Zotzenbacher Bergrennen: Alexander Wolk gibt mächtig Gas
Beim Zotzenbacher Bergslalom fährt der Lokalmatador Alexander Wolk zwar die schnellste Zeit, leistet sich aber zwei Pylonenfehler. Am Ende gewinnt ein alter Bekannter. Das Rennsport-Revival zieht viele Motorsportfans an.
Zotzenbach. Bei tollem Spätsommerwetter fand am vergangenen Wochenende das Rennsport-Revival auf der Zotzenbacher „Rennstrecke“ statt. Die mittlerweile 8. Auflage des Revivals zog Fahrer aus dem gesamten west- und süddeutschen Raum an die L3409.
Die Veranstaltergemeinschaft aus MSF Zotzenbach, MSC Rodenstein Fränkisch-Crumbach, MSC Überwald und IMS Schlierbachtal stellte mit mehr als 100 Helfern erneut eine makellose Veranstaltung auf die Beine. Der Zuschauerandrang war wie im vergangenen Jahr hoch. Die Wertungsläufe konnten ohne nennenswerte Unterbrechung und weitestgehend unfallfrei durchgeführt werden.
Impressionen von der Rennstrecke
Am Ende setzte sich der Gesamtsieger aus 2019 und 2022 durch: Dennis Zeug aus Freiamt im Schwarzwald zeigte am Sonntag erneut seine ganze Klasse und gewann auf seinem bärenstarken Opel Kadett C vor Lokalmatador Alexander Wolk aus Mackenheim auf VW Golf II Turbo. Wolk, der für die sportliche Organisation des Revivals mit verantwortlich zeichnet, hatte zwei Pylonenfehler, die ihm trotz Erreichung der Tagesbestzeit sechs Strafsekunden einbrachten. Am Ende zeigte sich Wolk mit dem dritten Platz in der Gesamtwertung und dem Sieg in der Gruppe Freestyle zufrieden. Zwischen Zeug und Wolk schob sich der erst 19-jährige Wormser Max Weber auf Mitsubishi Evo 9 auf Platz zwei.
Mit rund 140 Teilnehmern war die Veranstaltung am Sonntag voll ausgebucht. Pokale gingen auch an Fahrer aus der Region. Zweiter in der Klasse H bis 1600ccm Hubraum wurde der Fränkisch-Crumbacher Florian Heß auf Peugeot 208 R2. Tim Reinhardt aus Beerfurth belegte in der Klasse F 11 über 2000ccm Hubraum den vierten Platz. Sein Bruder Jan belegte auf Mitsubishi Lancer Evo 9 den fünften Platz in der Klasse Freestyle.
Hildenbeutel nimmt Pokal mit
Der Gesamtsieg in der Gleichmäßigkeitswertung am Samstag ging in den Überwald. Mitsubishi-Pilot Matthias Hildenbeutel konnte endlich gewinnen, nachdem er im Jahr 2019 bereits knapp am Sieg in der Gleichmäßigkeitswertung vorbeischrammte. Der Wahlener Kfz-Meister konnte bei bestem Wetter den großen Pokal zur Kerwe nach Hause bringen. Ihm folgten mit knappem Rückstand Andreas Linden aus Mülheim-Kärlich auf VW Polo I und der Kirschhäuser Daniel Gärtner auf BMW E36 Compact.
Die Berg-Gleichmäßigkeitsprüfung wird in Gedenken an Dieter Knüttel, den zweifachen Gewinner der Deutschen Bergmeisterschaft durchgeführt. Aus der Region konnten einige Teilnehmer in die Pokalränge fahren. Der Eiterbacher Bernd Kohl auf Opel Kadett wurde Zweiter in der Klasse 27. In der gleichen Klasse belegten die Ellenbacher Marco und Rolf Rauch auf Fiat den sechst und neunten Platz. In der stark besetzten Klasse 28 siegte Daniel Gärtner. Manuel Hartmann aus Linnenbach wurde auf Honda CRX Zweiter. Christoph Butenschön aus Mörlenbach wurde auf VW Polo Dritter. Fünfter wurde der Rimbacher Klaus Emig auf BMW M3. Platz sechs ging ebenfalls nach Rimbach an Szilárd Varga auf Fiat Punto. Hinter Gesamtsieger Hildenbeutel, der auch die Klasse S der Fahrzeuge der neueren Baujahre gewann, komplettierten Florian Heß und Jan Reinhardt vom MSC Rodenstein Fränkisch-Crumbach das Podest in der Klasse. Gekrönt wurde der Samstagabend mit Musik und einem tollen Profifeuerwerk im Fahrerlager, welches die Teilnehmer, Motorsportfans und die Zotzenbacher Ortsbevölkerung begeisterte.
Positives Fazit
Nach Abschluss der Veranstaltung zogen alle Beteiligten ein positives Fazit. Schon jetzt freut man sich auf das kommende Jahr – dann hoffentlich wieder mit einem spektakulären Starterfeld und vielen Zuschauern an der Traditionsrennstrecke. Aber erst einmal steht die Nibelungenring-Rallye auf dem Programm, die am 30. September ausgetragen wird.
Alle Ergebnisse auf www.bergrennen-zotzenbach.de