Ringen

KSV Rimbach: Pascal Mieslinger bekommt seine Chance

Zweitligist KSV Rimbach findet einen Nachfolger für Trainer Laszlo Antunovits in den eigenen Reihen. Der Klassenerhalt ist das Ziel.

Pascal Mieslinger (rechts) ringt seit fünf Jahren für den KSV Rimbach. Jetzt bekommt der 34-Jährige das Vertrauen als Trainer.	Bild: Philipp Reimer Foto: Philipp Reimer
Pascal Mieslinger (rechts) ringt seit fünf Jahren für den KSV Rimbach. Jetzt bekommt der 34-Jährige das Vertrauen als Trainer. Bild: Philipp Reimer

Der KSV Rimbach startet am Samstag, 30. September, beim SRC Viernheim in die neue Zweitligasaison und bei den Odenwälder Ringern hat sich einiges getan in diesem Sommer. KSV-Trainerlegende Laszlo Antunovits hat den Verein verlassen und ist in seine Heimat Ungarn zurückgekehrt. Der Verlust des Trainers wiegt schwer in Rimbach. Doch das Team um KSV-Sportwart Oliver Schmitt blickt trotzdem mit Zuversicht nach vorne, denn der Nachwuchs bekommt seine Chance. Die zweite Mannschaft des KSV Rimbach muss in der Oberliga schon am Freitag (20.30 Uhr) auf die Matte, wenn der SC Großostheim in der Odenwaldhalle zu Gast ist.

"Die Konkurrenz in der Liga ist stärker geworden" - Oliver Schmitt

Der KSV Rimbach hat sich mit drei jungen Ringern verstärkt. Vasile Marcu soll die Gewichtsklassen 61 und 66 kg abdecken. Der junge Moldawier ist Freistilspezialist, ringt agil und schnell. „Er ist technisch stark und passt gut in unser junges Team“, sagt Schmitt. Christian Herrmann wechselte vom VfK Schifferstadt zu den Rimbachern. Er war in den vergangenen zwei Jahren in der Bundesliga aktiv. Der Freistilringer soll in der Gewichtsklasse bis 80 kg Daniel Seibold ersetzen, der den KSV Rimbach in Richtung seines Heimatvereins Wersau verlassen hat. „Christian ist ein großer, schlanker Ringertyp – unbequem für den Gegner“, sagt der KSV-Sportwart. „Er ist ein Ringer für die Zukunft.“

Mehr Variabilität im Team

Der Tscheche Jakub Bielesz ist für die Gewichtsklassen 75 und 80 kg eingeplant. Der Kumpel von KSV-Leistungsträger Oldrich Varga ist ein flexibler Ringer, hat international Erfahrung gesammelt und beeindruckende Kämpfe abgeliefert. „Wir haben Jakub beobachtet und festgestellt, dass er zu uns passt“, sagt Schmitt. Die drei Zugänge sollen mehr Variabilität ins KSV-Team bringen, denn sie können mehrere Gewichtsklassen abdecken.

Laszlo Antunovits als Trainer indes ist nur schwer zu ersetzen, sein Nachfolger heißt Pascal Mieslinger und kommt aus den eigenen Reihen. Er hat zuletzt fünf Jahre für die Odenwälder gekämpft, kennt Verein und Mannschaft gut. „Er hat eine Trainerausbildung und Erfahrung im Jugendbereich gesammelt“, sagt Schmitt. „Er ist ein Vorbild und war immer loyal. Jetzt bekommt er bei uns seine Chance.“

Der 34 Jahre alte Mieslinger arbeitete in den vergangenen sieben Wochen gemeinsam mit Antunovits. „Beide sprechen sich telefonisch ab“, sagt Schmitt. Der Kontakt soll auch während der Saison aufrechterhalten werden.

Antunovits musste sein Traineramt aus familiären Gründen abgeben. „Laszlo war immer der Erste in der Halle und der Letzte, der ging“, sagt Schmitt. „Es muss weitergehen, aber es ist hart für uns.“ Das Ziel der Rimbacher ist in diesem Jahr klar formuliert: Klassenerhalt. „Die Konkurrenz in der 2. Liga ist stärker geworden“, sagt Schmitt mit Blick auf Mannschaften wie Reilingen/Hockenheim, Freiburg und Nürnberg. „Sie haben teilweise Kader mit Bundesligaringern.“ Der KSV Rimbach sieht sich auf Augenhöhe mit Teams wie Viernheim und Schriesheim. „Aber wir sind ähnlich gut aufgestellt wie im vergangenen Jahr“, sagt der KSV-Sportwart.

Die Gewichtsklasse bis 75 kg soll diesmal besser greifen als in der Saison 2022, als Andrej Kurockin diese Position abdeckte. „Andrej hat nur drei Kämpfe gewonnen“, sagt Schmitt. Jan Schwab und Neuzugang Bielesz sind jetzt in der Verantwortung, und auch Nico Schmitt sowie Bruder Felix Schmitt könnten 75 kg ringen. „Wir sind variabel“, sagt Schmitt. Leon Wolf rückt derweil in die zweite Mannschaft des KSV Rimbach auf, und auch Zugang Marcu wird in der Vorrunde wohl zunächst in der KSV-Reserve antreten, bevor er in der Rückrunde die erste Garnitur stützt.

Die zweite Mannschaft des KSV wird es schwer haben in diesem Jahr, sagt Schmitt. „Auch weil wir die Ringer für die erste Mannschaft brauchen.“ Die Oberliga sei diesmal stärker gestaffelt. „Wenn es gut läuft, schaffen wir den Klassenerhalt, aber es wird nicht einfach“, so Schmitt.

Zugänge: Vasile Marcu (Moldawien), Christian Herrmann (VfK Schifferstadt), Jakub Bielesz (Tschechien).

Abgänge: Daniel Seibold (KSV Wersau), Andrej Kurockin (TSV Gailbach), Laszlo Antunovits (Ungarn).

Trainer: Pascal Mieslinger (für Laszlo Antunovits).

Saisonziel: für erste und zweite Mannschaft Klassenerhalt. jaz

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