Fußball

Kreisoberliga: KSG Mitlechtern empfängt den VfL Birkenau

Mitlechterns Co-Spielertrainer Jens Klein trifft auf seinen Ex-Klub VfL Birkenau. Der SV Fürth kann es besser und der FC Ober-Abtsteinach hat ein Duell der Aufsteiger.

Nach der Heimniederlage gegen die SSG Einhausen muss der FC Ober-Abtsteinach (am Ball Lukas Fath) beim Mitaufsteiger SG Reichenbach antreten.    Bild: Fritz Kopetzky Foto: Fritz Kopetzky
Nach der Heimniederlage gegen die SSG Einhausen muss der FC Ober-Abtsteinach (am Ball Lukas Fath) beim Mitaufsteiger SG Reichenbach antreten. Bild: Fritz Kopetzky

Wenn am kommenden Sonntag (15 Uhr) in der Fußball-Kreisoberliga die KSG Mitlechtern und der VfL Birkenau aufeinandertreffen, könnte einer Person eine ganz besondere Rolle zukommen: Jens Klein. Der Co-Spielertrainer der KSG ist nämlich ein profunder Kenner des Gegners. Kein Wunder, denn in der vergangenen Saison trug er als Spielführer noch das Trikot der Spenglerswälder. „Mit Jens haben wir gegen den VfL Birkenau natürlich schon noch ein Ass im Ärmel. Von seiner Erfahrung können wir auf jeden Fall profitieren“, sagt Mitlechters Coach Ronny Sauer.

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Dass es kein einfaches Unterfangen wird, weiß jeder im Lager der Platzherren, doch die Zielsetzung ist dennoch eindeutig. „Wir wissen um die Schwere der Aufgabe, aber wir haben ein Heimspiel, da sollten wir schon etwas Zählbares mitnehmen“, stellt Sauer klar. Gerade auch mit dem neuen Selbstvertrauen durch sieben Punkte aus den letzten drei Spielen und einem deutlichen 6:1-Erfolg bei den Sportfreunden Heppenheim am vergangenen Spieltag sollte dies kein Ding der Unmöglichkeit sein. Kompakt stehen und aus einer sicheren Defensive heraus mit Nadelstichen den Erfolg suchen, das soll am Ende das Erfolgsrezept für die KSG sein. „Wir wollen auf diese Weise Jens ersparen, dass er von seinen ehemaligen Kollegen nach dem Spiel Sprüche zu hören bekommt“, fügt Sauer augenzwinkernd an. Außer dem längerfristig verletzten Kevin Kalt wird der KSG voraussichtlich der komplette Kader zur Verfügung stehen.

Auch bei Ludwig Brenner, dem Trainer des VfL Birkenau, spielt Klein eine besondere Rolle. Er hat noch eine engere Beziehung zu ihm, denn Klein war nicht nur der verlängerte Arm des Coachs auf dem Platz zu gemeinsamen Birkenauer Zeiten, sie kannten sich schon zuvor aus der Zeit beim SV Fürth. „Wir sind sehr gute Freunde. Die Freundschaft muss aber für 90 Minuten ruhen, um sie nach dem Spiel bei einem Weizenbier zusätzlich zu bekräftigen“, erklärt Brenner, der ebenfalls in Klein einen nicht zu unterschätzenden Faktor sieht: „Er kennt den VfL bestens. Allein das dürfte reichen, dass es ein sehr interessantes Spiel gibt.“ Brenner sieht die KSG mit seinem Team auf Augenhöhe. Der Umstand, dass mit Ausnahme von Robin Sauer, der sich noch im Urlaub befindet, alle aus den Ferien zurückgekehrt sind und eine ganze Trainingswoche hinter sich gebracht haben, stimmt Brenner zuversichtlich. Deshalb hofft er auch auf eine Steigerung im Vergleich zum mäßigen Auftritt beim jüngsten 3:3 gegen den SV Unter-Flockenbach II.

Nicht zur Verfügung stehen wird dem VfL Josua Hofmann. Der Verdacht auf Kreuzbandriss hat sich bei ihm bestätigt. Hauke Hentschel fehlt aufgrund eines Klinikaufenthalts. Fraglich sind die Einsätze der angeschlagenen Philipp Wolk und André Halblaub.

Tvgg Lorsch - SV Fürth (Sonntag, 15 Uhr)

Rein von der Punkteausbeute her bewegt sich der SV Fürth noch immer im Optimum. Trainer Jochen Ingelmann war jedoch mit der gezeigten Leistung beim 5:3 gegen den FV Biblis am vergangenen Sonntag nicht sonderlich zufrieden: „Wir haben zu wenig investiert und es so verpasst, die Sache klarer zu gestalten. Vielleicht hat der eine oder andere das Spiel auf die leichte Schulter genommen.“ Das darf bei der Tvgg Lorsch nicht passieren, die für Ingelmann eine der höchsten Hürden in der Kreisoberliga darstellt. „Das ist eine körperlich, fußballerisch und taktisch sehr gute Mannschaft, die hart arbeitet und sehr eingespielt ist“, unterstreicht der SV-Coach. Personell sieht es jedoch sehr gut aus. Mit Ausnahme von wenigen Spielern, die sich noch im Aufbau befinden, ist bei den Fürthern alles an Bord.

SG Reichenbach - FC Ober-Abtsteinach (Sonntag, 15 Uhr)

Im Duell der Aufsteiger hat die SG Reichenbach möglicherweise noch ein Hühnchen mit dem FC Ober-Abtsteinach aus der vergangenen Saison zu rupfen. Da gab es nämlich in der A-Liga ein 10:0 für die Überwälder gegen den TSV Reichenbach. „Ich denke schon, dass sie da noch was geraderücken wollen“, meint FCO-Trainer Özcan Sahin. Die Partie wird auf dem kleinen SSV-Platz stattfinden, was für Sahin nicht unbedingt ein Nachteil sein muss. „Vielleicht schaffen wir es, auf einem solchen Platz schneller wieder zu unserer Ordnung zu finden“, so Sahin, der zusätzlich unterstreicht, dass seine Truppe erkennen muss, dass sie nicht gezwungen ist, das Spiel zu machen und deshalb gern auch aus einer stabilen Defensive heraus spielen kann.

Wieder zur Verfügung stehen wird Torwart Tim Wiegand. Fragezeichen stehen hinter den Einsätzen von Jonas Jaap und Christian Murr. Nicht zur Verfügung stehen die verletzten Veselin Georgiev und Maximilian Gärtner. gie