Weschnitztal schnuppert an einem Punktgewinn gegen den Zweiten
Die HSG Weschnitztal unterliegt nach einer guten Leistung dem Tabellenzweiten SG Pforzheim/Eutingen II mit 23:26 (12:13). Bei den Fürther Frauen ist der Wurm drin.
Weschnitztal. Sie verlangten dem Favoriten alles ab, standen am Ende aber doch wieder mit leeren Händen da: Die Oberliga-Handballer der HSG Weschnitztal zeigten eine Klasse-Leistung im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten SG Pforzheim/Eutingen II, durften bis in die Schlussphase hinein auf einen Punktgewinn hoffen, verloren allerdings noch mit 23:26 (12:13).
„Das ist wirklich schade, denn es war eine hervorragende Leistung von uns“, meinte HSG-Spielertrainer Gerrit Fey. Er lobte insbesondere den Willen und die Disziplin seiner Mannschaft, die schon vor der Partie einen Rückschlag zu verkraften hatte: Torjäger Aleksandar Mitrovic schüttelte beim Aufwärmen den Kopf, seine Knieblessur ließ keinen Einsatz zu. „Umso beachtlicher ist das, was die Jungs heute abgeliefert haben“, findet Fey.
Die Odenwälder agierten diesmal überwiegend mit dem siebten Feldspieler im Angriff und bereiteten Pforzheim damit große Probleme. 6:3 führte die HSG und ließ sich auch durch ein 10:12 nicht beirren, sondern blieb fortan immer dran. In der Schlussphase haderte Weschnitztal dann zum einen mit der eigenen Chancenverwertung, zum anderen mit dem ein oder anderen Pfiff der Unparteiischen. „Wenn man unten drin steht, dann passiert das scheinbar“, ärgerte sich Fey. Beim 23:24 schien noch alles offen, doch dann vergab die HSG einen guten Wurf, kassierte das 23:25 und dann in der Schlussminute den letzten Treffer zum 23:26-Endstand.
Auch wenn die Gastgeber im Hexenkessel Weschnitztalhalle nach der Partie erst mal niedergeschlagen waren, richtete Spielertrainer Gerrit Fey den Blick gleich wieder nach vorne: „Heute waren so viele gute Aspekte in unserem Spiel, die wir auf alle Fälle mitnehmen werden“, erklärt er. In dieser Woche wird man allerdings etwas dosiert trainieren, um auch ein paar Blessuren auszukurieren. Nach dem spielfreien Fastnachtswochenende geht es dann aber in die heiße Phase der Vorbereitung auf das Derby beim TSV Amicitia Viernheim. Mit der Leistung gegen Pforzheim/Eutingen muss sich Weschnitztal dort ganz sicher nicht verstecken.
HSG Weschnitztal: Schmitt, Kiss - Fey (4), Bach (1), Clemens, Dietrich (3), Niklas Zehrbach, Bonelli (1), Timo Zehrbach (1), Buse (11/6), Weis, Sauer (2), Lars Heckmann, Hammann.
HSG Weschnitztal II - SKV Sandhofen 20:23 (10:10)
„Das war heute eine richtige Abwehrschlacht – am Ende leider nicht mit dem glücklicheren Ende für uns“, meinte David Wieder, Vorstandsmitglied der HSG Weschnitztal, nach der 20:23 (10:10)-Niederlage der Bezirksliga-Reserve gegen den Tabellenführer SKV Sandhofen. Beide Mannschaften stellten eine stabile 6:0-Deckung und hatten zudem starke Torhüter als Rückhalt. Bei Weschnitztal II war dies diesmal Eric Fremr, der eigentlich bei der Oberliga-Truppe zwischen den Pfosten steht, aber eingesprungen ist, weil Luca Schneider mit der A-Jugend im Einsatz war. Von Beginn an entwickelte sich eine offene Partie mit wechselnden Führungen. Bis zum 16:15 (45.) legte auch immer wieder Weschnitztal knapp vor, und bis zum 17:18 (51.) war der Ausgang noch völlig offen. Erst danach profitierten die favorisierten Gäste von zwei Zeitstrafen gegen die HSG und setzten sich entscheidend auf drei Tore ab.
HSG Weschnitztal II: Otte, Fremr - Arnold, Beschorner (4/1), Bürner (3), Albrecht, Postel (1), Brehm (1), Buchner (2), Schmitt (1), Heckmann (1), Ripper (2), Hohl (2), Wiegand (3).
Die zweite Niederlage für Fürth in Folge
Bei den Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach ist der Wurm drin: Nachdem die Odenwälderinnen ohne Niederlage die ersten 15 Saisonspiele absolvierten und sich souverän an die Tabellenspitze der Bezirksoberliga gesetzt hatten, kassierten sie nun schon die zweite Niederlage in Folge. Und das 30:31 (13:12) bei der HSG Riedstadt II war wie eine Woche zuvor in den letzten Sekunden besiegelt worden.
Wie beim 27:28 gegen Groß-Bieberau war es wieder die schwache Chancenverwertung, die letztlich zur Pleite führte. Immerhin: An der Tabellenführung ändert das immer noch nichts. Sie ist allerdings nach Minuspunkten auf zwei Zähler auf den SV Erbach geschrumpft. „Auf unser Heimspiel gegen den SVE wird es nun in besonderer Weise ankommen“, richtet Fürths Trainer Daniel Werner den Blick schon vier Wochen voraus. „Bis dahin dürfen wir aber auch nichts mehr liegenlassen“, meint er mit Blick auf die Partien gegen Lola und Weiterstadt, die nach der Fastnachtspause anstehen.
In Riedstadt taten sich die Fürtherinnen schon in der ersten Hälfte schwer, weil sie gute Möglichkeiten in der Offensive ausließen. Beim 11:8 (24.) führten die Gäste mit drei Toren, kassierten aber noch vor der Pause den Anschlusstreffer. „Wenn wir bis dahin normal treffen, dann liegen wir fünf, sechs Tore vorne“, so Werner.
Im zweiten Abschnitt legte Fürth/Krumbach wieder 23:20 und 27:24 (49.) vor, verpasste es aber, den Sack zuzumachen. Ganz bitter: Ein Tempogegenstoß wurde vergeben, Riedstadt konterte selbst, verkürzte, und nach einem weiteren vergebenen Angriff war der Vorsprung schon wieder dahin. Statt mit vier, fünf Toren zu führen, ging es unentschieden in die Schlussphase.
Beim 29:28 (59.) brachte Jil Eisenhauer ihr Team noch einmal in Führung, dann traf Riedstadt in Überzahl noch zweimal, der Treffer zum 31:30-Endstand fiel acht Sekunden vor dem Ende. „Das schmerzt schon, wenn man zweimal am Ende so knapp verliert“, gibt Daniel Werner zu.
HSG Fürth/Krumbach: Stephan, Ruff - Jöst (3), Beye (4), Annika Dörsam (5/4), Geiß, Roth (2), Reimund, Schüle (3), Johanna Dörsam, Jana Dörsam, Ehret (2), Kloth (3), Eisenhauer (8).
HSG Riedstadt III - HSG Fürth/Krumbach II 32:28 (16:13)
Keinen guten Tag erwischten die Bezirksliga-Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach II, die bei der HSG Riedstadt III mit 28:32 (13:17) unterlagen. „Die Einstellung war gut, aber unterm Strich war Riedstadt den entscheidenden Tick cleverer“, bilanzierte Fürths Trainer Gerald Röder. Nach einem zähen Start – die ersten sieben Angriffe wurden vergeben –entwickelte sich eine offene Partie, in der Riedstadt ab dem 8:8 (16.) meist knapp vorlegte.
Deutlich wurde es dann nach dem Seitenwechsel, als Fürth mehrfach mit sechs Toren im Hintertreffen war, sich aber auch nach dem 21:27 und 24:30 (53.) nicht aufgab, auch wenn zu diesem Zeitpunkt die Entscheidung längst gefallen war.
HSG Fürth/Krumbach II: Hess, Jöst - Laupichler (1), März (4), Meier, Ehret (5), Wagner (5), Carolin Dörsam (6/5), Roth (1), Erny (1/1), Geiß (4), Diana Helferich (1). mep