Neuanfang für ISC Fürth mit Rückkehrern
Der Fußball-A-Ligist hat aus dem Debakel der vergangenen Saison gelernt.
So eine Saison ist keinem zu wünschen: Der ISC Fürth wurde in der vergangenen A-Liga-Runde mit einem Punkt auf der Habenseite abgeschlagen Tabellenletzter – und hat dennoch die Klasse erhalten. Dieses Jahr hatte aber auch gute Seiten oder Erkenntnisse gebracht. Schon Wochen vor Rundenende bekundeten Trainer, Betreuer und das Umfeld der Gegner den Respekt vor dem ISC für das Durchhaltevermögen. Woche für Woche wurden die Spieler mit hohen Niederlagen vom Platz gefegt, aber sie machten unbeirrt weiter.
Nur zu Beginn der Saison, als es noch Niederlagen mit einer zweistelligen Zahl an Gegentoren setzte, wurden zwei Spiele abgesagt. Nach der Winterpause wurde es besser, die Höhe der Niederlagen hielt sich in Grenzen. Für den neuen Vorstand des ISC bedankte sich Spielausschussmitglied Taner Bahceci bei den Spielern: „Ein einfaches Danke dafür ist noch zu wenig. Hätten wir die Mannschaft abgemeldet, wäre der Verein Geschichte gewesen“, spricht er aus Erfahrung mit anderen Vereinen in einer ähnlich prekären Situation.
Glück gehabt
So aber hatte der ISC einfach Glück: Azzurri Lampertheim hatte bereits vor der Runde kurzfristig abgemeldet, die SG Nordheim/Wattenheim (in den Jahren zuvor stets im Kampf gegen die Relegation nach unten) entschied sich freiwillig dazu, in der B-Liga neu zu starten: Es gab keinen Absteiger und keine Relegation. Der ISC hatte die Klasse erhalten.
Der Vorstand hatte Zeit, sich und die Mannschaft neu aufzustellen. Mit einer Vielzahl an Rückkehrern und vor allem mit dem neuen Spielertrainer Emre Gözübüyük (25) vom SV Fürth ist Bahceci mit dem Team zuversichtlich, die Klasse halten und sich neu in der A-Liga etablieren zu können. Dabei will er, weil Fußball ein Mannschaftssport ist, keinen der vielen Neuzugänge hervorheben. Zu nennen ist da der frühere Goalgetter des ISC, Kenan Kemanci, der von den Sportfreunden Heppenheim zurückkehrt, aber auch Leon Höfler aus der Jugend des SV Fürth, ein naher Verwandter von Frank Hirschhausen, der bereits vor längerer Zeit den Weg zum ISC gefunden hatte. Für Torwart Levent Salimov, der sich dem TSV Gras-Ellenbach anschlioss, kommt mit Vedat Cihan ein altgedienter Torwart von Anatolia Birkenau, der bereits Kreisoberliga-Luft geschnuppert hat.
Von Neuzgängen überzeugt
Bahceci ist von jedem Neuzugang überzeugt. Er zeigt sich zuversichtlich, ein kompaktes Team stellen zu können, „das insbesondere durch seine Offensivkraft für die eine oder andere Überraschung sorgen und dem einen oder anderen Favoriten Probleme bereiten kann“. Insgesamt wünscht er sich vom eigenen Publikum mehr Unterstützung bei den Heimspielen in Lörzenbach: „Es heißt ja immer in guten und in schlechten Zeiten.“
Der Kader
Zugänge: Leon Höfler, Chris Louis Otsato (beide SV Fürth), Volkan Cakir-Sahin (SV/BSC Mörlenbach), Shurab Mehmanov (FSV Rimbach), Kenan Kemanci (SF Heppenheim), Vedat Cihan (Anatolia Birkenau), Ahmet Kasar, Volkan Gözübüyük, Mustafa Kara (kehren aus einer Pause zurück).
Abgänge: Kristian Blazevic, Atakan Celik, Hüseyin Kemanci, Serkan Gözübüyük (alle FC Fürth), Sehmus Öner (SV Zwingenberg), Levent Salimov (TSV Gras-Ellenbach).
Spielertrainer: Emre Gözübüyük (SV Fürth, folgt auf Salahudin Zulovic).
Saisonziel: Klassenerhalt.
Favoriten: FSG Bensheim, VfR Fehlheim II, Starkenburgia Heppenheim, FSV Rimbach.