Kreisliga B: Trainer Michael Schneider sieht in Gras-Ellenbach die Rote Karte
Am Ende wird es beim 3:2-Sieg des SV Fürth II in Gras-Ellenbach hitzig. Zotzenbacher zeigen Fair Play und spielen zu siebt weiter.
Gras-Ellenbach. Mit einer großen Leistungssteigerung nach der Pause holte der SV Fürth II in der Fußball-Kreisliga B einen Zwei-Tore-Rückstand beim TSV Gras-Ellenbach auf und siegte am Ende verdient mit 3:2 (0:2). In den ersten 45 Minuten kassierten die Gäste durch zwei individuelle Fehler die beiden Gegentreffer durch Marius Steinmann (8.) und Jonas Guthy (30., Elfmeter). In dieser Zeit hatten die Einheimischen die Partie im Griff, analysierte der sportliche Leiter Manuel Loipersberger. Aus fünf guten Chancen resultierten zwei Tore.
Das 1:2 durch Metehan Kocapinar per Elfmeter bedeutete nach einer Stunde den Umschwung. Denn dadurch glaubte die SV-Reserve wieder an sich. Der TSV wiederum fiel in alte Fehler zurück. Letztendlich zählte, dass die Gäste den Sieg mehr wollten und bei den Gras-Ellenbachern nichts mehr zusammenlief. Bastian Zink in der 82. Minute und noch einmal Kocapinar drei Minuten später mit einem Traumtor drehten die Begegnung. Die Partie wurde gegen Ende noch ziemlich hitzig, nicht nur durch viele gelbe Karten. Erst sah nach einem Zuschauerruf SV-Trainer Michael Schneider als Sündenbock die Rote Karte, danach musste auch Dennis Fink auf TSV-Seite mit Gelb-Rot vom Platz.
TSV Gras-Ellenbach: Loipersberger, Steinmann, Kukavica, Baris (35. Fink), Schäfer, Gandenberger (75. Yaremkiv), Bagci, Helm, Dastan (91. Helmstädter), Siby, Guthy.
SV Fürth II: Hartmann, Orhan, Schumacher (44. Hartmann), Stephan, Mecini (41. J. Lennert), T. Lennert, Zink, Kocapinar, Görner, Korke, Weise.
FC Fürth II - VfB Lampertheim 0:2 (0:2)
Nach vorn tat die FC-Reserve zu wenig, um den Gästen gefährlich zu werden. Die präsentierten sich als gute B-Liga-Mannschaft, die über 90 Minuten gesehen die Partie verdient gewann. Zwar hatten auch die Einheimischen ihre Möglichkeiten, aber letztendlich investierten die Fürther zu wenig im Angriff, auch wenn ganz ordentlich verteidigt wurde. „Die Aktionen wurden nicht sauber zu Ende gebracht“, sagte Sportvorstand Marco Knapp. In der ersten Hälfte kamen die Hausherren nur einmal gefährlich vors Tor des Gegners. Der sportliche Leiter Dennis Atali ergänzte, dass der eine oder andere mental noch nicht so richtig in der B-Liga angekommen sei. Der VfB hätte seiner Beobachtung nach den Sieg noch höher gestalten können, wenn er seine Überlegenheit effizienter ausgespielt hätte.
FC Fürth II: Gärtner, Fähling, A. Chebib (25. Gözübüyük), A. Hodroj, M. Hodroj, M. Hodroj, M. A. Hodroj (75. Atali), Michel, Riesinger, Wieth (29. Eck), Hanke, Wolpert (46. H. Chebib).
TSV Elmshausen - FSV Zotzenbach 1:13 (1:8)
In einer kuriosen Partie tat der FSV so viel fürs Torverhältnis, dass der 13. Treffer die Tabellenführung bedeutete. Denn dadurch haben die Zotzenbacher ein Tor mehr auf dem Habenkonto als der punktgleiche ISC Fürth. Die Hausherren traten schon zu Beginn mit nur zehn Spielern an. Jeder Angriff der Gäste bedeutete in der Anfangsphase ein Tor, sodass es bereits nach acht Minuten 0:4 stand. Das muntere Scheibenschießen ging weiter: Zur Halbzeit hieß es 1:8. Da sich der Personalschwund bei den Einheimischen fortsetzte, kamen beide Teams überein, nach der Pause im Sinne des Fair Play sieben gegen sieben weiterzuspielen. Denn der TSV kann sich nicht noch eine abgesagte Partie leisten. Auch wenn er nicht mehr in der Überzahl war, machte der FSV weitere fünf Tore. Mit sieben Treffern trug sich David Rauch in die Torschützenliste ein. Zweimal Jucine Baur, einmal Amir Sharifi, Jannik Rauch, Riza Aydogan und Luca Strubel besorgten die restlichen Treffer.
FSV Zotzenbach: Schuch, Klische, J. Rauch, Hufnagel, Strubel, Aydogan, D. Rauch, Baur, Durmaz, Sharifi, Appelt. tom