Trotz schmerzhaften Abgangs

Der ISC Fürth will A-Ligist bleiben

Beim ISC Fürth stehen wichtige Veränderungen an: Ein neuer Spielertrainer übernimmt das Ruder, während ein Leistungsträger den Verein verlässt. Mit frischen Impulsen und sechs weiteren Neuzugängen soll der Klassenerhalt gesichert werden.

Geballte Power – mit diesen Neuzugängen soll der Klassenerhalt gelingen. Foto: Thomas Rittelmann
Geballte Power – mit diesen Neuzugängen soll der Klassenerhalt gelingen.

Fürth. Zwölf Punkte aus 18 Spielen und ein direkter Abstiegsplatz, dazu das Ausscheiden in der ersten Runde des Kreispokals – so lautet die Bilanz des ISC Fürth in der bisherigen Saison. Nun soll ein neuer Trainer frischen Wind in den Club bringen. Neben gleich sechs weiteren Neuzugängen verliert die Mannschaft im Gegenzug ihren Top-Torschützen. Für die Rückrunde bleibt man optimistisch.

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Eine insgesamt ordentliche Hinrunde

Trotz des vorletzten Tabellenplatzes ist man beim ISC Fürth aus sportlicher Sicht zufrieden mit den bisherigen Leistungen. „Wir hatten eine hohe Trainingsbeteiligung und bis auf wenige Spiele, haben wir gut mithalten können“, sagt Vorstandsmitglied Rasim Kasalar. „Den ein oder anderen Punkt hätten wir noch mitnehmen müssen, aber zum Ende hin ist uns leider etwas die Luft ausgegangen.“

Während sie mit zwei Siegen nach den ersten drei Spielen bereits die Hälfte ihres aktuellen Punktestands erspielt hatten, warten die Fürther mittlerweile seit sieben Spielen auf den nächsten Zähler. Eigentlich hatte sich der ISC schon 15 Punkte erspielt, durch den erzwungenen Spielabbruch gegen VfR Fehlheim II wurde der Verein aber mit einem Abzug von drei Punkten sanktioniert.

Neuer Trainer bringt tiefes Spielverständnis mit

Kadertechnisch hat sich beim ISC Fürth in der Winterpause einiges getan. Die schlechten Nachrichten zuerst: Spielertrainer und Top-Torschütze Emre Gözübüyük verlässt den Verein nach einem halben Jahr wieder und kehrt zum SC Olympia Lorsch in die Kreisoberliga zurück. Der Abschied sei einvernehmlich gewesen. „Nach intensiver Analyse der bisherigen Entwicklung sind wir gemeinsam mit Emre zu der Erkenntnis gelangt, dass wir unsere Ziele nicht in vollem Umfang erreichen konnten“, so Kasalar. „In einem offenen und konstruktiven Austausch haben wir uns daher darauf verständigt, die Zusammenarbeit zu beenden.“

Emre Gözübüyük (noch im Trikot des SV Fürth) schnürt nach nur einem halben Jahr ISC Fürth nun wieder die Schuhe für Olympia Lorsch. Foto: Fritz Kopetzky
Emre Gözübüyük (noch im Trikot des SV Fürth) schnürt nach nur einem halben Jahr ISC Fürth nun wieder die Schuhe für Olympia Lorsch.

Die Reaktion darauf hat nicht lange auf sich warten lassen. Der neue Spielertrainer heißt Erblin Azizi und kommt vom VfL Neckarau. Der 27-Jährige bringt zwar noch keine Trainererfahrung mit, Kasalar ist dennoch überzeugt, dass er der richtige Mann für diese Aufgabe ist. „Durch seine langjährige Erfahrung als Spieler hat er ein tiefes Verständnis für das Spiel entwickelt, das er nun in seiner neuen Funktion einbringen wird. Wir sind zuversichtlich, dass er das Team durch seine Motivation und sein Engagement weiter voranbringen wird.“

Erblin Azizi soll von nun an frischen Wind in das Spiel vom ISC Fürth bringen. Foto: Thomas Rittelmann
Erblin Azizi soll von nun an frischen Wind in das Spiel vom ISC Fürth bringen.

Neben Gözübüyük gibt es einen weiteren Abgang aus der Führungsetage vom ISC. Und zwar tritt Salahudin Zulovic aus privaten Gründen als sportlicher Leiter zurück. „Wir danken ihm von Herzen für seine großartige Arbeit und wünschen ihm alles Gute auf seinem weiteren Weg“, sagt Kasalar im Namen des Vereins.

„Wir konnten uns gezielt verstärken“

Wie angeklungen hat der ISC Fürth seinen Kader mit gleich sechs Winter-Neuzugängen erweitern können. Abgesehen von Gözübüyük gehörten die Abgänge (Cuma Güngör & Suhrab Mehmanov) nicht zum festen Stammkader. „Es war uns daher nicht nur möglich, die Verluste zu kompensieren, sondern wir konnten uns darüber hinaus gezielt verstärken“, so Kasalar.

Das Fürther Wappen auf der Brust tragen werden ab Februar Yasin Sertdemir (Germania Friedrichsfeld), Samuel Nwachukwu (TSG Weinheim), Recep Cicek (SSG Einhausen), Sidiki Diane Aboubakar (SW Mühlburg), Oyakhilome Odionkhere (ESV Ludwigshafen) und Mohamed Conde (fängt an).

Mit den neuen Spielern hat der Club klare Ambitionen. „Das vorrangige Ziel ist der Klassenerhalt“, sagt Kasalar. „Mit hoher Konzentration und harter Arbeit sind wir davon überzeugt, dass wir eine bessere Rückrunde spielen werden. Vielleicht schaffen wir den zehnten Platz.“ Im ersten Testspiel am vergangenen Sonntag gegen den Mannheimer Fußball Club Phönix trennte man sich mit 2:2.