SV Unter-Flockenbach will den „Puffer“ nach unten weiter ausbauen
Der Hessenligist empfängt am Samstag das abgeschlagene Schlusslicht TuS Hornau. Wie Verteidiger Max Heckhoff und Trainer Dalio Memic die Lage einschätzen.
Unter-Flockenbach. Das 2:5 beim Hünfelder SV war für Fußball-Hessenligist SV Unter-Flockenbach ein ziemlicher Dämpfer. „Mit zehn schwachen Minuten zu Beginn jeder Halbzeit haben wir das Spiel leider sehr schnell aus der Hand gegeben“, blickt Defensivspieler Max Heckhoff auf den missglückten Auswärtsauftritt, der vor allem eine Erkenntnis mit sich brachte: „Jeder weiß jetzt noch mal umso mehr, dass wir in jedem Spiel von Beginn an einhundert Prozent geben müssen – dass nur 80, 90 Prozent in keinem Spiel reichen werden“, erklärt der 23-Jährige. Und das gilt nicht zuletzt für das Heimspiel an diesem Samstag, wenn ab 15.30 Uhr mit dem TuS Hornau der Tabellenletzte in Hessens Oberhaus seine Aufwartung macht.
„Das sind jene Spiele, die im Fußball oft die schwersten sind. Der Gegner steht irgendwo mit dem Rücken zur Wand, hat aufgrund seiner Situation aber im Prinzip nix zu verlieren“, weiß SVU-Coach Dalio Memic vor dem Aufsteiger-Duell gegen den bereits 16 Punkte hinter einem möglicherweise rettenden Platz liegenden TuS, der in vielen Partien nur knapp an einem besseren Ergebnis vorbeigerauscht war. So auch im Hinspiel beim 1:1 gegen die „Flockies“, als der aktuell so formstarke Angreifer Angel Arthee (die letzten drei Liga-Tore gehen auf das Konto des 21-Jährigen aus Mauritius) den Gästen mit seinem ersten Saisontor als „Joker“ erst kurz vor Schluss noch einen Zähler rettete. „Wir haben uns dort sehr schwergetan“, erinnert sich Memic.
Gute Reaktion im Training
Im Vergleich zur klaren Niederlage in Hünfeld gehe es gegen Hornau vor allem darum, „die individuellen Fehler, soweit es geht, zu minimieren oder am besten ganz abzustellen.“ Das sieht auch Verteidiger Heckhoff nicht anders. Wie sein Trainer vernahm er unter der Woche im Training eine gute Reaktion auf die erste Pflichtspielschlappe des Jahres. „Wir haben die Niederlage gut verkraftet, alle haben im Training stark mitgezogen“, findet der zumeist als linker Verteidiger einer defensiven Dreierkette eingesetzte Heckhoff.
Von einem Pflichtsieg im engen Kampf um den Ligaverbleib, dem sich der SVU trotz ausgeglichener Bilanz (je neun Siege und Niederlagen, sechs Remis) ob der hohen Zahl möglicher Absteiger als Tabellenelfter stellen muss, wollen weder Trainer Memic noch er sprechen. Auf der anderen Seite ist es nichtsdestotrotz eine gute Gelegenheit, den „Puffer“ nach unten weiter auszubauen – und Heckhoff stellt klar: „Wenn wir auch im Spiel so Vollgas geben wie im Training, bin ich guter Dinge.“
Heckhoff wartet weiter aufs erste Tor
Nachdem er in der vergangenen Saison mit Pfeifferschem Drüsenfieber knapp fünf Monate ausgefallen war, sieht Heckhoff nach der für ihn harten Zeit eine auch persönlich gute Runde im Dress des Aufsteigers – mit einem kleinen Makel, den er gerne noch korrigieren möchte: „Auf mein erstes Tor warte ich weiterhin. Ich hoffe sehr, dass es damit noch klappt, nachdem ich zuletzt immerhin im Pokal mal getroffen habe.“ Beim 7:3-Sieg im ersten Pflichtspiel des Jahres erzielte Heckhoff das zwischenzeitliche 2:1. „Wir müssen offensiv bei Standards generell gefährlicher werden. An der Qualität der Ecken und Freistöße liegt es nicht, aber vor allem unser Kopfballspiel muss einfach besser werden“, sieht er in diesem Bereich Luft nach oben.
Die etatmäßige Offensive des SVU muss derweil weiter mit Einbußen klarkommen. Neben Lotfi Graidia, der mit neun Toren im internen Ranking nach wie vor vorne liegt und erst demnächst wieder ins Training einsteigen dürfte, wird auch der mit acht Toren zweitbeste Unter-Flockenbacher Schütze Linus Hebling gegen Hornau fehlen. Er verletzte sich im Training abermals an der Schulter, die Ausfalldauer sei nicht genau abzusehen, so Memic.