Fußball

Teamgeist bisher der größte Gewinner

FC Fürth tritt zum Saisonauftakt in der Kreisoberliga am heutigen Dienstag beim TV Lampertheim an.

Spielertrainer Lucas Oppermann ist mit der Vorbereitung auf die neue Kreisoberliga-Saison zufrieden, auch wenn er seine Mannschaft noch in der Findungsphase sieht. Am heutigen Dienstag startet der Gruppenliga-Absteiger mit dem Gastspiel beim TV Lampertheim in die neue Runde. Foto: Fritz Kopetzky
Spielertrainer Lucas Oppermann ist mit der Vorbereitung auf die neue Kreisoberliga-Saison zufrieden, auch wenn er seine Mannschaft noch in der Findungsphase sieht. Am heutigen Dienstag startet der Gruppenliga-Absteiger mit dem Gastspiel beim TV Lampertheim in die neue Runde.

Mit zwei Tagen Verspätung startet der FC Fürth in die neue Runde der Fußball-Kreisoberliga – am vergangenen Wochenende war der Verein beim Steinbachwiesen Open Air gefordert. Heute Abend (19.30 Uhr) steht nun die erste Partie beim TV Lampertheim an. Für Spielertrainer Lucas Oppermann sind drei Punkte das erklärte Ziel. „Bei allem Respekt vor dem Gegner muss das angesichts der Qualität, die unser Kader durch die Neuzugänge gewonnen hat, unser Anspruch sein.“

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Mit der Vorbereitung zeigt sich Oppermann zufrieden. „Das war von den Ergebnissen der Testspiele und der Integration der Neuen her fast schon zu gut. Mir wäre lieber gewesen, wir hätten hier schon vorher mal einen vor den Latz geknallt bekommen anstatt dann gleich im ersten Pflichtspiel im Kreispokal bei der SG Unter-Abtsteinach.“

Es gibt wieder Konkurrenzkampf

Neun neue Spieler hat der FC dazubekommen. „Jetzt gibt es endlich wieder Konkurrenzkampf, was in der vergangenen Runde gar nicht der Fall war. Aber die Neuen müssen auch alle erst einmal integriert werden, das hatte in den vergangenen Wochen oberste Priorität, und das braucht Zeit“, führt der Spielertrainer aus. Dabei wurde offenbar, dass noch nicht alle Oppermanns Spielweise verinnerlicht haben.

Deshalb passt es ihm ganz gut, dass der FC in diesem Monat nur zwei Pflichtspiele hat. „Die Vorbereitung zieht sich in den August rein“, weist er auch darauf hin, dass noch nicht alle Spieler aufgrund Urlaub und Verletzungen über den erforderlichen Fitnesszustand verfügen. So konnte er noch zwei weitere Testspiele vereinbaren, um die Mannschaft auf den notwendigen Stand zu bringen. Das erste gewann der FC am vergangenen Donnerstag 6:0 gegen den A-Ligisten Starkenburgia Heppenheim, am Samstag erwarten die Fürther dann die A-Jugend des SV Waldhof Mannheim (15.30 Uhr).

Noch zu ausrechenbar

Die aktuellen Defizite betreffen vor allem die Defensive. „Nach vorne haben wir enorm viel Power dazugewonnen. Aber der Ausspruch ‚vorne hui, hinten pfui‘ hat bei uns momentan schon seine Berechtigung“, sagt er im Blick auf viele Gegentore in Spielen wie gegen den SV Hummetroth (7:6) oder eben die SG Unter-Abtsteinach (2:5). „Die Abwehrarbeit fängt schon in der ersten Reihe an“, bevorzugt Oppermann eine forsche Spielweise. Da dies noch nicht im gewünschtem Maße umgesetzt wird, sind „wir noch zu ausrechenbar“, wie er gerade in der Kreispokal-Begegnung beobachtet hat.

Als positive Eigenschaft nahm er aber auch aus dem Spiel in Unter-Abtsteinach mit, dass sich seine Mannschaft von Rückschlägen nicht aus dem Konzept bringen lässt und wieder zurückkommt. Das hat ihn vor allem beim Sieg gegen Hummetroth gefallen, als der FC trotz 1:4- und 2:5-Rückstands noch gewonnen hat. Das Highlight für ihn in der Vorbereitung war dann der 5:3-Erfolg gegen den Gruppenligisten FSG Riedrode.

Auf den Gewinner aus der Vorbereitung angesprochen, nennt Oppermann keinen einzelnen Spieler, sondern den Teamgeist. „Das ist der größte Gewinner bisher“, berichtet er von einigen Teamabenden, bei denen die Truppe zusammengewachsen ist. „Ohne Teamgeist kannst du keinen Blumentopf gewinnen.“ Dennoch nimmt er einen von den Neuzugängen heraus, denn Florian Stiepel, der von der SSG Einhausen zum FC kam, hat bislang einen sehr guten Eindruck hinterlassen und dürfte ein Kandidat für die Startelf sein. Spannend verläuft zudem der Kampf um die Nummer eins. „Das hatten wir vergangene Runde auch nicht.“

Souveräner Auftritt

Wenn es heute Abend nun gegen den TV Lampertheim geht, warnt Oppermann seine Mannschaft davor, den Gegner, den viele etablierte Stammkräfte vor allem Richtung ET Bürstadt verlassen haben, zu unterschätzen: „Von den Ergebnissen der Testspiele der Lampertheimer etwas ableiten zu wollen, wäre fatal.“ Dennoch geht er die Partie mit viel Selbstbewusstsein an. „Ich bin sehr davon überzeugt, dass wir einen souveränen Auftritt hinlegen werden. Wir haben genug Spieler, die sich dem Ernst der Lage bewusst sind.“

Auch wenn die Startelf noch nicht bei 100 Prozent sei und sich die Mannschaft noch in der Findungsphase befinde, ist er sich sicher, dass „wir einen klaren Sieg einfahren werden“.