Sofortiger Wiederaufstieg ist das erklärte Ziel
SV Mörlenbach geht mit dem neuen Trainer Ralf Peters und fünf Neuzugängen optimistisch in die nächste Saison-
Den Abstieg aus der Bezirksoberliga haben die Volleyballer des SV Mörlenbach längst verdaut – und nicht nur das: Sie gehen mit neuem Optimismus und Engagement in die neue Spielzeit der Bezirksliga. Anlass hierzu ist in erster Linie, dass mit Ralf Peters ein Trainer, und noch dazu ein sehr erfahrener, verpflichtet werden konnte. Zudem ist die Mannschaft durch Neuzugänge besser und breiter aufgestellt.
In der vergangenen Spielzeit musste das Team häufig stark ersatzgeschwächt und dezimiert in die Partien gehen. Es fehlte zudem an Konstanz und die erhoffte Steigerung der neu formierten Mannschaft trat nicht ein. Dadurch wurden wichtige Begegnungen, gerade auch in den entscheidenden Phasen, abgegeben.
Besser aufgestellt
Wirkte sich die dünne Personaldecke in der vergangenen Saison auch auf das Training auf, so ist man in der kommenden Spielzeit deutlich besser aufgestellt. Neu ist, dass ein Teil der Mannschaft auch in der spielfreien Zeit in der Halle durchtrainiert, sehr zur Freude des neuen Trainers. Einige Spieler sind zudem häufiger auf der Beachanlage anzutreffen.
Mit Neal Schmakel gab es nur einen Abgang zu verzeichnen (umzugsbedingt). Dafür konnte die Mannschaft fünf Neuzugänge begrüßen: Jerome Beran, Jonas Zeiß, Tim Friedrich, Barklly Ramos und Leban Ahmed. Aufgrund der Verpflichtung des neuen Trainers gepaart mit den motivierten Neuzugängen und dem durchgängigen Hallentraining blickt der Spieler und Sportkoordinator Michael Schuch angriffsfreudig der Saison 2023/24 entgegen. Der direkte Wiederaufstieg ist das klare Ziel. Trainiert wird montags und donnerstags von 19.30 bis 22 Uhr in der Weschnitztalhalle in Mörlenbach. Interessierte Spieler sind willkommen.
Der neue Trainer
Der neue Trainers Ralf Peters spielt und befasst sich seit dem 15. Lebensjahr mit Volleyball. Er trainierte in der „Schulsportgemeinschaft Gymnasium Duisburg Neudorf“ neben der sehr erfolgreichen Herrenmannschaft auch Hobbyspieler sowie männliche und weibliche Jugendliche. Im Studium absolvierte Peters Volleyball als Schwerpunktsportart und erwarb die Trainer-B-Lizenz.
In den Folgejahren trainierte er verschiedene Teams in Duisburg von der Hobbymannschaft bis hin zu einer Damenmannschaft in der 3. Liga. Seine eigene aktive Zeit endete bedingt auch durch diverse Verletzungen 1984 nach verschiedenen Stationen in Duisburg beim TuS Dinslaken in der Landesliga.
Ende der 1980er-Jahre führten berufliche Entscheidungen Peters an die Bergstraße. 1989 erreichte ihn eine Anfrage des TV Jugenheim, die dortige Herrenmannschaft zu übernehmen. Die damalige Mannschaft führte Peters mit mehrfachen Aufstiegen bis in die Landesliga. Mitte der 1990er-Jahre folgte er dem Ruf des DSW Darmstadt als Trainer des in der Regionalliga startenden Herren-Teams. Nach einer mehrjährigen Pause nahm der Volleyball-Enthusiast Ende der 1990er-Jahre die Arbeit wieder beim TV Jugenheim auf. Da seine beiden Söhne inzwischen auch Volleyball spielten, bot sich die Gelegenheit, mit einem Kreis sehr junger und gut ausgebildeter Spieler den Umbau einer alternden Mannschaft im laufenden Landesliga-Spielbetrieb erfolgreich zu gestalten.
Ein Jahrzehnt Pause
2012 wechselte dann diese noch recht jugendliche erste Herrenmannschaft des TV Jugenheim samt Trainer komplett zum ehemaligen Erstliga-Volleyballverein Orplid Darmstadt. Dort bot man ihr sportliche Perspektiven, die in Seeheim nicht mehr möglich waren. Mit dem Aufstieg dieses Teams in die Regionalliga endete 2013 für Peters, so dachte er zumindest damals, seine Tätigkeit als Trainer.
Nach einem guten Jahrzehnt Volleyball-Pause gelang es dem SV Mörlenbach, Peters nach engagierten Anwerbemaßnahmen noch einmal in die Halle und dort an den Spielfeldrand zu bekommen. „Mit dem Potenzial der Mannschaft und den relativ guten Trainingsbedingungen sollte der sofortige Wiederaufstieg das Saisonziel sein“, erklärt der neue Coach.
Sein zweiter Gedanke: „Eine breit angelegte Initiative zur Akquise von Nachwuchs, am sinnvollsten männliche und weibliche Jugendliche gemeinsam, würde der ganzen Sache in Mörlenbach sicherlich guttun und die aktuelle Arbeit langfristig untermauern.“