Handball

Vor dem Topspiel auf Augenhöhe

Flames erwarten an diesem Mittwoch den Deutschen Meister SG BBM Bietigheim.

Die Flames (hier Sarah Dekker beim jüngsten Sieg in Bad Wildungen am Ball) empfangen an diesem Mittwoch den Deutschen Meister Bietigheim. Foto: Müller
Die Flames (hier Sarah Dekker beim jüngsten Sieg in Bad Wildungen am Ball) empfangen an diesem Mittwoch den Deutschen Meister Bietigheim.

Pokal-Finale im April, Supercup im September und am diesem Mittwochabend in der Weststadthalle um 19.30 Uhr das Topspiel in der Handball-Bundesliga der Frauen: Die Duelle zwischen der HSG Bensheim/Auerbach und SG BBM Bietigheim stehen in diesem Kalenderjahr unter besonderen Vorzeichen. Dass das Team aus Bietigheim nach fünf Spieltagen in der Liga mit weißer Weste an der Spitze thront, ist nicht überraschend. Dass die Flames dem Doublegewinner ebenfalls mit 10:0 Punkten auf den Fersen sind, war dagegen nicht unbedingt zu erwarten.

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"Schon ein bisschen skurril"

Heike Ahlgrimm muss ein wenig schmunzeln angesichts der ungewohnten Ausgangssituation, der SG BBM punktemäßig auf Augenhöhe zu begegnen. „Das ist schon ein bisschen skurril.“ Den Weg nach oben hat sich die HSG sportlich verdient, sagt die Flames-Trainerin mit Blick auf die Siege in Oldenburg und Buxtehude sowie den Heimerfolg gegen den Thüringer HC. „In diesen Spielen haben wir in der Vorsaison nichts geholt.“ Zudem lösten die Flames die Pflichtaufgaben gegen Bad Wildungen und Neckarsulm souverän. Basis für den derzeitigen Ritt auf der Welle ist eine durchdachte Personalplanung, so Ahlgrimm. „Wir haben Baustein für Baustein zusammengesetzt und in diesem Jahr eine sehr gute Mannschaft.“

Für die HSG-Trainerin hat sich indes an der Rollenverteilung nichts verändert. „Das ist nach wie vor David gegen Goliath“, verweist sie auf die Bilanz der SG Bietigheim. Ebenso wie in der Liga hat Bietigheim in der Champions League in dieser Saison alle Partien gewonnen. Die letzte Bundesliga-Niederlage datiert aus der Runde 2021/22.„Wir stehen vor einer spannenden Aufgabe. Bensheim hat bisher eine gute Saison gespielt. Für uns geht es darum, an die Leistung vom Sonntag anzuknüpfen und unser Spiel durchzuziehen“, wird der Coach Jakob Vestergaard auf der SG-Homepage zitiert.

HSG rechnet sich was aus

Trotz der beeindruckenden Zahlen des Konkurrenten rechnet sich Bensheim/Auerbach heute Abend etwas aus. „Vielleicht geht diesmal mehr, als sie nur zu ärgern.“ Zumal die Flames nicht der Lieblingsgegnern der SG sind. Und nach dem Match in Bensheim stehen für den Deutschen Meister aus dem Schwäbischen zwei richtungsweisende Partien in der Champions League an. „Vielleicht sind sie mit dem Kopf schon bei diesen Spielen.“

Das Supercup-Finale in Ludwigsburg gegen seinerzeit ersatzgeschwächte Flames entschied Bietigheim aufgrund der individuellen Qualitäten für sich. Die Herausforderung für die Bensheimerinnen wird es sein, die Fähigkeiten von Xenia Smits, Karolina Kudlacz-Gloc oder Kaba Gassama einzuschränken. „Wir sind vorbereitet.“