Tomislav Uremovic kehrt zum TSV Birkenau zurück
Das Mitglied der C-Jugend-Meistermannschaft von 1983 folgt dem Ruf seines früheren Mitspielers Frank Jöst und übernimmt im Sommer das Training der „kleinen Falken“.
Gerade einmal zwei Pluspunkte stehen für die Landesliga-Handballer des TSV Birkenau nach 14 Spieltagen zu Buche – bei einem Torverhältnis von 343:447. Fast schon logische Folge: Die Badenliga-Reserve hat als Tabellenletzter bereits vier Punkte Rückstand auf den Vorletzten, Handball-Wölfe Plankstadt II.
Auch die Verantwortlichen um den Sportlichen Leiter der Odenwälder, Frank Jöst, wissen, dass „der Verbleib in der Landesliga [...] nur noch sehr schwer zu realisieren sein wird“.
Trainer-Duo hört im Sommer auf
Gleichwohl sind Jöst und seine Mitstreiter im Vorstand froh, „eine wichtige Personalie“ frühzeitig entschieden zu haben. Nachdem das bisherige Trainer-Duo Felix Fath und Julius Schäfer bereits vor der Weihnachtspause bekannt gegeben hatte, das Traineramt aus beruflichen und zeitlichen Gründen in der nächsten Spielzeit nicht mehr ausüben zu können, sollte möglichst schnell ein „adäquater Ersatz“ her.
Und Jöst ist sich sicher, diesen mit seinem ehemaligen Jugend-Mitspieler beim TSV, Tomislav Uremovic (derzeit noch SG Heddesheim II), auch gefunden zu haben. Schon Ende des vergangenen Jahres habe er Kontakt zu „Tomi“ aufgenommen, berichtet Jöst. Am Dienstagnachmittag gab der TSV die Personalentscheidung bekannt.
Nach dem ersten Kontakt und Uremovics Besuch des jüngsten Heimspiels gegen die HG Königshofen/Sachsenflur sei gemeinsam mit einem kleinen Spielerrat ein Gesprächstermin vereinbart worden.
Zusage noch am gleichen Abend
„Dabei wurden von beiden Seiten die Wünsche, aber auch Probleme angesprochen.“ Und schon hier lag man offenbar auf einer Wellenlänge. Schließlich heißt es in der Pressemitteilung, die der Verein am Dienstag verschickte: „Im Laufe des Gesprächs stellte man sehr schnell fest, dass sich die Vorstellungen von beiden Seiten weitestgehend decken, und so gab Tomislav noch am gleichen Abend seine Zusage.“
Auch die SG Heddesheim hat er anschließend über seinen bevorstehenden Wechsel informiert, wie deren Sportlicher Leiter, Tomas Schmid, auf Nachfrage bestätigt.
Große Erfahrung war ausschlaggebend
Warum der Verein ausgerechnet Uremovic unbedingt für diesen Job haben wollte, begründen Jöst und seine Mitstreiter ebenfalls in der Pressemitteilung: „Bei den Falken II sind etliche junge Spieler im Team, welche weiter bestmöglich ausgebildet werden müssen, um gegebenenfalls eines Tages den Sprung zu schaffen [...] und in der ersten Mannschaft Einsatzzeiten zu bekommen.“
Weithin sei bekannt, dass Uremovic „sehr viel Erfahrung als Trainer bei verschiedenen Vereinen und in unterschiedlichen Spielklassen“ vorzuweisen habe.
Vorherige Stationen in Hemsbach und Viernheim
Tatsächlich stand der neue Coach der „kleinen Falken“ vor seinem Engagement in Heddesheim unter anderem bei der TSG Seckenheim, dem TV Hemsbach, beim TSV Amicitia Viernheim, in Neckargemünd oder Neckarau an der Seitenlinie.
„Er wird mit Sicherheit aufgrund seines Alters (55; Anm. d. Red.) und der Erfahrung als Trainer, aber auch als ehemaliger Rückraumspieler im höherklassigen Bereich den nötigen Respekt von seinen zukünftigen Spielern erhalten“, sagt Jöst.
„Ich hatte gleich nach dem ersten Gespräch mit Frank ein gutes Gefühl, diese reizvolle Aufgabe zu übernehmen.“ (Tomislav Uremovic, neuer Trainer TSV Birkenau II)
Uremovic selbst betont: „Ich hatte gleich nach dem ersten Gespräch mit Frank ein gutes Gefühl, diese reizvolle Aufgabe zu übernehmen.“ Und auch er ist davon überzeugt, dass eine zweite Mannschaft hauptsächlich dazu da ist, „junge Spieler auszubilden und weiterzuentwickeln, damit Sie eines Tages in der ersten Mannschaft spielen können“.
Zugleich habe er vom ersten Treffen an das Gefühl gehabt, „wieder heimzukommen“, sagt Uremovic. Bester Beleg hierfür: Nach dem Spiel gegen Königshofen/Sachsenflur traf er viele alte Bekannte aus früheren Zeiten – unter anderem Klaus Bechtold, seinen Betreuer aus der damaligen C-Jugend des TSV, die 1983 Deutscher Meister wurde.
Schon an diesem Abend sei lange über die damalige Zeit geplaudert worden, heißt es abschließend. Zahlreiche Fortsetzungen dürften ab dem Sommer folgen.