzeit sah er dann komplett in Hand des TSV. „Wir hatten bestimmt fünf gute Chancen und weitere Abschlussmöglichkeiten.“ Die gelb-rote Karte für Sandro Morr brachte die Gäste auch nicht ins Hintertreffen.
SV Unter-Flockenbach III: Boch, Böhm (90. Hebling), Haidinger, Eggers (90. Franke), Kalt (7. Holz/66. Zimmermann), Seiler, Otto, Kreß (84. Zipfel), Nag, Kohl, Weihrich.
TSV Gras-Ellenbach: Loipersberger, Morr, Steinmann, Kukavica, Schäfer, Bagci (65. Baris), Kanat, Dastan (60. Hem), Seitz, Siby, Guthy.
SV Fürth II - SG Gronau 0:1 (0:1)
Die SV-Reserve war zwar bemüht, aber es kam einfach zu wenig. Der sportliche Leiter Sören Weise war nicht zufrieden mit dem Auftreten seiner Elf. Die agierte für ihn zu überheblich und dachte, weil ein paar aus der ersten Mannschaft mitkickten, das Ding würde sich von selbst schaukeln. Tat es aber nicht. Dabei waren die guten Vorsätze da, es besser zu machen als in der vergangenen Begegnung. Doch die wurden gleich am Anfang zunichtegemacht. Nach einem Ballverlust durch Unkonzentriertheit erzielten die Gäste nach zwei Minuten das Tor des Tages. Was eine 20-minütige Phase nach sich zog, in der beim SV nichts zusammenlief.
Nach den Wechseln kam etwas mehr Sicherheit ins Spiel. Allerdings erspielten sich die Hausherren keine zwingenden Möglichkeiten. Die schnellen Bälle über außen fanden innen keine Abnehmer. Wie es überhaupt aktuell um den Sturm nicht gut bestellt ist. „Wir hätten sie ausspielen müssen“, blieb man laut Weise unter den Möglichkeiten. Während die SV-Reserve die Gronauer Fehler nicht ausnutzte, taten es diese genau das eine, entscheidende Mal.
SV Fürth II: Hartmann, Orhan (60. Korke), Schumacher, Schmitt (33. Stephan), T. Lennert, Kocapinar, J. Lennert (90. Schäfer), Görner, Tekgezen, Hallermeier (41. Mecini), Weise.
Eintracht Bürstadt II - FC Fürth II 0:2 (0:0)
Im Endspurt holte die Fürther FC-Reserve doch noch den Sieg. Beide Male war ein Hodroj am Tor beteiligt. Erst Ali in der 80. Minute, dann Mohamed in der Nachspielzeit mit einem Konter. Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen, freute sich der sportliche Leiter Dennis Atali umso mehr über den Sieg. Denn die Partie wurde von beiden Seiten nicht hochkarätig gestaltet. Allerdings vermochten es die Gäste, durch den späten Nadelstich doch noch die drei Punkte zu holen, weil sie die Führung dann über die Zeit bringen konnten. Keeper Samardzic tat mit seinen Paraden ein Übriges, dass der FC zu null spielte.
„Durch Einsatz und Kampf haben wir uns das erarbeitet“, sagte Atali. Dieses Mal war das Glück auf der Seite der Fürther, während am vergangenen Wochenende die Partie unglücklich verloren ging.
FC Fürth II: Samardzic, A. Chebib, A. Hodroj, Geisler, M.A. Hodroj (67. Atali), Michel, Riesinger, Hanke (67. M. Hodroj), Orhan (15. Wied/77. Eck), Wolpert, Gözübüyük (77. H. Chebib).
FSV Zotzenbach - SV Kirschhausen 1:0 (1:0)
Auch ein 1:0 bedeutet drei Punkte. Der Sieg des FSV war hochverdient, sagte Vorsitzender Roland Agostin. Fast wäre er nicht zustande gekommen, denn die Gäste hatten in der 91. Minute eine 100-prozentige Möglichkeit zum Ausgleich, nachdem sie die komplette zweite Halbzeit nicht vors FSV-Tor gekommen waren. In den ersten 45 Minuten waren die Hausherren optisch überlegen, aber die klaren Chancen fehlten, so Agostin. Bis auf Luca Strubels Lupfer in den Sechszehner kurz vor der Pause, den Baur auf David Rauch weiterleitete, der das Tor des Tages erzielte.
Nach Wiederanpfiff spielte der Gegner absolut destruktiv und stellte sich mit Mann und Maus hinten rein, beobachtete der Vorsitzende. Vollrath und Baur hatten trotzdem gute Möglichkeiten, versäumten aber den zweiten Treffer, was sich fast gerächte hätte. Allerdings verteidigte der SV auch gut. Agostin: „Es war schwer durchzukommen.“
FSV Zotzenbach: Schuch, Boml, J. Hufnagel, Strubel, Aydogan (75. Klische), Vollrath (75. Sharifi), D. Rauch, Baur, Durmaz, Appelt, T. Hufnagel (70. J. Rauch). (tom)